Das frühere HOWOGE-Verwaltungsgebäude in Hohenschönhausen erhält eine neue Nutzung. Bis Ende 2028 soll dort die Bußgeldstelle einziehen.

Ehemaliges HOWOGE-Verwaltungsgebäude Hohenschönhausen
Das ehemalige Verwaltungsgebäude der HOWOGE wird für die Bußgeldstelle der Polizei Berlin hergerichtet. Die Fertigstellung ist derzeit für Ende 2028 vorgesehen.

 

© Titelbild: depositphotos.com

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Das frühere Verwaltungsgebäude der HOWOGE an der Ferdinand-Schultze-Straße steht seit Ende 2021 weitgehend leer. Schon länger sucht das Land Berlin nach einer dauerhaften Nutzung für den großen Bürokomplex. Nun wird konkreter, wie es auf dem Gelände weitergeht: Neben dem Bestandsgebäude spielt dabei auch eine bislang unbebaute Fläche eine Rolle.

  • Bezirk: Lichtenberg
  • Adresse: Ferdinand-Schultze-Straße 71, 13055 Berlin
  • Projektstatus: Herrichtungsmaßnahmen in Planung
  • Künftige Nutzung: Bußgeldstelle der Polizei Berlin
  • Fertigstellung: für Ende 2028 vorgesehen

Die HOWOGE nutzte die Ferdinand-Schultze-Straße 71 über viele Jahre als Unternehmenssitz. Der Ursprungsbau stammt aus dem Jahr 1989 und wurde später erweitert. Doch Ende 2021 zog das landeseigene Wohnungsunternehmen aus. Seither stehen die Gebäude leer; lediglich die Garagen dienen weiterhin als Lagerflächen. Zum Ensemble gehört außerdem die sogenannte „Waldvilla“.

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Bußgeldstelle der Polizei Berlin soll nach Hohenschönhausen ziehen

Nach dem Auszug der HOWOGE prüfte das Land zunächst verschiedene Nachnutzungen. Anschließend folgten Ankaufsverhandlungen. Im Dezember 2023 stimmte das Abgeordnetenhaus dem Ankauf für das Land Berlin und der Zuordnung zum Sondervermögen Immobilien des Landes Berlin, kurz SILB, zu. Der Nutzen-Lasten-Wechsel zwischen HOWOGE und BIM erfolgte am 1. Februar 2024.

Schon im Sommer 2024 nannte der Senat einen Standort der Polizei als mögliche Option. Inzwischen ist die Entscheidung deutlich weiter: Nach der jüngsten Senatsantwort vom 31. August 2026 wird das ehemalige HOWOGE-Gebäude künftig Standort der Berliner Bußgeldstelle. Die Planungen für die nötigen Herrichtungsmaßnahmen laufen bereits. Die Fertigstellung ist derzeit für Ende 2028 vorgesehen.

Umzug der Polizei schafft neue Flächen in der Berliner Innenstadt

Der Umzug hat Auswirkungen über Hohenschönhausen hinaus. Die Bußgeldstelle sitzt derzeit unter anderem an der Magazinstraße 5 in Mitte; die Polizei nutzt zudem Flächen an der Cecilienstraße 92. Ein Bericht der Finanzverwaltung aus dem Jahr 2025 sieht vor, beide von der Bußgeldstelle genutzten Flächen freizuziehen.

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Für die Magazinstraße prüft das Land anschließend ein neues Raumkonzept der Polizei mit Desk-Sharing und nicht fest zugeordneten Arbeitsplätzen. Dort sollen bestehende Polizeibereiche bleiben und weitere Fachkräfte unterkommen. Auch Beschäftigtenwohnen war Bestandteil der Überlegungen.

Ferdinand-Schultze-Straße: Auch Schulbau ist geplant

Am neuen Standort sind jedoch zunächst Investitionen nötig. Bereits 2024 erklärte der Senat, dass Alter und Leerstandszeit einen Sanierungsbedarf verursacht hätten. Eine Büronutzung ohne vorherige Arbeiten sei deshalb nicht möglich. Die technische Ausstattung entspreche nicht mehr dem aktuellen Stand, während sich die Gebäude insgesamt in einem altersbedingt guten bis akzeptablen Zustand befänden.

Parallel zur Polizeinutzung soll sich auch der übrige Standort verändern. Eine befestigte und bislang unbebaute Teilfläche ist für einen Schulergänzungsbau des Bezirks vorgesehen. Ein Bericht der Finanzverwaltung nannte 2025 einen modularen Ergänzungsbau mit 288 Schulplätzen. Die jüngste Senatsantwort bestätigt die geplante schulische Nutzung der Fläche, nennt aber ausdrücklich noch keinen Termin für deren Umsetzung.

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Damit entsteht an der Ferdinand-Schultze-Straße perspektivisch ein gemischt genutzter öffentlicher Standort.

 

Quellen: Abgeordnetenhaus von Berlin, Schriftliche Anfrage 19/26932, Senatsverwaltung für Finanzen, Polizei Berlin, HOWOGE

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One Comment

  1. Matthias Dressel 10. September 2026 at 21:26 - Reply

    …und ich dachte, das Gebäude wird zum Naturheilgarten umgewidmet. Dort ragen schon ziemlich gut gewachsene und scheinbar fest im Mauerwerk verankerte Bäume gen Himmel. Mal sehen, wer wieviel Millonen an Euronen hier reinstecken wird und muss. Vielleicht kann man es als Kulisse für einen Endzeit-Thriller verwenden und das Geld für Renovierung oder (billigeren?) Abriss auch zusammen bekommen.

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