In Berlin befinden sich mehrere Hochhäuser in einer fortgeschrittenen Planungsphase. Die Übersicht zeigt Standorte, Höhen, Nutzungen und aktuelle Verfahren.
Blockdammweg
„Molecules Berlin“
„Hines Tower“
„Central Tower Berlin“
„BRING“
Cecilienplatz
„KF62“
Helene-Weigel-Platz
Märkische Allee 160a
Hohensaatener Straße 18
Jan-Petersen-Straße
Getränke Hoffmann am Tierpark
„Spektrum“
„Siemens Energy Campus“
© Titelbild / Visualisierung: Dorte Mandrup architects
Berlin plant weiter in die Höhe. Neben den Hochhäusern, die bereits gebaut werden, gibt es zahlreiche Projekte mit konkreten Entwürfen, Investoren, laufenden Bebauungsplanverfahren oder bereits erteilten Vorbescheiden.
Einige Türme könnten in den kommenden Jahren tatsächlich gebaut werden, andere brauchen noch politische Beschlüsse, Genehmigungen oder neue Finanzierungsentscheidungen. ENTWICKLUNGSSTADT zeigt die wichtigsten Hochhäuser in Berlin mit realistischen Chancen auf Umsetzung.
Blockdammweg: Hochhaus mit rund 200 Wohnungen geplant

Ein Bauzaun mit Hinweisschild sichert das Gelände der früheren Tankstelle am Blockdammweg in Lichtenberg gegen unbefugten Zutritt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Bezirk: Lichtenberg
- Adresse: Blockdammweg 2, 6 / Köpenicker Chaussee 22, 10317 Berlin
- Geschosse: rund 11 Vollgeschosse plus Staffelgeschosse
- Nutzung: Wohnen und ergänzende Gewerbeflächen
- Wohnungen: rund 200
- Status: Bebauungsplanverfahren läuft
Am Blockdammweg in Karlshorst soll auf dem Gelände einer ehemaligen Tankstelle ein neues Hochhaus mit rund 200 Wohnungen entstehen. Zuvor waren im Projekt „BLOCKBUSTER Berlin“ an dieser Stelle vor allem moderne Büroflächen mit Gastronomie, Hotel und Forschung geplant.
Die Tankstelle wurde inzwischen vollständig zurückgebaut, das Grundstück liegt derzeit brach. Nach Angaben des Bezirksamts steht die Schließung direkt mit der geplanten Neubebauung in Zusammenhang. Ziel ist es nun, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig ergänzende gewerbliche Nutzungen in das Projekt zu integrieren. Damit gehört das Vorhaben zu den größeren Wohnungsbauprojekten, die derzeit in Lichtenberg vorbereitet werden.
Grundlage der Entwicklung ist das Bebauungsplanverfahren „11-47a-2VE – Blockdammweg 2, 6 / Köpenicker Chaussee 22“. Der Bezirk wertet derzeit die Ergebnisse der frühzeitigen Beteiligung aus. Vorgesehen ist ein Hochhaus mit etwa elf Vollgeschossen und zusätzlichen Staffelgeschossen sowie einer Bruttogeschossfläche von rund 27.000 Quadratmetern. Ein konkreter Baustart steht noch nicht fest. Im laufenden Verfahren wird jedoch eine Umsetzung ab etwa 2028 angestrebt. Das Projekt zählt damit zu den Hochhausplanungen in Berlin, die bereits eine vergleichsweise konkrete wohnungswirtschaftliche Perspektive besitzen.
„Molecules Berlin“: Zukunft des Hochhaus-Projekts an den Treptowers bleibt offen

