Die Skyline am Alexanderplatz verändert sich weiter. Beim Hochhaus 030BLN ist nun eine entscheidende Bauphase abgeschlossen. Gleichzeitig nennt Covivio neue Details zu Technik, Vermietung und Fertigstellung.

Das Hochhaus 030BLN soll mit seinem breiten Sockel direkt an den Alexanderplatz anschließen. Der Turm hat inzwischen seine finale Höhe von 133 Metern erreicht. / © Visualisierung: Covivio
© Titelbild: Covivio
Am Alexanderplatz hat eines der derzeit größten Hochhausprojekte Berlins seine endgültige Höhe erreicht. Der Gebäudekern des 030BLN ragt nun 133 Meter über den Platz. Bis zur Eröffnung bleibt auf der Baustelle allerdings noch einiges zu tun.
- Bezirk: Berlin-Mitte
- Standort: Alexanderstraße 6, 10178 Berlin
- Projektstatus: Im Bau
- Nutzung: Büros, Urban Living, Einzelhandel, Gastronomie und weitere Angebote
- Höhe: 133 Meter
- Geschosse: 33
Das Hochhaus umfasst 33 Geschosse; der Rohbau des zugehörigen Sockelgebäudes ist bereits fertig. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts plant Covivio weiterhin für die zweite Jahreshälfte 2027. Der aktuelle Stand markiert zugleich den vorläufigen Abschluss einer langen Entwicklung. Bereits 2021 begann auf dem Grundstück der Tiefbau. Es folgten die Kellergeschosse des Covivio-Hochhauses, später die Montage der ersten Fassadenelemente am 030BLN. Erst Ende Mai 2026 gab Covivio dem zuvor meist als Covivio Tower bezeichneten Projekt offiziell den Namen 030BLN.
Hochhaus 030BLN verbindet Büros, Wohnen und Einzelhandel
In dem Gebäude soll ein ungewöhnlich breiter Nutzungsmix einziehen. Insgesamt entstehen rund 60.000 Quadratmeter Mietfläche. Vorgesehen sind Büros, Einzelhandel, Gastronomie und rund 300 Urban-Living-Einheiten. Die Büroflächen konzentrieren sich vor allem im Turm, während Wohnungen und öffentliche beziehungsweise gewerbliche Angebote stärker den Sockel prägen. Die Architekten von Sauerbruch Hutton beschreiben das Projekt als Verbindung aus Bürohochhaus sowie Wohn- und Geschäftsgebäude.
Auch bei der Vermietung nennt Covivio erstmals einen konkreten aktuellen Stand: Rund 65 Prozent der Retailflächen seien bereits vergeben. Zum Konzept gehören außerdem mehr als 20 Konferenz- und Besprechungsräume sowie Gemeinschaftsbereiche.

Zum 030BLN am Alexanderplatz gehört eine rund 2.500 Quadratmeter große Dachterrasse mit Grünflächen, Sportmöglichkeiten, Gastronomie und Veranstaltungsbereichen. / © Visualisierung: Covivio
Solarfassade und Erdwärme: Technik im 133 Meter hohen 030BLN
Auf dem Sockel soll eine rund 2.500 Quadratmeter große Dachterrasse mit Sportangeboten, Urban Gardening, Bar und Veranstaltungsflächen entstehen. Zwischen 030BLN und dem benachbarten Park Inn ist zudem eine begrünte, öffentlich zugängliche Passage geplant. Sie soll ab 2029 Alexanderplatz und Alexanderstraße miteinander verbinden.
Eine Besonderheit steckt in der Gebäudehülle. Bereits im Sommer waren am 030BLN erstmals Photovoltaik-Elemente an der Fassade zu sehen. Covivio bezeichnet den Neubau nun als erstes mehr als 60 Meter hohes Hochhaus in Deutschland mit einer in die Fassade integrierten Photovoltaikanlage. Weitere Module kommen auf das Dach. Insgesamt sind 864 Photovoltaikmodule vorgesehen, die nach Angaben des Unternehmens künftig rund 120.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen sollen.
030BLN-Hochhaus geht jetzt in die Ausbauphase
Für Wärme und Kühlung nutzt das Gebäude außerdem 54 thermisch aktivierte Bohrpfähle. Sie verwenden das Erdreich als Wärmetauscher. Beim Einbau der Aufzüge kommt das autonome Robotik-System R.I.S.E. von Schindler zum Einsatz. Die Planung von Sauerbruch Hutton sieht zudem Kastenfenster vor, die eine natürliche Belüftung des Hochhauses ermöglichen.
