Auf dem Gelände der ehemaligen Holsten-Brauerei in Altona rückt eine der größten Quartiersentwicklungen Hamburgs näher. SAGA und Quantum haben einen Kaufvertrag über hunderte geförderte Wohnungen geschlossen.

Holsten Areal Hamburg, Baustelle

Das 8,6 Hektar große Areal der ehemaligen Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona zählt zu den bedeutendsten innerstädtischen Entwicklungsflächen der Hansestadt und liegt seit dem Produktionsumzug weitgehend brach. / © Foto: IMAGO / JoergBoethling

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© Titelbild: SAGA Unternehmensgruppe

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Lange Zeit war es still auf dem Gelände der ehemaligen Holsten-Brauerei in Hamburg-Altona. Wo einst gebraut wurde, dominierte nach dem Produktionsumzug und mehreren Eigentümerwechseln der Stillstand. Nun kommt Bewegung in das 8,6 Hektar große Areal: Die SAGA Unternehmensgruppe und der Projektentwickler Quantum Immobilien AG haben einen Kaufvertrag unterzeichnet, der den Ankauf von Grundstücken und schlüsselfertigen Gebäuden mit rund 700 geförderten Wohnungen durch die SAGA vorsieht.

Darüber hinaus verhandeln beide Partner über eine weitere Tranche öffentlich geförderten Wohnraums. Insgesamt sollen auf dem Areal etwa 2.000 Wohnungen für mehr als 5.000 Menschen entstehen. Rund die Hälfte ist als geförderter Wohnraum für Studierende und Auszubildende vorgesehen, die übrigen Einheiten sollen freifinanziert realisiert werden.

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Holsten-Areal in Altona: Neues Stadtquartier zwischen Hoffnung und Herausforderung

Bereits im vergangenen Sommer hatten sich SAGA und Quantum Exklusivrechte für das Grundstück gesichert, das zuvor der Adler Group gehörte. Geplant ist ein gemischt genutztes Quartier mit bis zu 218.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Neben Wohnungen sind Büros, Kitas, ein Hotel sowie öffentliche Freiräume vorgesehen.

Gegen das Projekt formierte sich in den vergangenen Monaten jedoch auch Widerstand aus Umweltverbänden, Mieterinitiativen und baukulturellen Gruppen, die vor allem den möglichen Verlust historischer Bausubstanz und eine aus ihrer Sicht unzureichende Gemeinwohlorientierung kritisierten. Während einzelne politische Stimmen diese Bedenken teilen, sah der Senat keinen Anlass für ein Eingreifen, solange die vereinbarten Rahmenbedingungen eingehalten werden.

SAGA und Quantum wollen „so viel preisgünstigen Wohnraum schaffen, wie möglich“

Für SAGA und Quantum markiert der Vertragsabschluss nun einen weiteren Meilenstein ihrer Zusammenarbeit, die bereits beim Paloma-Viertel erprobt wurde. Beide Unternehmen betonen das Ziel, möglichst viel preisgünstigen Wohnraum zu schaffen und zügig in die Realisierung einzusteigen.

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Ob das Holsten-Areal zu einem tragfähigen, urbanen Quartier mit sozialer Balance wird, entscheidet sich nun in der konkreten Planung. Klar ist: Kaum ein anderes Projekt in Altona steht derzeit so sehr im Fokus von Politik, Fachöffentlichkeit und Nachbarschaft.

Quellen: SAGA Unternehmensgruppe, Quantum Immobilien AG, knallt am Dollsten!, Denkmalverein Hamburg, WELT, SPD-Fraktion Hamburg, Linksfraktion Hamburg, Immobilien Zeitung, Hamburger Abendblatt, NDR, Adler Group

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