Die Visualisierung zeigt das „Molecules Berlin“ von der Spreeseite mit Blick auf die geplanten Hochhäuser an den Treptowers in der Fanny-Zobel-Straße. / © Visualisierung: AGROMEX Invest GmbH
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: Fanny-Zobel-Straße, 12435 Berlin
- Höhe: rund 100 und 110 Meter
- Gebäude: drei Türme
- Nutzung: Wohnen, Hotel, Apartments
- Status: Baustelle ruht, neue Planungen, Abstimmungen und Vergaben laufen
An den Treptowers in Alt-Treptow liegt das Projekt „Molecules Berlin“. Geplant sind drei Türme mit Wohnungen, Hotelnutzung und Apartments. Die Baugrube ist bereits hergestellt, ein sichtbarer Hochbau findet derzeit jedoch nicht statt. In den vergangenen Jahren wurden die Planungen mehrfach überarbeitet. Die Zahl der Wohnungen stieg deutlich an, gleichzeitig wurden Grundrisse und Nutzungskonzepte angepasst.
Auf eine Anfrage von ENTWICKLUNGSSTADT erklärt Entwickler AGROMEX GmbH, der Bau des „Molecules Berlin“ sei nach wie vor nicht gestoppt. Vielmehr laufen im Hintergrund komplexe Verhandlungen. Auf Grundlage dieser überarbeiteten Planung wurden im Dezember 2025 die Abstimmungen mit dem Bezirk weiter vertieft; diese dauern aktuell noch an, heißt es vom Entwickler.
„Monarch Tower“: 150-Meter-Hochhaus bleibt planungsrechtlich möglich

Große Pläne: So sollte der „Monarch Tower“ am Alexanderplatz in Berlin-Mitte eines Tages aussehen. Aktuell steht das Projekt aber seit Jahren still. / © Visualisierung: Bewocon PORR Ortner & Ortner
- Bezirk: Mitte
- Adresse: Grunerstraße 20 / Ecke Alexanderstraße, 10179 Berlin
- Höhe: 150 Meter
- Nutzung: überwiegend Wohnen, ergänzende Nutzungen
- Status: Baugenehmigung liegt vor, Baustelle ruht
Der „Monarch Tower“ am Alexanderplatz zählt zu den bekanntesten Hochhausprojekten in Berlin. Direkt neben dem Einkaufszentrum Alexa soll ein 150 Meter hoher Turm entstehen. Vier Untergeschosse und der Rohbau bis zur Bodenplatte sind bereits fertiggestellt. Danach kam das Projekt zum Stillstand. Trotz des sichtbaren Stillstands bleibt die planungsrechtliche Grundlage weit fortgeschritten: Der rechtskräftige Bebauungsplan erlaubt auf dem Grundstück ein Hochhaus mit rund 42.000 Quadratmetern Geschossfläche.
Offen bleibt, wer das Projekt künftig weiterführt. Die bisherige Projektgesellschaft der russischen Monarch Group hat infolge internationaler Sanktionen keinen gesicherten Zugang zu Finanzierungsmitteln. Zusätzlich belastet ein Streit mit dem Land Berlin über eine Vertragsstrafe das Verfahren. Gerüchte über eine Übernahme und eine mögliche Umnutzung wurden bisher nicht bestätigt. Nach aktuellem Stand gilt weiter das bestehende Baurecht mit Wohnnutzung. Eine einfache Umwandlung in ein Bürohochhaus wäre deshalb nicht ohne Weiteres möglich.
„Hines Tower“: Hochhaus am Alexanderplatz startet in neue Planungsphase

So sollte der Hines Tower am Alexanderplatz nach früheren Planungen einmal aussehen. Die künftige Form des Gebäudes ist noch offen. / © Visualisierung: Hines Immobilien GmbH
- Bezirk: Mitte
- Adresse: Alexanderplatz, nördlicher Grundstücksbereich
- Höhe: rund 150 Meter
- Nutzung: Wohnen, ergänzende Nutzungen
- Projektentwickler: Hines
- Status: Plananpassung und Öffentlichkeitsbeteiligung
Der „Hines Tower“ am Alexanderplatz gehört ebenfalls zu den viel diskutierten Hochhausplanungen in Berlin. Das Projekt geht auf den Hochhaus-Masterplan für den Alexanderplatz zurück und soll rund 150 Meter hoch werden. Über viele Jahre verhinderten schwierige technische Rahmenbedingungen eine Umsetzung. Besonders der Baugrund gilt als anspruchsvoll, weil unterirdische Anlagen der BVG, Tunnel und Sicherheitsanforderungen die Gründung des Hochhauses erschweren.
Nun kam zuletzt wieder Bewegung in das Verfahren. Hines, die BVG und das Land Berlin treiben die Planung erneut voran. Eine wichtige Änderung betrifft die Position des Gebäudes: Der Turm soll nicht mehr im Blockinneren entstehen, sondern auf einer bislang unbebauten Fläche im nördlichen Teil des Grundstücks. Nutzungsmix und Nutzfläche sollen grundsätzlich erhalten bleiben. Damit rückt das Hochhaus wieder näher an eine mögliche Realisierung und würde den Alexanderplatz als Hochhausstandort weiter prägen.
„Central Tower Berlin“: Hochhaus an der Jannowitzbrücke wird konkretisiert

