Nächster Meilenstein für ein ambitioniertes Hochhausprojekt im Berliner Zentrum: Auf dem brachliegenden Grundstück an der Jannowitzbrücke soll der 27-geschossige „Central Tower“ von HB Reavis die städtebauliche Ordnung neu definieren und das Umfeld beleben. Die Entwurfsphase hat nun begonnen, mehrere Architektenteams machen sich an die Arbeit, um das künftig 105 Meter hohe Gebäude mit gestalterischen Ideen zu beleben. 

Visualisierung Außenbereich des Central Towers

Visualisierung des geplanten Central Tower an der Jannowitzbrücke in Berlin Mitte, der auf einem derzeit ungenutzten Grundstück entstehen soll. Die Entwurfsphase für das Projekt hat offiziell begonnen. / © Visualisierung: Dorte Mandrup architects

© Visualisierungen: Dorte Mandrup architects

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Wo seit Jahren keine bauliche Entwicklung vorangekommen ist, soll auf einem brachliegenden Grundstück zwischen Stralauer Straße, Alexanderstraße und Schicklerstraße künftig der „Central Tower“ entstehen. Das Vorhaben des Entwicklers HB Reavis sieht ein 27 geschossiges Hochhaus mit gemischter Nutzung vor, das die städtebauliche Struktur an der Jannowitzbrücke neu ordnen und das Umfeld beleben soll.

Da der Standort direkt an den Gleisen der Stadtbahn liegt, möchten die Planenden ein Gebäude schaffen, das sowohl architektonische Akzente setzt als auch die Herausforderungen der Lage aufgreift. HB Reavis plant dafür einen Nutzungsmix aus Büros, Gastronomie, Einzelhandel und temporärem Wohnen. Nun geht das Projekt in die nächste Phase, wie das Unternehmen heute mitgeteilt hat.

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Hochhausprojekt „Central Tower“ in Berlin-Mitte: Entwurfsphase hat begonnen

Die Entwurfsphase für das geplante Hochhaus an der Jannowitzbrücke in Berlin hat nach Angaben von HB Reavis nun begonnen. Ein international ausgezeichnetes Planungsteam hat den Designprozess offiziell gestartet und beim Kick-off-Workshop die nächsten Schritte vereinbart.

In der Auftaktveranstaltung wurden Arbeitsabläufe synchronisiert, Erwartungen abgeglichen und Prioritäten für die kommenden Monate festgelegt, so das Unternehmen. Ziel ist es, die Entwurfsarbeit zügig voranzutreiben und die Grundlagen für die anschließende Genehmigungs- und Ausführungsplanung zu schaffen.

Architektenteams sind gefragt: Dorte Mandrup, Werner Sobek, hhpberlin und DGI Bauwerk

Am Projekt sind unter anderem folgende Büros beteiligt: Dorte Mandrup (Entwurfsarchitektur), DGI Bauwerk Gesellschaft von Architekten mbH (Generalplanung & Ausführungsarchitektur), Werner Sobek AG (Tragwerksplanung), Sweco (TGA & Nachhaltigkeit), GuD Geotechnik und Dynamik Consult GmbH (Geotechnik), hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH (Brandschutz) sowie Lützow 7 Müller Wehberg Landschaftsarchitekten PartGmbB (Landschaftsarchitektur).

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Das Konsortium wird nun die detaillierte Entwurfsphase weiterentwickeln; weitere Projektetappen und Termine sollen in den kommenden Monaten bekanntgegeben werden. Wie das künftige, rund 105 Meter hohe Gebäude an der Jannowitzbrücke einmal aussehen wird, könnte nach Abschluss der Entwurfsphase etwas deutlicher werden.

Eines der ambitioniertesten Hochhausprojekte in der Berliner Innenstadt wird in den kommenden Monaten also einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Realisierung nehmen. Auf die jeweiligen Entwürfen darf man sehr gespannt sein.

Visualisierung Außenbereich des Central Towers

Darstellung des Sockelbereichs des künftigen Central Tower, der gastronomische Angebote, soziale Nutzungen und begrünte Terrassen aufnehmen wird. / © Visualisierung: Dorte Mandrup architects

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Quellen: HB Reavis, Bezirksamt Mitte, BVV Berlin-Mitte, Dorte Mandrup A/S, Ausschuss für Stadtentwicklung und Facility Management Bezirk Berlin-Mitte

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9 Kommentare

  1. Max 8. April 2026 at 15:13 - Reply

    Es gab einen sehr guten Entwurf, aber mit der Kappung durch das „Bau“Kollegium geht der nicht mehr.

    Da war ein grossartiger Dachgarten und eine gestaltete Spitze vorgesehen. Jetzt kommt wieder ein niedriger Klotz, egal welche Architekten.

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/zu-voluminos-und-zu-hoch-kritik-an-115-meter-hochhaus-an-der-jannowitzbrucke-in-berlin-mitte-wachst-11724773.html

    • a.t 8. April 2026 at 16:07 - Reply

      Ja, man mag nicht weiter darüber nachdenken…Irgendwie besteht der Drang aus jedem Schlanken noch ein Pummelchen machen zu wollen. Vor allen Dingen ist die einst kolportierte Fernsehturm-Konkurrenz-Nummer gar nicht nachvollziehbar, wenn man bedenkt , dass „Der Berliner“inclusive des gesamten Alex-Hochhaus-Ensembles mit bis zu 150m Höhe nahezu 5mal näher zum Fernsehturm stehen und fast soetwas wie eine Rückwand zu diesem bilden.

