Das Hochhaus am Alexanderplatz ist im Stadtbild längst präsent, nun hat das Projekt auch offiziell einen Namen. Covivio stellt mit „030BLN“ die Identität des 130 Meter hohen Towers vor und konkretisiert zugleich Nutzung und Konzept. Die Fertigstellung bleibt für 2027 angesetzt.

Zu sehen ist der „Covivio Tower“, der am Alexanderplatz weiter in die Höhe wächst und sich zunehmend im Stadtraum abzeichnet.

Am Alexanderplatz wächst der Covivio Tower, der nun den Namen „030BLN“ trägt, weiter in die Höhe und wird zunehmend im Stadtbild von Berlin-Mitte sichtbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild / Visualisierung: Covivio

ANZEIGE

Am Alexanderplatz ist der Rohbau des neuen Hochhauses seit Monaten Teil der neuen Berliner Skyline. Nun hat Covivio den bisher nur als „Covivio Tower“ bekannten Neubau offiziell benannt: Das Projekt trägt künftig den Namen „030BLN“. Parallel zeigen neue Visualisierungen, wie das fertige Projekt einmal aussehen soll.

  • Projektname: 030BLN
  • BezirkBerlin-Mitte
  • Adresse: Alexanderstraße 6, 10178 Berlin
  • Nutzung: Mixed-use-Hochhaus (Büros, Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie, Kita)
  • Bauherr: Covivio
  • Höhe: rund 130 Meter, 33 Geschosse
  • Fertigstellung: voraussichtlich Ende 2027

Das Gebäude entsteht in direkter Nachbarschaft zum Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz und zählt mit rund 130 Metern Höhe zu den markanten neuen Hochpunkten im Umfeld des Platzes. Die bauliche Präsenz ist bereits deutlich im Stadtraum ablesbar, die Fassadenarbeiten haben begonnen.

Detail der Fassade am Hochhaus Covivio Tower am Alexanderplatz mit modernen Elementen.

Die Fassade des Covivio Tower wird montiert und zeigt die künftige Struktur des Hochhauses. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

ANZEIGE

Hochhaus am Alexanderplatz: Nutzungsmix im vertikalen Stadtquartier

Das Konzept des 030BLN folgt der Idee eines gemischten Hochhauses. Insgesamt umfasst das Projekt rund 60.000 Quadratmeter Mietfläche. Den größten Anteil nehmen dabei flexible Büro- und Co-Working-Flächen ein, die sich über etwa 29.900 Quadratmeter und 23 Etagen erstrecken. Die Grundrisse sind so konzipiert, dass sie unterschiedliche Arbeitsmodelle vom Einzelbüro bis zu offenen Kollaborationsbereichen ermöglichen.

Im Sockelbereich entstehen rund 13.800 Quadratmeter für Einzelhandel und Gastronomie. Diese Flächen sind weitgehend auf eine starke Publikumsfrequenz ausgelegt und sollen den Alexanderplatz zusätzlich beleben.

Ergänzt wird das Nutzungskonzept durch mehr als 300 Einheiten für Urban Living, die als möblierte, serviceorientierte Wohnangebote im Zentrum der Stadt vorgesehen sind. Die Wohnungen werden allerdings sehr kompakt konzipiert; zusätzliche Gemeinschaftsbereiche für Gäste können bei Bedarf separat hinzugebucht werden.

ANZEIGE

Die Visualisierung zeigt, wie die Innenräume des neuen Hochhauses am Alexanderplatz aussehen könnte.

Die Innenräume sind offen und flexibel geplant, mit klar gegliederten Strukturen und einem Nutzungskonzept, das unterschiedliche Arbeits- und Aufenthaltsformen ermöglichen soll. / © Visualisierung: Covivio

Dachterrasse als öffentlicher Aufenthaltsraum über der Stadt

Ein besonderer Bestandteil des Projekts ist die rund 2.500 Quadratmeter große Dachterrasse, die als multifunktionaler Außenraum konzipiert ist. Sie soll nicht nur Erholung bieten, sondern auch für Veranstaltungen, Gastronomieformate und gemeinschaftliche Nutzungen zur Verfügung stehen. Ergänzt wird das Angebot durch Bereiche für Urban Gardening sowie Sitz- und Aufenthaltszonen mit Blick über die Berliner Innenstadt.

Die Dachfläche ist als öffentlich zugänglicher oder zumindest teilöffentlich nutzbarer Raum gedacht und soll das Nutzungsspektrum des Gebäudes über die klassischen Hochhausfunktionen hinaus erweitern. Für den Zugang ist allerdings eine vorherige Reservierung für einen Tisch im Gastrobereich vorgesehen.

ANZEIGE

Zudem soll zwischen dem Hochhaus und dem benachbarten Hotel Park Inn bis 2029 eine neue begrünte Passage entstehen, die den Alexanderplatz direkt mit der Alexanderstraße verbindet.

030BLN: Die Visualisierung zeigt den Dachgarten als intensiv begrünte Aufenthaltsfläche mit unterschiedlichen Zonen für Erholung und Begegnung.

Der Dachgarten ist als intensiv begrünte Aufenthaltsfläche mit unterschiedlichen Zonen für Erholung, Austausch und Urban Gardening konzipiert und eröffnet weite Ausblicke über die Berliner Innenstadt. / © Visualisierung: Covivio

„030BLN“: Architektur mit Bezug zum Stadtraum

Mit dem 030BLN setzt sich die Transformation des Alexanderplatzes fort, die die Berliner Skyline sichtbar verändert und den zentralen Stadtraum weiterhin zu einem der meistdiskutierten Entwicklungsorte der Hauptstadt macht.