Visualisierung des geplanten Hochhaus-Projektes Central Tower an der Jannowitzbrücke in Berlin-Mitte. Die Entwurfsphase für das Projekt hat offiziell begonnen. / © Visualisierung: Dorte Mandrup architects
- Bezirk: Mitte
- Adresse: Stralauer Straße / Alexanderstraße / Schicklerstraße, Nähe Jannowitzbrücke
- Höhe: rund 105 Meter
- Geschosse: etwa 27
- Nutzung: Büros, Gastronomie, Einzelhandel, Kurzzeitwohnen, medizinische Nahversorgung
- Projektentwickler: HB Reavis
- Architektur: Dorte Mandrup
- Status: Entwurfsphase läuft
Der „Central Tower Berlin“ soll auf einer Brache an der Jannowitzbrücke entstehen. Der rund 105 Meter hohe Turm ist als gemischt genutztes Hochhaus geplant. Vorgesehen sind Büroflächen, Gastronomie, Einzelhandel, Kurzzeitwohnen und Angebote für medizinische Nahversorgung. Der Standort liegt direkt an der Stadtbahn und gehört zu einem Bereich, der städtebaulich neu geordnet werden soll.
Das Projekt befindet sich bereits in der Entwurfsphase. Geplant sind flexible Grundrisse, begrünte Dach- und Fassadenflächen sowie ein Regenwassermanagement zur Verbesserung des Mikroklimas. Im Sockel sollen öffentliche Nutzungen und Terrassenflächen entstehen. Damit gehört der „Central Tower Berlin“ zu den konkreteren geplanten Hochhäusern in Berlin-Mitte.
„BRING“: Hochhausprojekt an den ehemaligen Ringbahnhöfen Neukölln

Nach Jahren des Stillstands zeichnet sich für das Großprojekt „BRING“ (ehemals „Ringbahnhöfe Neukölln“) an der Ringbahn eine neue Perspektive ab. / © Visualisierung: Wehrhahn Architekten
- Bezirk: Neukölln
- Adresse: Bereich Hertabrücke / Karl-Marx-Straße / S-Bahnhof Neukölln
- Höhe: rund 60 und 40 Meter
- Nutzung: Wohnen, studentisches Wohnen, reduzierte Büroflächen
- Status: Neuausrichtung nach Insolvenz
Das frühere Projekt „Ringbahnhöfe Neukölln“ wird unter dem Namen „BRING“ neu ausgerichtet. Nach der Insolvenz der früheren Projektgesellschaften will die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder die Entwicklung vorantreiben. Axa Investment Managers soll die Projektsteuerung übernehmen. Auf dem rund 18.000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Hertabrücke und Karl-Marx-Straße sind weiterhin zwei Hochhäuser mit etwa 60 und 40 Metern Höhe vorgesehen.
Inhaltlich verschiebt sich das Projekt deutlich. Statt eines starken Büro- und Sondernutzungsanteils soll der Wohnanteil steigen. Bis zu 1.000 Wohnungen sind im Gespräch. Mindestens 30 Prozent müssten nach dem Berliner Modell als geförderte Wohnungen entstehen. Kritik gibt es weiter an möblierten Apartments, Mikroapartments und studentischem Wohnen. Dennoch gilt das Projekt wieder als aktiv, weil es nach Jahren des Stillstands eine neue Trägerstruktur und eine neue planerische Perspektive gibt.
Cecilienplatz: Über 200 Wohnungen sollen Problemstandort ersetzen

