Auch bei niedrigen Temperaturen geht die Restaurierung des historischen Hauses in Alt-Hohenschönhausen weiter. Noch im Dezember 2025 sollen die Fassadenarbeiten fertiggestellt werden. Die Wiedereröffnung des Gutshauses als Ort für Kultur, Gastronomie und Nachbarschaft ist für Herbst 2026 geplant.

Nicht nur die Räumlichkeiten, auch die Fenster des alten Gutshauses wurden im Zuge der Bauarbeiten restauriert. 2026 soll das Haus wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden. / © Foto: Wikimedia Commons, Lukas Beck, CC BY-SA 4.0
© Foto Titelbild: Wohnungsbaugenossenschaft NEUES BERLIN eG
Am historischen Gutshaus in der Hauptstraße 44 in Alt-Hohenschönhausen gehen die Restaurierungsarbeiten mit Hochdruck voran. Das Gebäude, das auch als „Schloss Hohenschönhausen“ bekannt ist, wird auf das späte 17. Jahrhundert zurückdatiert. Im Laufe der Jahrhunderte diente es unterschiedlichen Zwecken – von Privateigentum über eine Sozialeinrichtung bis hin zu einer Klinik. Zuletzt nutzte der Förderverein Schloss Hohenschönhausen e.V. das Haus in den 2000er-Jahren für kulturelle Veranstaltungen.
Seit 2021 befindet sich das Gutshaus im Besitz der Wohnungsbaugenossenschaft NEUES BERLIN, die gemeinsam mit dem Förderverein die denkmalgerechte Sanierung vorantreibt. Ziel ist es, ein offenes Haus für Kultur, Begegnung und Gemeinschaft zu schaffen. Bereits im Mai 2025 wurde Richtfest gefeiert. Zum Jahresende wird es sichtbare Fortschritte an Dach, Fassade und Fenstern geben.
Alt-Hohenschönhausen: Fassadenarbeiten am Gutshaus im Dezember abgeschlossen
Anfang Dezember wurde bereits die Erneuerung des gesamten Daches inklusive Dachstuhl abgeschlossen. Außerdem wurden die historischen Kassettenfenster in den Obergeschossen sorgfältig aufgearbeitet, neu verkittet und für einen Frühlingsanstrich vorbereitet. Im Erdgeschoss sind teilweise neue Fenster geplant.
Laut der Wohnungsbaugenossenschaft NEUES BERLIN sollen die Fassadenarbeiten bis Mitte Dezember fertiggestellt sein. Danach soll das Baugerüst, je nach Witterung, schrittweise bis Ende Dezember zurückgebaut werden. So könnte das Haus, das lange hinter Planen verborgen war, noch in diesem Jahr erstmals wieder vollständig sichtbar werden.
Hauptstraße 44: Innenausbau und Vorbereitung der Außenanlagen für den Ausbau schreiten voran
Auch im Inneren gehen die Bauarbeiten voran: Die Haustechnik wurde inklusive moderner Glasfaser-Infrastruktur verlegt und die Kellersanierung abgeschlossen. Künftig sollen dort Lagerflächen für die Gastronomie und Stauraum für Bestuhlung entstehen.
Im rückwärtigen Grundstücksbereich sind Leitungen für Wasser, Abwasser und Elektrik sowie die Wege für den Ausbau der Außenanlagen im Frühjahr vorbereitet.
2026: Bauarbeiten an den Außenanlagen und am Anbau geplant
Für 2026 ist die Bepflanzung im Außenbereich vorgesehen. Geplant ist ein Garten mit heimischen, insektenfreundlichen Pflanzen und Wildwiesenflächen um das ehemalige Gutshaus. Die Außenanlagen sollen laut der Wohnungsbaugenossenschaft NEUES BERLIN zu einem „lebendigen Ort für den Stadtteil“ werden.
Ebenfalls im Frühjahr starten die Bauarbeiten für den geplanten Anbau, der mit dem alten Gutshaus verbunden werden soll. Im Anbau sollen zentrale Funktionsräume für die Gastronomie entstehen: eine Küche, Lagerflächen, ein zusätzlicher Treppenaufgang und ein barrierefreier Zugang. Die offizielle Grundsteinlegung ist für das erste Quartal des kommenden Jahres vorgesehen.
Lichtenberg: Eröffnung des Gutshauses erfolgt im Herbst 2026
Die Eröffnung des restaurierten Gutshauses ist für Herbst 2026 vorgesehen. Dann soll das Haus wieder allen Berlinerinnen und Berlinern für Veranstaltungen, Kultur, Freizeit und Nachbarschaftstreffen offenstehen.
Da bei der Fassadensanierung versteckte Schäden ans Licht gekommen sind, wird witterungsabhängig weitergebaut, um im Zeitplan zu bleiben. Im Hinblick auf die aktuellen Fortschritte könnte der Eröffnungstermin eingehalten werden. So könnte die Hauptstraße 44 bald wieder kulturelle und gesellschaftliche Anlaufstelle des Kiezes werden.

© Foto: NEUES BERLIN eG
Quellen: Wohnungsbaugenossenschaft NEUES BERLIN eG, Le Matin, Berliner Zeitung, Wikipedia
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