Damit beginnt nach dem Höhenwachstum nun vor allem die Phase des Fassaden- und Innenausbaus. Der jüngste Abbau zweier Baukräne am 030BLN hatte diesen Übergang bereits Anfang September sichtbar gemacht.
030BLN: Hochhaus am Alexanderplatz
Quellen: Covivio, Projektseite 030BLN, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Sauerbruch Hutton
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9 Kommentare
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Was Berlin benötigt sind nicht hässliche umweltfeindliche Büro-Hochhäuser mit ein psar unerschwinglichen Alibi-Wohnungen in ohnehin verdichteten Bezirken, wie am Alex, die ggf als Zweit- und Drittwohnungen genutzt werden und die mühsam über Jahrzehnte herangezüchtetet Vogelfauna behindern und vernichteb, sondern
BEZAHLBARE WOHNUNGEN FÜR BERLINERINNEN UND BERLINER.
Diese Monsterbauten a la Babylon-Berlin
gehören als erste ENTEIGNET und zu Wohnungen umgebaut.
Quatsch nicht, der Alex braucht Hochhäuser! Ohne deine Vogelfauna würde das Pankower Tor mit hunderten Wohnungen schon seit 20 Jahren existieren.
Und das Tempelhofer Feld und der Güterbahnhof Greifswalder und…
Enteignungsfantasien werdeng garantiert nicht dazu führen, dass irgendwer noch die Muße hat mühsam Stein auf Stein zu legen, Estrich und Strom zu verlegen, Fenster einzubauen zu produzieren etc etc etc.
Wenn du günstige Wohnungen für Berliner möchtest, solltest du diejenigen die Wohnungen bauen, planen, ausstatten – schlicht: Die Leute die ARBEITEN entlasten und nicht dafür sorgen, dass sie Leute die keinen Bock haben zwanghaft mitfinanzieren müssen.
Völlig richtig, dass Berlin bezahlbare Wohnungen für den Durchschnittsbürger braucht! Da könnten wir ja uns mal über die Zugezogenen unterhalten, denen übrigens vorrangig kraft Gesetzes Wohnraum zuzuweisen ist! Aber mit Sicherheit braucht Berlin keinen „bezahlbaren“ Wohnraum am Alex (was heißt eigentlich „bezahlbar“? Für Mulitmillionäre, -millardäre wird der Wohnraum bezahlbar sein!)!
Dieter hat vollkommen Recht!
Das ging ja flott, fehlt nur noch ein Bild von dem Bau.
Enteignung? Nun ja die vielen Wohnungen zu verkaufen war ein Fehler, aber wer soll die Milliarden Entschädigung denn bezahlen, Sie? Sie sind wahrscheinlich, wie so viele und gegen alles und wünschen sich sich alte Zeiten zurück. Ich würde ne Randbebauung fürs Tempelhofer Feld vorschlagen mit nem Central Park in der Mitte. Kann dem Schotter + Betonbahnen nix abgewinnen. Was soll an dem schönem Alex sonst stehen? Von mir auch richtige Hochhäuser. Denn die Größe spielt ne Rolle lol
Nein, die Wohnungen zu verkaufen, war überhaupt kein Fehler, sondern Folge der katastrophalen Haushaltslage Berlins, und …! Wowereit war gestern bei Maischberger und hat den Verkauf als Fehler bezeichnet. Wowereit setzt seine Regierungspolitik fort und redet Unsinn. Sarrazin, der den Verkauf betrieb, hatte, wie in den meisten andern Punkten auch, recht!
Die Wohnungen hatten niedrige Mieten, weil aus politischen Gründen (man wollte ja wiedergewählt werden), niemand die Mietpr1!eise der „kommunalen“ Wohnungen erhöhen wollte! Die Mieten trugen mithin keine Sanierungsmaßnahmen, weshalb die Wohnungen in einem erbärmlichen Zustand waren! Irgendwann ist der Sanierungsstau dann so groß, dass man schlicht zwingend was tun muss! Und das wäre zum Zeitpunkt des Verkaufs spätestens der Fall gewesen. Nur: Die aus rein politischen Gründen niedrige gehaltenen Mieten hätten Sanierungsmaßnahmen nicht finanzieren können! Die völlig verschuldete Stadt hätte Milliarden an Steuermitteln aufbringen müssen, um die Bruchbuden zu finanzieren. Stattdessen hat man die Wohnungen unter der Auflage einer umfassenden Sanierungspflicht verkauft! Dass die DW sich anschließend gegebenenfalls an die vertragliche Sanierungspflicht nicht gehalten hat, ist eine andere Frage!