Die Visualisierung zeigt das geplante Wohnprojekt von Primus am Cecilienplatz in Hellersdorf mit über 200 neuen Wohnungen und Gewerbeflächen. / © Visualisierung: Primus Immobilien AG
- Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
- Adresse: Cecilienplatz 10 und 12, 12619 Berlin
- Nutzung: Mietwohnungen, Nahversorgung, Gewerbe
- Projektentwickler: Primus Immobilien AG
- Status: Grundstück erworben, Baugenehmigung vorhanden
Am Cecilienplatz in Kaulsdorf-Nord soll eines der größeren Wohnungsbauprojekte im Bezirk entstehen. Die Primus Immobilien AG hat die Grundstücke Cecilienplatz 10 und 12 erworben und plant dort mehr als 200 Mietwohnungen. Das Areal wird seit Jahren durch die Ruine der ehemaligen Cecilienpassagen geprägt. Leerstand, Vandalismus und wiederholte Brände machten den Standort zu einem der bekanntesten Problemgrundstücke in Marzahn-Hellersdorf.
Nun soll die Fläche vollständig neu entwickelt werden. Geplant sind Wohnungen mit rund 13.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Im Erdgeschoss sind ein Lebensmittelmarkt und weitere Nahversorgungsangebote vorgesehen. Darüber hinaus plant Primus gemeinschaftliche Einrichtungen für die Bewohner, darunter begrünte Außenbereiche, eine Dachterrasse und einen Fitnessraum. Nach Angaben des Unternehmens liegt für das Vorhaben bereits seit längerer Zeit eine Baugenehmigung vor.
„KF62“: Neues Hochhaus an der Kurfürstenstraße geplant

Visualisierung des Siegerentwurfs im städtebaulichen Werkstattverfahren „KF62“: Der Entwurf von kister scheithauer gross sieht auf der Fläche hinter dem „Hotel Berlin, Berlin“ ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnen und Gewerbe vor.
- Bezirk: Mitte
- Adresse: Kurfürstenstraße / Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße, 10785 Berlin
- Höhe: bis zu 60 Meter
- Nutzung: Wohnen, geförderter Wohnraum, Gewerbe, Büroflächen
- Architektur: ksg architekten und stadtplaner
- Status: städtebauliches Werkstattverfahren abgeschlossen
Mit „KF62“ ist an der Kurfürstenstraße ein weiteres Hochhausprojekt in Berlin-Mitte geplant. Das Grundstück hinter dem Hotel „Berlin, Berlin“ wird bisher vor allem als Parkplatz genutzt. Eigentümerin ist die Pandox Berlin GmbH. Auf rund 5.700 Quadratmetern soll ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen. Die planerische Grundlage bildet ein städtebauliches Werkstattverfahren.
Der Siegerentwurf von ksg architekten sieht eine klare Aufteilung vor. Wohnen und Gewerbe sollen jeweils etwa die Hälfte der Flächen einnehmen. An der Westseite ist ein Büroturm mit bis zu 60 Metern Höhe geplant. Die Wohngebäude erreichen sechs bis zehn Geschosse. Auf rund 14.500 Quadratmetern Wohnfläche könnten etwa 200 Wohnungen entstehen, rund ein Drittel davon gefördert. Damit würde die Kurfürstenstraße einen weiteren Hochpunkt erhalten.
Helene-Weigel-Platz: Streit um Hochhäuser in Marzahn hält an

So könnten die neuen Wohngebäude am Helene-Weigel-Platz in Berlin-Marzahn künftig aussehen. Die Darstellung basiert auf einer vorläufigen Konzeptstudie. / © Visualisierung: Ten Brinke Group B.V
- Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
- Adresse: Helene-Weigel-Platz, 12681 Berlin
- Geschosse: zuletzt 11 bis 13 im Gespräch
- Nutzung: Wohnen, Gewerbe, Nahversorgung
- Status: Bebauungsplanverfahren läuft
Am Helene-Weigel-Platz wird seit Jahren über eine Nachverdichtung diskutiert. Dort sollen neue Wohngebäude entstehen. Frühere Entwürfe sahen Hochhäuser mit deutlich mehr Geschossen vor. Nach Protesten und Diskussionen wurden die Planungen mehrfach verändert.
Inzwischen begleitet ein Beirat die Verfahren. Die zuletzt vorgestellten Varianten sehen niedrigere Gebäude mit elf bis 13 Geschossen vor. Dennoch bleibt offen, welche Form die Bebauung am Ende tatsächlich erhält. Der Konflikt zwischen Wohnungsbau und dem Wunsch nach Erhalt der bestehenden Platzstruktur ist weiterhin nicht gelöst.
Märkische Allee 160a: 16-geschossiges Hochhaus für Studenten

