Das Hochhausprojekt „Molecules Berlin“ an den Treptowers in der Fanny-Zobel-Straße zeigt aktuell wenig sichtbaren Baufortschritt. Hinter dem Eindruck von Stillstand laufen derzeit Planungen, Abstimmungen und Vergaben für die nächsten Bauphasen.

Die Visualisierung der Innenansicht des „Molecules Berlin“ zeigt geplante Wohnbereiche mit Blick auf die Spree in der Fanny-Zobel-Straße. / © Visualisierung: AGROMEX Invest GmbH
© Titelbild / Visualisierung: AGROMEX Invest GmbH
An den Treptowers in Treptow-Köpenick zeigt sich derzeit kaum Bewegung. Auf dem Baufeld des Projekts „Molecules Berlin“ in der Fanny-Zobel-Straße herrscht bereits seit Längerem Ruhe, der Eindruck eines Stillstands entsteht. Mit Blick hinter die Kulissen zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild: Die Arbeiten verlagern sich aktuell in Planungs- und Abstimmungsprozesse.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Standort: Fanny-Zobel-Straße, Berlin-Alt-Treptow
- Nutzung: Wohnen und Hotel
- Gebäude: 1 Hotelturm, 2 Wohntürme
- Höhe: 100 und 110 Meter
Die Baustelle liegt zwischen den bestehenden Hochhäusern des Ensembles der Treptowers. Große Teile der Baugrube sind vorbereitet, dennoch fehlen aktuell sichtbare Hochbauarbeiten. Absperrungen und Baumaschinen stehen bereit, aber es gibt kaum Aktivität.
Trotz Stillstand an den Treptowers: „Molecules Berlin“ ist nicht gestoppt
Auf der Fläche sind keine Kräne im Einsatz, auch Materiallieferungen bleiben aus. Die Baugrube wirkt weitgehend abgeschlossen, doch die nächsten Schritte lassen auf sich warten.
Auf eine Anfrage von ENTWICKLUNGSSTADT erklärt Entwickler AGROMEX GmbH, der Bau des „Molecules Berlin“ sei nach wie vor nicht gestoppt. Vielmehr laufen im Hintergrund komplexe Verhandlungen. Auf Grundlage dieser überarbeiteten Planung wurden im Dezember 2025 die Abstimmungen mit dem Bezirk weiter vertieft; diese dauern aktuell noch an, heißt es vom Entwickler.
Das Projekt gehört zu den technisch anspruchsvollen Hochbauvorhaben in Berlin. Die direkte Lage an der Spree stellt zusätzliche Anforderungen an Statik, Genehmigung und Bauablauf.

Das Projekt The Molecules am Spreeufer verbindet Neubau, Wohnen und Hotelnutzung und steht für neue Stadtentwicklung in Berlin. / © Visualisierung: AGROMEX Invest GmbH
Mehr Wohnraum: Neue Planungsphase bei „Molecules Berlin“ in der Fanny-Zobel-Straße
Die aktuelle Phase konzentriert sich auf Anpassungen der Planung für das „Molecules Berlin“. Der Bauherr hat das Konzept überarbeitet. Ziel ist es, mehr Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig wirtschaftlicher zu bauen.
Die Zahl der Wohnungen steigt deutlich. Statt ursprünglich 218 Einheiten sind nun rund 334 geplant. Auch die Anzahl der Apartments wurde erhöht – von 154 auf rund 311. Diese Anpassung soll kompaktere Grundrisse ermöglichen und auf veränderte Marktbedingungen reagieren.
Parallel laufen Abstimmungen mit dem Bezirk weiter. Diese Gespräche betreffen Genehmigungen und Details der Umsetzung. Erst nach Abschluss dieser Phase kann der nächste Bauabschnitt starten.
Wie es mit „Molecules Berlin“ weitergeht
„Die derzeit reduzierte Bautätigkeit vor Ort ist kein Zeichen einer Pause, sondern Ausdruck der notwendigen planerischen und genehmigungsrechtlichen Vorbereitung des nächsten Bauabschnitts bei einem hochkomplexen Großprojekt“, heißt es vom Projektentwickler.
Laut früheren Angaben ist von einer Bauzeit von etwa vier Jahren auszugehen. Damit verschiebt sich die Fertigstellung bis mindestens Ende 2030. Trotz des aktuellen Stillstands bleibt das Projekt Teil der Entwicklung im Mediaspree-Gebiet. Die geplanten Gebäude sollen das bestehende Ensemble an den Treptowers ergänzen und den Standort weiter verdichten.
Quelle: AGROMEX GmbH
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5 Kommentare
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„Auf dem Baufeld des Projekts „Molecules Berlin“ in der Fanny-Zobel-Straße wirkt die Baustelle ruhig.“
Das ist ein Witz oder? Defacto passiert hier seit 10 Jahren außer die „Gestaltung derBauzäune“ und ausbuddeln einer Grube gar nichts.
Das ist doch nichts anderes als Spekulation mit einem Grundstück in 1A Lage.
Schau Mal bei Street View, ist von 2022 🤣🤣🤣
Es ist widerlich, wie auch hier jede Lücke geschlossen wird. Als ob Berlin nicht bereits genug ungenutzten Büroraum hätte. Das ist ein massloses, allein von vermeintlichen Profiten getriebenes jahrzehntelanges Versagen von Politik und Stadtentwicklung in allen Stadtbezirken, das Berlins urbane Räume unwiederbringlich zerstört.
Jegliche derartige Vorhaben sollten blockiert bleiben, bis der Steglitzer Kreisel vollständig vermietet ist.
Wie kommst Du darauf, dass hier weiterer „ungenutzter“ Büroraum entsteht? Wo steht das?
Wäre schön, wenn der Bauherr die Promenade wieder freigegeben würde. Wenn eh nichts auf der Baustelle passiert…