In Hohenschönhausen soll am Sportforum ein Neubauquartier mit rund 700 Wohnungen, Gewerbe, Kita, Nahversorgung und sozialen Angeboten entstehen.

Das ehemalige Sporthotel Hohenschönhausen steht seit Jahren als Bauruine an der Konrad-Wolf-Straße in Hohenschönhausen und verfällt zunehmend.

Das ehemalige Sporthotel Hohenschönhausen steht seit Jahren als Bauruine an der Konrad-Wolf-Straße in Hohenschönhausen und verfällt zunehmend. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild / Visualisierung: Periskop Development GmbH

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Am früheren DDR-Sporthotel Hohenschönhausen soll ein neues Quartier entstehen. LABORGH hat das Areal am Weißenseer Weg 51 / Ecke Konrad-Wolf-Straße gekauft. Geplant sind rund 700 Wohnungen, Gewerbeflächen und soziale Infrastruktur. Der Baustart ist ab 2027 vorgesehen.

  • Bezirk: Lichtenberg
  • Adresse: Weißenseer Weg 51 / Ecke Konrad-Wolf-Straße
  • Lage: Direkt am Sportforum Berlin
  • Grundstück: rund 31.100 Quadratmeter
  • Geplant: rund 700 Wohnungen
  • Weitere Nutzungen: Nahversorgung, Einzelhandel, Kita, Medizin, Bildung
  • Baustart: ab 2027

Auf dem Areal des früheren Sporthotels Hohenschönhausen soll ein großes Neubauquartier entstehen. LABORGH Investment hat das rund 31.100 Quadratmeter große Grundstück am Weißenseer Weg 51 / Ecke Konrad-Wolf-Straße von einer durch Periskop Development beratenen Gesellschaft erworben. Über den Kaufpreis machten die Beteiligten keine Angaben. Das Grundstück liegt direkt am Sportforum Berlin und zählt seit Jahren zu den markanten Entwicklungsflächen in Lichtenberg.

Rund 700 Wohnungen am Sportforum Hohenschönhausen geplant

Nach Angaben der Projektbeteiligten sieht das Konzept rund 700 bezahlbare Wohnungen vor. Nach Fertigstellung sollen die Wohnungen in den Bestand einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft übergehen. Zusätzlich plant LABORGH rund 15.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche für Gewerbe. Dazu zählen Flächen für Nahversorgung, kleinteiligen Einzelhandel, eine Kita, medizinische Angebote sowie Bildungs- und quartiersbezogene Nutzungen.

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Das Projekt befindet sich weiter im Bebauungsplanverfahren. Der Baustart ist deshalb an die Schaffung von Baurecht gebunden und wird frühestens ab 2027 erwartet. Bereits im Januar hatte das Bezirksamt Lichtenberg auf Anfrage von ENTWICKLUNGSSTADT mitgeteilt, dass der Bebauungsplan 11-9a noch nicht festgesetzt sei. Abriss und Neubau könnten demnach erst nach Abschluss des Planverfahrens beginnen.

Das ehemalige DDR-Sporthotel Hohenschönhausen steht seit Jahren leer. Geplant ist, das Areal zu einem gemischten Quartier umzubauen und dort bis zu 700 Wohnungen zu errichten.

Das ehemalige DDR-Sporthotel Hohenschönhausen steht seit Jahren leer. Geplant ist, das Areal zu einem gemischten Quartier umzubauen und dort bis zu 700 Wohnungen zu errichten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

DDR-Sporthotel Hohenschönhausen prägt das Areal seit Jahrzehnten

Das frühere Sporthotel Hohenschönhausen entstand in den 1960er-Jahren als Unterkunft für den DDR-Leistungssport. In den 1980er-Jahren kam ein Sport- und Kongresszentrum hinzu. Nach der Wende verlor der Komplex seine Nutzung. Danach folgten Leerstand, Verfall und zunehmend ein Zustand, der einer Ruine gleicht.

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Periskop Development hatte die planungsrechtliche Vorbereitung in den vergangenen Jahren begleitet. LABORGH will den Standort nun als gemischt genutztes Quartier weiterentwickeln. Die Geschäftsführer der beteiligten Unternehmen erklärten, das Projekt solle einen lange brachliegenden Ort wieder in eine städtische Nutzung überführen und bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Neubau stärkt Wohnungsbau-Schwerpunkt in Hohenschönhausen

Das Sporthotel-Areal ist Teil einer größeren Entwicklung rund um das Sportforum. In der Umgebung entstehen oder planen mehrere Vorhaben neue Wohnungen. An der Konrad-Wolf-Straße baut die landeseigene WBM 441 Mietwohnungen. Am Fennpfuhl sind auf einem früheren Busparkplatz rund 580 Wohnungen, eine dreizügige Grundschule und Sportflächen vorgesehen.

Zusammen mit dem Neubau am Sportforum wächst der Bereich am Weißenseer Weg zu einem wichtigen Wohnungsbau-Schwerpunkt in Hohenschönhausen. Zugleich rücken Verkehr, Schulen, Kitas, Grünflächen und Nahversorgung stärker in den Fokus.