In Marzahn ist ein Hochhaus an der Märkischen Allee 160a mit 16 Geschossen geplant. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
- Adresse: Märkische Allee 160a, 12681 Berlin
- Höhe: bis zu 55,8 Meter
- Geschosse: 16
- Nutzung: studentisches Wohnen, medizinisches Versorgungszentrum, Apotheke, Kiezcafé, Fitness, Spätkauf, Imbiss
- Status: Genehmigungsverfahren läuft
An der Märkischen Allee 160a ist ein 16-geschossiges Wohnhochhaus geplant. Das Projekt richtet sich vor allem an Studierende. Vorgesehen sind 574 Wohneinheiten sowie ergänzende Nutzungen im Erdgeschoss und in unteren Bereichen. Dazu zählen ein medizinisches Versorgungszentrum, eine Apotheke, ein Kiezcafé, Fitness- und Gesundheitsflächen, ein Spätkauf und ein Imbiss.
Der Bauantrag wurde bereits eingereicht, das Genehmigungsverfahren läuft. Nach Angaben des Bezirks sind noch Änderungen an den Unterlagen erforderlich. Erst wenn alle Nachweise vollständig vorliegen, beginnt die Entscheidungsfrist.
Hohensaatener Straße 18: Wohnquartier mit bis zu 17 Geschossen in Marzahn

Die Baustelle an der Hohensaatener Straße in Marzahn: Erste Erdarbeiten für den geplanten Neubau mit 375 Wohnungen haben begonnen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
- Adresse: Hohensaatener Straße 18, 12679 Berlin
- Geschosse: bis zu 17
- Nutzung: Wohnen, Gewerbe, Grün- und Spielflächen
- Status: Grundstück vorbereitet, Bauvorhaben konkretisiert
An der Hohensaatener Straße 18 plant die Gewobag ein neues Wohnquartier mit 375 Wohnungen. Die Gebäude sollen in U-Form entstehen und unterschiedliche Höhen erreichen. Der höchste Bauteil umfasst bis zu 17 Geschosse. Im Erdgeschoss sind Gewerbeflächen vorgesehen, darüber liegen Wohnungen. Ein begrünter Innenhof soll ausschließlich den Bewohnern zur Verfügung stehen.
Ein großer Teil der Wohnungen ist als geförderter Wohnraum vorgesehen. Rund 80 Prozent der Einheiten sollen einer Mietpreis- und Belegungsbindung unterliegen. Geplant sind Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Größen von etwa 30 bis über 90 Quadratmetern. Zusätzlich entstehen Grün- und Spielflächen, 60 Pkw-Stellplätze und 766 Fahrradstellplätze. Das Projekt ersetzt eine bisherige Ladenpassage und soll die Nahversorgung im Erdgeschoss erhalten.
Jan-Petersen-Straße: Hochhaus ersetzt ehemaliges Carré Marzahn

Der Blick über das Gelände in der Jan-Petersen-Straße 14/18 in Marzahn zeigt leerstehende Gebäude, Bauzäune und ungenutzte Flächen, auf denen künftig ein Neubau mit Hochhaus entstehen soll. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
- Adresse: Jan-Petersen-Straße, 12679 Berlin
- Geschosse: 11 und 6
- Nutzung: Wohnen, Gewerbe, Tiefgarage
- Status: Planung konkretisiert, Genehmigung erwartet
An der Jan-Petersen-Straße soll auf dem Gelände des ehemaligen Carré Marzahn ein neues Wohnprojekt entstehen. Das Areal liegt zwischen Bürgerpark Marzahn und Blumberger Damm. Der Standort ist gut angebunden, zugleich seit Jahren ungenutzt und sichtbar verfallen. Geplant sind zwei Baukörper mit elf und sechs Geschossen, eine Tiefgarage und rund 840 Quadratmeter Gewerbeflächen im Erdgeschoss.
Der Schwerpunkt liegt auf kompakten Wohnungen. Viele Einheiten sollen Ein-Zimmer-Apartments mit Größen zwischen 24 und 31 Quadratmetern werden. Ergänzend sind Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen vorgesehen. Insgesamt könnten bis zu 428 Wohnungen entstehen. Das Projekt kommt ohne öffentliche Förderung aus und richtet sich vor allem an Singles und Paare mit stabilen Einkommen. Der Bezirk sieht in dem Vorhaben eine Chance, einen problematischen Standort neu zu ordnen.
Getränke Hoffmann am Tierpark: Hochhaus in Lichtenberg geplant