      Anstelle von HB Reavis würde ich den untenrum trotzdem vielleicht wie einen 150er behandeln…für den Tag, an dem diese Limits bröckeln werden. Denn das werden sie entgegen aller jetzigen Quakerei.

      Bei der nächsten Fassaden-Reko in 50 Jahren können sie, oder wer auch immer den dann besitzt, nochmal 50m oben raufpacken… :)… Mal davon abgesehen, dass man bei den reingerechneten Sicherheiten später ohnehin noch etwas oben „zugeben“ könnte.

  2. a.t 8. April 2026 at 16:10 - Reply

    Btw, was macht eigentlich HB Reavis‘ „PLTFRM“?….. Hat sich „ausgeofficet“ oder wie?…..
    Verständlich wäre es, denn wer will schon noch Büros dieser Tage.

  3. g-man 8. April 2026 at 16:54 - Reply

    Mit’m schönen Fluchtkern auf dem Mittelstreifen der Stralauer oder auf dem Dreieck an der Stralauer/Alexanderstr. hätte man podiumtechnisch viel mehr dort rausholen können…

    • Sigrid Beier 9. April 2026 at 06:49 - Reply

      Ja, auch ich fand den alten Entwurf sehr viel schöner! Nun wieder ein nichtssagender, langweiliger, viereckicker „Bauklotz“. Schade. Auch der Dachgarten war eine tolle Idee.

  4. Böhme 9. April 2026 at 01:09 - Reply

    Die ganze Abstrusität der Entscheidung des so genannten Baukollegiums wie auch die Bedenken des Landesdenkmalamts zeigt sich daran: Das Gebäude in dem durch Max in Bezug genommenen Entwurfs sollte 115 Meter betragen, jetzt darf es nur noch eine Höhe von 105 Metern haben. Es geht also um zehn Meter. Man hat also den Ausgangsentwurf über 115 Meter hinsichtlich des einzig architektonisch interessanten Oberteils wegen zehn Metern (!!!) kastriert!?!

    Ich hätte ja noch verstanden, wenn man bei den ursprünglichen 68 Metern hätte bleiben wollen. Aber das?!?

    Und was hat der Entwurf über 115 Meter mit der Parochialkirche, dem Stadthaus und dem Roten Rathaus zu tun. Der Hochhausbau würden die Sichtachsen auf diese Gebäude aus Richtung Holzmarktstraße nicht stören. Und das ist die einzig maßgebliche Sichtachse. Vis-a-vis des Bauplatzes stehen drei Wohnhochhäuser mit 18 Stockwerken, Ecke Holzmarktstraße/Lichtenberger Straße zwei Wohnhochhäuser mit 22 Stockwerken, die aus allen anderen Sichtachsen als der Holzmarktstraße die Sichtachsen auf Rotes Rathaus, Stadthaus und Parochialkirche stören.

    Unabhängig davon ist die Planung wegen des „Sockels“ ohnehin Unfug. Wer soll dort angelegte Geschäfte besuchen? Der Bau liegt weit ab vom Alex und einige hundert Meter entfernt vom Alexa, dazwischen gibt es keine Gebäude, die die dortige Geschäftswelt mit einer solchen im Sockel des geplanten Baus verbinden könnten.

    Das Grundproblem Berlins: Die Stadt hat Senatsbaudirektoren, Senatoren für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, ein Baukollegium (schafft endlich diese Schwätzercombo ab!), unglaublich viele Beteiligungsverfahren für alle möglichen hauptberuflichen Wichtigtuer, aber die Stadt hat in Wirklichkeit überhaupt keine echte Planung, wohin sie will! Sie ist und bleibt einfach genauso provinziell, wie sie mal von Edzard Reuter, dem Vorstandsvorsitzenden von damals DaimlerChrysler in den 90ern des letzten Jahrhunderts, mit den Worten „Berlin wird geführt wie Klein-Posemuckel“ beschrieben hat. Manchmal hat man das Gefühl, dass die ganzen Provinzpolitiker im Senat, erst Recht in den Bezirken auf ihre piefig-miefige Kleinbürgerlichkeit und Provinzialität stolz sind!

    Und das Irre: Gleichzeitig ist man nicht in der Lage, den Menschen genügend Wohnraum und Mietpreise auf Provinzniveau zu bieten!

    • Vater List 9. April 2026 at 14:10 - Reply

      Sehr treffend beschrieben!
      Die ganzen städtebulichen Wichtigtuer (also die „Fachleute“ in Entscheidungsgremien) in Berlin quatschen alles zu Brei. Und am Ende kommt wieder quadratsich, praktisch, öde raus: alles austauschbar, langweilig, uninspiriert, seelen- und mutlos – einfach grauenhaft.
      In 20 Jahren werden wir über Abriss und Neubau diskutieren.

  5. Suppe 9. April 2026 at 01:53 - Reply

    Der alte, höhere Entwurf war doch ganz gut. Berliner Baukollegium halt…kann man nicht verstehen.

  6. Michael 10. April 2026 at 14:46 - Reply

    Wetten, dass dann wieder ein Türmchen bei herauskommt, mit stehenden Fenstern, like jedes Motel 1? 100 Fachleute haben sich geeinigt, die übrigens einen Haufen Geld kosten! Und dann wird es ein Kompromiss, wie er inzwischen an jeder Ecke in Berlin steht!

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