Ein weiterer Abschnitt des Berliner Mauerwegs ist fertiggestellt: Zwischen Japaneck und Lichterfelder Allee wurde eine rund zwei Kilometer lange Strecke ertüchtigt. Damit ist mehr als die Hälfte des Gesamtprojekts umgesetzt, das die historische Wegeverbindung zwischen Berlin und Brandenburg schrittweise aufwertet.

Das Gesamtprojekt zur Qualifizierung des Berliner Mauerwegs umfasst die schrittweise Ertüchtigung des rund 160 Kilometer langen Rundwegs entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und soll bis 2028 abgeschlossen werden. / © Grafik: Grün Berlin GmbH
© Titelbild: Konstantin Börner
Berlin-Teltow: Der Ausbau des Berliner Mauerwegs schreitet weiter voran. Ende Juni 2026 wurde der siebte Teilabschnitt zwischen Japaneck und Lichterfelder Allee offiziell fertiggestellt.
Die rund zwei Kilometer lange Strecke verläuft entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und verbindet heute den Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit der brandenburgischen Stadt Teltow. Damit ist ein weiterer Abschnitt des insgesamt rund 16 Kilometer umfassenden Projekts abgeschlossen.
- Gesamtumfang: ca. 160 km Berliner Mauerweg
- Bislang umgesetzt: mehr als 50 % der geplanten Teilabschnitte
- Abgeschlossen (u. a.): Jenbacher Weg, Schlesischer Busch–Lohmühle, Grünzug am Buschgraben, Ruppiner Chaussee, Japaneck–Lichterfelder Allee
- In Umsetzung: Hahneberg (Spandau), Köppchensee (Pankow)
- In Planung: Wilhelmsruh, Schönwalde-Glien sowie weitere Schadstellenbeseitigungen
- Gesamtfertigstellung der laufenden Maßnahmen: bis 2028 geplant
Ausbau des Mauerwegs: Berlin und Brandenburg arbeiten zusammen
Bei einem Termin vor Ort machten sich unter anderem Staatssekretär Andreas Kraus sowie Staatssekretär Dr. Severin Fischer ein Bild vom Fortschritt. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Brandenburg sowie der Verwaltung wurde die Bedeutung des Mauerwegs als Erinnerungs- und Freiraum betont. Der Weg sei zugleich Geschichtsort und Verbindungslinie zwischen zwei Bundesländern.
Auch Teltows Bürgermeister André Freymuth hob die länderübergreifende Zusammenarbeit hervor. Das Projekt zeige, wie gemeinsame Planung zwischen Berlin und Brandenburg funktioniere. Begleitet wird der Ausbau durch die landeseigene Grün Berlin GmbH, die für die Umsetzung und Qualifizierung des Weges verantwortlich ist.

Neue Orientierungstafeln entlang des Abschnitts vermitteln mit historischem Bildmaterial und mehrsprachigen Texten die Geschichte der Berliner Mauer und erleichtern zugleich die räumliche Orientierung auf dem Weg. / © Foto: Konstantin Börner
Abschnitt in Berlin-Teltow ist fertig: Aufwertung für Alltag
Neben der reinen Wegeertüchtigung wurde der Abschnitt auch infrastrukturell verbessert. Neue Sitzbänke, Abfallbehälter und Informationsstelen sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen. Letztere vermitteln anhand historischer Materialien die Geschichte der Berliner Mauer und ordnen den Ort im städtischen Raum ein. Zudem wurden elf neue einheimische Gehölze gepflanzt, um die ökologische Qualität des Abschnitts zu stärken.
Ein Teil der Bauarbeiten setzte auf die Wiederverwendung vorhandener Materialien. So konnten Betonrandsteine teilweise erhalten und wieder eingebaut werden. Auch der Baustellenverkehr wurde durch diese Vorgehensweise reduziert.
160 Kilometer Erinnerung: Lückenloses Wegenetz entsteht
Mit dem neuen Abschnitt wächst das zusammenhängende Wegenetz im Südwesten der Stadt auf fast acht Kilometer. Der Ausbau schließt direkt an bereits fertiggestellte Bereiche an und verbessert damit die Durchgängigkeit des Mauerwegs deutlich. Insgesamt ist inzwischen mehr als die Hälfte der geplanten Teilstücke umgesetzt.
Das Gesamtprojekt basiert auf einem Senatsbeschluss aus dem Jahr 2019 und ist bis 2028 angelegt. Für die Qualifizierung des rund 160 Kilometer langen Mauerwegs stehen insgesamt 12,39 Millionen Euro zur Verfügung, finanziert überwiegend aus Mitteln der GRW-Tourismusförderung.
Quellen: Grün Berlin GmbH
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