Getränke Hoffmann in Friedrichsfelde: Für das Grundstück an der Sewanstraße / Am Tierpark in Lichtenberg liegt ein Bauvorbescheid für ein Wohn- und Geschäftshaus vor. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Bezirk: Lichtenberg
- Adresse: Am Tierpark 82, 10319 Berlin
- Geschosse: 10
- Nutzung: Wohnen, Getränkemarkt im Erdgeschoss
- Status: positiver Bauvorbescheid, keine Baugenehmigung
Am Standort von Getränke Hoffmann am Tierpark in Lichtenberg liegt ein positiver Bauvorbescheid für ein zehngeschossiges Wohn- und Geschäftshaus vor. Die bestehende eingeschossige Bebauung soll dafür weichen. Im Erdgeschoss soll wieder ein Getränkemarkt entstehen, sodass die Nahversorgung am Standort erhalten bleiben könnte.
Der Bauvorbescheid ersetzt jedoch keine Baugenehmigung. Geprüft wurden bisher einzelne bauplanungsrechtliche Fragen wie Nutzung, Maß der baulichen Nutzung, Baukörperhöhe und Bauweise. Die abschließende Bewertung folgt erst im späteren Baugenehmigungsverfahren. Ein wichtiger Punkt bleibt die Nähe zur U-Bahn-Linie U5. Die BVG wurde im Vorbescheidsverfahren nicht beteiligt, soll aber im weiteren Verfahren einbezogen werden.
„Spektrum“: Hochhaus für temporäres Wohnen auf dem LUXWERK-Areal

Mit dem Projekt „Spektrum“ entsteht in Spandau an der Nonnendammallee ein neues Hochhaus auf dem LUXWERK-Areal. Der Neubau ergänzt die Entwicklung der Siemensstadt und schafft temporäre Wohnangebote für Fachkräfte als Teil des großen Bauens in Spandau. / © Visualisierung: Eike Becker Architekten
- Bezirk: Spandau
- Adresse: Nonnendammallee / LUXWERK-Areal
- Höhe: rund 51,5 Meter
- Geschosse: 15
- Nutzung: temporäres Wohnen für Fachkräfte, Monteure und Projektteams
- Architektur: Eike Becker Architekten
- Status: Planung als Teil der LUXWERK-Entwicklung konkretisiert
Mit „Spektrum“ soll auf dem früheren Osram-Glaswerk in Spandau ein 15-geschossiger Turm für Wohnen auf Zeit entstehen. Das rund 51,5 Meter hohe Gebäude ergänzt das LUXWERK-Areal an der Nonnendammallee. Anders als klassische Hotels richtet sich das Projekt nicht an Touristen, sondern an Fachkräfte, Monteure und Projektteams. Hintergrund ist der wachsende Bedarf an temporären Unterkünften im Umfeld der Siemensstadt.
Das frühere Glaswerk wird seit 2021 schrittweise zu einem Standort für Produktion, Forschung und kreative Nutzungen entwickelt. Der denkmalgeschützte Bestand wird saniert, parallel entstehen neue Gebäude. David Chipperfield Architects verantworten den Masterplan und den Umgang mit dem Bestand, Eike Becker Architekten entwerfen den Neubau „Spektrum“. Der Turm soll die Transformation des Areals ergänzen und die gewerbliche Entwicklung im Westen Berlins unterstützen.
„Siemens Energy Campus“: Drei neue Türme für den Standort Moabit

