An der Gallusanlage 8 im Frankfurter Bahnhofsviertel ist mit dem Projekt „GA8“ ein neues Hochhausensemble geplant, das Wohnen, Arbeiten und öffentliche Nutzungen kombiniert. Zwei schlanke Türme und ein stark öffentlicher Sockel sollen den Stadtraum an den Wallanlagen neu ordnen und beleben.

Das geplante Hochhausensemble „GA8“ entsteht mit Wohnturm und Büroturm auf einem abgestuften Blockrandsockel. Im Erdgeschoss und in den Sockelgeschossen entstehen öffentlich zugängliche Nutzungen wie Gastronomie, Kulturangebote und Begegnungsräume, die den Stadtraum an den Wallanlagen beleben sollen. / © Visualisierung: HEIDE – Ferdinand Heide Architekten, Nightnurse Images

© Visualisierungen: HEIDE – Ferdinand Heide Architekten, Nightnurse Images

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Mit dem Projekt „GA8“ entsteht an der Gallusanlage 8 ein neues Hochhausensemble, das aus einem Büro- und einem Wohnturm besteht. Beide Baukörper sind schlank proportioniert und stehen auf einem abgestuften Blockrandsockel, wodurch sie sich in die Umgebung einfügen und zugleich städtebauliche Präsenz zeigen. Ziel ist es, die Nachbarschaft nicht zu verstellen, sondern das bestehende Ensemble im Bahnhofsviertel zu stärken.

Der Wohnturm ist leicht gegenüber dem Block versetzt und setzt damit einen bewussten Akzent im Stadtraum. Gleichzeitig wertet das seitlich angeordnete Sockelwohnen den Jürgen-Ponto-Platz auf, während eine öffentlich zugängliche Hochhauskrone dem Projekt eine identitätsstiftende Wirkung verleiht.

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Öffentlicher Sockel entlang der ehemaligen Wallanlagen in Frankfurt: Nutzungsvielfalt und neue Aufenthaltsqualitäten

Der Sockel des Ensembles ist eng mit dem Stadtraum verzahnt und bildet einen zentralen Bestandteil des Entwurfs. Entlang der Wallanlagen sind öffentliche Nutzungen vorgesehen, die Kunst, Kultur und Begegnung miteinander verbinden und so neue Aufenthaltsqualitäten schaffen. Transparenz und Durchlässigkeit prägen dabei die Gestaltung.

Über sieben Geschosse entwickelt sich im Sockel eine vertikale Abfolge aus Terrassen, Dachgärten und offenen Lufträumen. Diese Bereiche öffnen sich nach außen und nach oben, wodurch eine Verbindung zwischen urbanem Raum und landschaftlichen Elementen entsteht.

Der Canyon im Sockelbau an der Gallusanlage: Eine vertikale Promenade als öffentliches Herz des Projekts

Im Zentrum des Sockels liegt der sogenannte Canyon, der die Geschosse visuell und räumlich miteinander verbindet. Entlang dieser vertikalen Raumfigur sind Ausstellungsflächen, Veranstaltungsbereiche, Gastronomie, Fitnessangebote und Co-Working-Zonen angeordnet, sodass eine Nutzung über den gesamten Tag hinweg möglich ist.

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Eine Abfolge aus Treppen und Galerien erschließt den Canyon und führt entlang einer begrünten Kernwand nach oben. Diese Vegetationswand greift das Motiv des Canyons auf und überträgt es ins Gebäudeinnere, wodurch eine ruhige und zugleich urbane Atmosphäre entsteht.

Hotel, Büro und Wohnen im Hochhaus GA8 in Frankfurt: Flexible Nutzungen und klare funktionale Trennung

Das Ensemble umfasst ein Vier-Sterne-Hotel mit rund 250 Zimmern, das eng mit den öffentlichen Bereichen verbunden ist. Ergänzend entstehen Konferenz- und Veranstaltungsflächen sowie gastronomische Angebote, die sowohl Gästen als auch Besuchern offenstehen.

Der Büroturm bietet flexible Grundrisse mit hohen Raumhöhen und teilbaren Einheiten. Im Wohnturm entstehen geförderte und freifinanzierte Wohnungen mit Loggien, während gemeinschaftlich nutzbare Dachgärten das Angebot ergänzen.

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Nachhaltigkeitskonzept des Hochhausprojekts GA8 in Frankfurt: Energieeffizienz, Kreislaufdenken und Begrünung

Das Nachhaltigkeitskonzept verfolgt einen integralen Ansatz, der Energie, Wasser und Materialien gemeinsam betrachtet. Photovoltaikanlagen an Fassade und Dach erzeugen einen wesentlichen Teil des Stroms direkt vor Ort, während interne Wärmeflüsse gespeichert und wiederverwendet werden.

Begrünte Dächer, Regenwassernutzung und effiziente Gebäudetechnik reduzieren den Ressourcenverbrauch und verbessern das Mikroklima. So entsteht ein Hochhausensemble, das technische Innovation mit ökologischer Verantwortung verbindet.

Der Wohnturm setzt einen städtebaulichen Akzent nahe dem Jürgen-Ponto-Platz, während der Büroturm flexible Arbeitsflächen bietet und sich das Ensemble in die bestehende Skyline einfügt. / © Visualisierung: HEIDE – Ferdinand Heide Architekten, Nightnurse Images

Quellen: Ferdinand Heide Architekten Planungsgesellschaft mbH

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