Die architektonische Gestaltung stammt von Sauerbruch Hutton, Studio Aisslinger und AGL Architekten. Der Entwurf will auf eine prägnante Fassadensprache sowie eine bewusst vielschichtige Innenstruktur setzen, die unterschiedliche Nutzungen und Aufenthaltsqualitäten zusammenführt und den städtischen Kontext vertikal interpretiert.

Auch der Projektname ist Teil dieses konzeptionellen Ansatzes. Seine Bedeutung erschließt sich dabei unmittelbar: „030“ verweist auf die Berliner Vorwahl, „BLN“ auf die internationale Abkürzung der Stadt – eine durchaus naheliegende, wenn auch nicht besonders überraschende Namenswahl. Der Titel soll damit sowohl die lokale Verankerung als auch die internationale Ausrichtung des Hochhauses unterstreichen.

Ein Blick auf den Alexanderplatz, zeigt den „Covivio Tower“ im Bau und daneben den Fernsehturm als prägendes Wahrzeichen der Berliner Mitte.

Der wachsende „Covivio Tower“ verändert die städtebauliche Wirkung des Alexanderplatzes und lässt eine neue Hochhauskulisse entstehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Die Visualisierung zeigt, wie das Hochhaus am Alexanderplatz einmal aussehen soll.

Mit einer geplanten Höhe von rund 130 Metern entsteht das Hochhaus direkt am Alexanderplatz im Bezirk Berlin-Mitte und prägt künftig die dortige Skyline. / © Visualisierung: Covivio

Quellen: Covivio

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

8 Kommentare

  1. Nathan 29. Mai 2026 at 10:54 - Reply

    wow, endlich hat sich jemand einen noch schlechteren Projektnamen einfallen lassen als „The Playce“ – gut gemacht, Marketing-Team!

    • Böhme 29. Mai 2026 at 18:11 - Reply

      Och nö! „The Playce“ ist ein Anglizismus, 030BLN nicht. Der Name ist zwar nicht besonders originell, aber verbindet das Gebäude definitiv mit der Stadt!

      Wusste gar nicht, dass das Gebäude nur 130 Meter hoch wird! Schade!

  2. Immer diese Gier 29. Mai 2026 at 22:33 - Reply

    Urban Living ?
    Also winzige Wohnungen mit schäbigen billig Möbeln zu astronomisch hohen „Mieten“ ?
    Wow.
    Davon brauchen wir bestimmt mehr.

  3. Löwe 30. Mai 2026 at 06:54 - Reply

    Zitat: „Im Sockelbereich entstehen rund 13.800 Quadratmeter für Einzelhandel und Gastronomie.“

    Meine Hoffnung ist hier vor allem die Entstehung von Cafes, mit Außenbereich was dem Platzflair sehr zugute kommen würde. Ideal wären noch Theater, Kino, Veranstaltungsorte um weiter die Nutzung des Platzes angemessen Rechnung zu tragen.

    Dagegen, der Worst-case Kontrast – der öffentliche obere Teil des Sockels wird von Dealern und Taschendieben bestimmt, gekoppelt mit Leerstand und Sachbeschädigung – der Alex gilt als Kriminalitätsschwerpunkt. Um hier entgegen zusteuern müßte es wohl einen Sicherheitsdienst geben, zusätzlich sollte darauf geachtet werden das sich eine gemischtes Angebot ansiedelt. Bestärkt werden potenzielle negative Entwicklungen durch die Kaufkraft und Tourismus welche sich voraussichtlich nur verlagern würden von andern Orten. Und all dem hektischen Menschenströmen und Angeboten steht gegenüber Wohnungen mit Mietern die sich Ruhe wünschen.

    • Ewald Karl 30. Mai 2026 at 12:50 - Reply

      „Dagegen, der Worst-case Kontrast – der öffentliche obere Teil des Sockels wird von Dealern und Taschendieben bestimmt, gekoppelt mit Leerstand und Sachbeschädigung – der Alex gilt als Kriminalitätsschwerpunkt.“

      Ihr Post ist ein schönes Beispiel dafür, was passiert, wenn man die Realität nur noch aus Medien oder Serien wahrnimmt.
      Es ist nicht besonders realistisch, dass man auf dem Dachgarten eines privaten Geschäftshauses Drogen verkaufen kann. Es ist völlig unrealistisch, dass es in diesem Gebäude keinen Wachdienst geben könnte.
      Dass der Alexanderplatz von Drogenverkäufen geprägt sei, ist mir bei meinen vielen hunderten Besuchen noch nicht aufgefallen. Weder bei Saturn noch Galeria, weder bei C&A noch dm wurden mir in der Vergangenheit Drogen angeboten oder Gegenstände von Taschendieben entwendet.

      • Morgenstern Jürgen 31. Mai 2026 at 09:43 - Reply

        Ich bin da voll bei Ihnen. Der Alexanderplatz hat einen schlechten Ruf, aber so oft ich da bin, unterscheidet er sich nicht von vergleichbaren Plätzen irgendwo in Deutschland oder Europa. Ich denke, die gebetsmühlenartige Wiederholung dieses Narrativs durch gewisse Medien prägt die öffentliche Wahrnehmung. Der Alexanderplatz hat ein Potenzial und ich hoffe, 030BLN führt ihn in die richtige Richtung.

    • a.t. 1. Juni 2026 at 13:00 - Reply

      Die Hochhäuser werden den Platz befrieden.

  4. a.t. 1. Juni 2026 at 13:21 - Reply

    Es ist und bleibt der 130m wegen ein Pummelchen, gekleidet in tosender Fassadenlangeweile einschl. nicht minder tumber Gebäudegeometrie…..Kann einer mal die Zeitmaschine auf Vorspulen setzen?!

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.