Visualisierung des geplanten Siemens Energy Campus in Berlin-Moabit: Das Ensemble aus drei Gebäuden mit einem bis zu 67,5 Meter hohen Turm soll bis 2029 neue Büro-, Forschungs- und Innovationsflächen schaffen. / © Visualisierung: MAX DUDLER
- Bezirk: Mitte
- Adresse: Sickingenstraße / Wiebestraße, Berlin-Moabit
- Höhe: bis 67,50 Meter
- Geschosse: bis 17
- Nutzung: Büros, Forschung, Innovation Center, Labore, Konferenzzentrum, Food Court
- Architektur: Max Dudler
- Fertigstellung: Mitte 2029
In Moabit plant Siemens Energy ein neues Hochhausensemble auf einem Parkplatz am Rand des bestehenden Werksgeländes. Der Entwurf stammt von Max Dudler und sieht drei unterschiedlich hohe Türme vor. Der höchste Baukörper erreicht 17 Geschosse und 67,50 Meter. Zwei niedrigere Baukörper mit vier und sechs Geschossen ergänzen die Silhouette. Ein gemeinsamer Sockel verbindet das Ensemble.
Geplant sind rund 25.000 Quadratmeter Geschossfläche. Der Campus soll Büros, Forschungsflächen, Labore, ein Innovation Center, Vorstandsbereiche, ein Konferenzzentrum und einen Food Court bündeln. Die Architektur nimmt Bezug auf die historischen Industriebauten der Umgebung, darunter die Turbinenhalle von Peter Behrens. Für das Tragwerk sind CO₂-reduzierter Beton und Holz-Beton-Hybriddecken vorgesehen. Hinzu kommen Dachbegrünung, ein begrüntes Atrium und Geothermie über Energiepfähle.
„WoHo“: Kehrtwende beim Hochhaus am Anhalter Bahnhof

Visualisierung: So könnte der Neubau „WoHo“ wirken, wenn man von der Schöneberger Straße darauf blickt. / © Visualisierung: Mad Arkitekter
- Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
- Adresse: Schöneberger Straße 21/22, 10963 Berlin
- Höhe: rund 98 Meter
- Geschosse: 29
- Nutzung: 60 Prozent Wohnen, 25 Prozent Gewerbe, 15 Prozent soziale Infrastruktur
- Status: Bebauungsplan gebilligt
Am Anhalter Bahnhof hat das Hochhaus-Projekt „WoHo“ eine entscheidende Hürde genommen. Die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg stimmte in einer Sondersitzung am 4. Juni 2026 doch für das Vorhaben. Zuvor war eine Abstimmung am 28. Mai gescheitert. Damals hatten Linke, SPD und FDP gegen das Projekt votiert, die CDU enthielt sich. Weil zwei Grünen-Verordnete fehlten, wurde die Entscheidung vertagt. In der Sondersitzung waren alle Grünen anwesend. Zudem wechselte die CDU ihre Linie und stimmte dem Projekt zu.
Der Bebauungsplan schafft nun die Grundlage für die Neuordnung des Areals an der Schöneberger Straße. Geplant ist ein rund 98 Meter hohes Holz-Hybridhochhaus mit 29 Geschossen. Vorgesehen sind Wohnen, Gewerbe, soziale Infrastruktur, öffentliche Nutzungen sowie Dachflächen mit gemeinschaftlichen Angeboten. Rund 60 Prozent der Flächen sollen auf Wohnen entfallen. Ein Baustart folgt aus dem Beschluss jedoch noch nicht automatisch. Weitere Planungsschritte, konkrete Ausführung und mögliche Auflagen bleiben Teil des Verfahrens.
Quellen: Abgeordnetenhaus Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Bezirksamt Mitte, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Bezirksamt Neukölln, Bezirksamt Lichtenberg, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, HB Reavis, Dorte Mandrup, Sweco, Hines, Bewocon, PORR, Ortner & Ortner, UTB Projektmanagement, Mad Arkitekter, Wehrhahn Architekten, Axa Investment Managers, Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder, Pandox Berlin, ksg architekten und stadtplaner, ISSS, bauchplan, Gewobag, CRX Real Estate, Greystar, Ten Brinke, Getränke Hoffmann, LUXWERK, Aventos Group, Eike Becker Architekten, David Chipperfield Architects.
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