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Neubauquartier Hohenschönhausen

Quelle: Periskop Development

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6 Kommentare

  1. Ein genervter Berliner 13. Mai 2026 at 19:22 - Reply

    Finde ich super. Noch mehr Wohnungen, damit noch mehr Leute in die jetzt schon überfüllte Stadt ziehen können. Bedeutet dann noch weniger Parkplätze, noch mehr Menschen in den jetzt schon überfüllten öffentlichen Viehtransportern, noch mehr Müll auf den Straßen…
    Berlin will von der Einwohnerzahl unbedingt eine Mega-Metropole werden, jedoch entspricht die Infrastruktur der eines größeren Dorfes…

    • Keine Sorge, es wird ähnlich wie beim Vertragsarbeiterheim an der Gehrenseestraße sehr wahrscheinlich nichts passieren. In den vergangenen 35 Jahren sind im gleichen Bezirk schon über 20 (!) kleinere und größere Bauprojekte gescheitert. Es werden erst hochtrabende Pläne gemacht, lässt sich von Lokalpolitikern und Presse kräftig feiern und dann legt man kurz vor oder nach Baustart eine gesunde kollektive Pleite hin. Die Fläche fällt dann an Bezirk oder Land zurück, welche es gepflegt weitergammeln lassen und auf den nächsten Elon Musk oder russischen Investor warten … als ob irgendein Investor aus den Außenbezirken im tiefsten Osten der Stadt und deren eher armen Bewohnern großartig Kapital schlagen könnte – wenn nicht einmal das SEZ an einer noch viel stärker frequentierten und bekannteren Ecke gewinnbringend vermarktet werden konnte!

      • Max H. 14. Mai 2026 at 16:13 - Reply

        Der Kommentar macht wenig Sinn angesichts der Tatsache, dass überall in den Berliner Ostbezirken größere Neubauvorhaben über die Bühne gehen: Stadtgut Hellersdorf, Landsberger Tor, Stadtgarten Biesdorf, Parkstadt Karlshorst, Rummelsburger Bucht. Dazu sind einige andere Großprojekte in verschiedenen Stadien der Vorplanung oder vor der Umsetzung. Außerdem wurden in den vergangenen Jahren auch einige Gewerbeprojekte umgesetzt. Woran eben viele Ostbezirke zu knabbern haben, sind die teilweise chaotischen Bebauungsstrukturen mit Wohngebieten direkt neben Industriegebieten und dergleichen, starke Strukturbrüche prägen das ehemalige Ost-Berlin bis heute, dazu habt ihr beide angesprochen der kontrastreiche Zustand der Infrastruktur, teilweise neugebaute neben völlig unzureichenden Strukturen. Die Bezirke sind weiterhin dabei, in der Breite aufzuholen, das wird auch noch Jahrzehnte dauern, weil die Wirtschaftskraft eben auch hinterherhinkt neben den Bezirken im ehemaligen West-Berlin und innerhalb des Rings.

        Grundsätzlich ist aber der Bedarf sehr hoch. Die Bezirke müssen es eben schaffen, auch viele Arbeitsplätze anzusiedeln, um zu vermeiden, zu einem kompletten Schlafstadtbezirk zu verkommen. Ansätze wie der Cleantech-Park Marzahn oder sukzessive Nachverdichtungen und Modernisierungen in bestehenden Gewerbegebieten sind da die richtige Lösung, sie müssen nur konsequenter umgesetzt werden. Mit der Wirtschaftskraft kann dann auch die Infrastruktur in der Breite schneller aufschließen

  2. Arnold 14. Mai 2026 at 10:26 - Reply

    Wohnen ist wichtig, aber nicht nur das.
    Schlafgebiete hat der Osten schon einige, die man kaum verlassen kann, denn der ÖPNV bedient nur die alten DDR Routen.
    Neue sind nicht dazu gekommen. Autos sollen weg, dafür finden wir Lieferservice ganz toll.
    Und da ist auch noch die Olympia Bewerbung.
    Natürlich brauchen wir Wohnungen, aber der Sport für alle Altersklassen braucht auch reichlich Platz.
    Und wo bleiben Erweiterungsmöglichkeiten
    Für den Olympia Standort.
    Wohnungen gibt es in Hohenschönhausen zahlreiche Neue, aber Bewegungsmöglichkeiten für den Sport, Begegnungsmöglichkeiten für die Sporttreibenden danach und mit mit den Familien gibt’s kaum.
    Waren alle DDR Konzepte so schlecht, wenn
    Kita, Schule, Kaufhalle und Kleingaststätte,
    Jugendfreizeiteinrichtungen in Wohngebieten geplant waren? An den Bewegungsmöglichkeiten ohne Auto hat sich nicht viel geändert. Und wer für uns denkt wird mit dem Auto gefahren.

  3. R aus Berlin 14. Mai 2026 at 22:23 - Reply

    Also ich bin als Lichtenberger der Idee doch sehr aufgeschlossen. Die Idee ist etwas, das der Kiez und das Viertel generell braucht. Zumal man von dort alles human-notwendige in circa 10-15 mins erreichen kann. Ein Ausbau an dieser Ecke wird das nur noch ausbessern und hoffentlich baut der Senat dort keinen Mist. Dann ist alles soweit gut.

  4. N.Gumprecht 16. Mai 2026 at 19:02 - Reply

    Na mal sehen, bin sehr skeptisch!! Seit Jahren wurde angekündigt dass dort neu gebaut werden soll und bisher waren es Alles LUFTNUMMERN !! DAS Gleiche sehen wir doch in der RHEINSTRASSE auf dem Gelände der ehemaligen Wohnheime!! Dort sollte doch angeblich was Neues gebaut werden und was ist bisher passiert,NICHTS!!! Alles nur heiße LUFT und nichts dahinter!! Also erstmal abwarten was wirklich passiert!! Und dann bin ich gespannt,was für MIETPREISE aufgerufen werden!?? Bestimmt KEIN Sozialwohnungsbau!!??

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