Der Hines-Tower am Alexanderplatz nimmt die nächste Hürde. Der Senat stimmt dem Bebauungsplan zu, bis zu 380 Mietwohnungen sind in dem Hochhaus nun möglich.

Berlin, Alexanderplatz, Hochhäuser

Ein weiterer Hochpunkt für den Alexanderplatz: Das geplante Hines-Hochhaus soll die markante Silhouette des Berliner Zentrums ergänzen. / © Visualisierung: CommerzReal AG

© Titelbild: Foto: Wikimedia Commons, Rainer Lück, CC BY-SA 3.0 / Skizze: ENTWICKLUNGSSTADT mit KI (schematische Darstellung, endgültige Architektur steht noch nicht fest)

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Beim seit Jahren geplanten Hines-Tower am Alexanderplatz kommt wieder Bewegung in das Verfahren. Nach dem Beschluss des Berliner Senats äußert sich nun auch der Projektentwickler selbst zu seinen Plänen. Dabei wird deutlich: Hines will das Hochhaus nach einer politischen Zustimmung zügig weiterentwickeln – und setzt inzwischen deutlich stärker auf Wohnungen.

  • Bezirk: Mitte
  • Adresse: Alexanderplatz 3, 10178 Berlin
  • Geplante Höhe: 150 Meter
  • Mögliche Wohnungen: bis zu 380 Mietwohnungen

Das Hines-Hochhaus am Alexanderplatz hat innerhalb weniger Monate mehrere entscheidende Schritte im Planverfahren durchlaufen. Vom 23. März bis 24. April 2026 lag der Entwurf des Bebauungsplans I-B4a-3 öffentlich aus. Am 25. August folgte der Beschluss des Berliner Senats. Damit ist das Verfahren allerdings noch nicht abgeschlossen. Der Plan muss im zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen beraten werden und anschließend die Zustimmung des Abgeordnetenhauses erhalten.

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Hines-Hochhaus braucht noch die Zustimmung des Abgeordnetenhaus

Für Hines hat der Senatsbeschluss dennoch besonderes Gewicht. Das Unternehmen erklärt, dass die formalen Verfahrensschritte abgeschlossen seien und auch der städtebauliche Vertrag notariell beurkundet worden sei. Aus Sicht des Projektentwicklers fehlt damit vor allem noch die politische Zustimmung zu den ausgehandelten Grundlagen. Erst wenn das Abgeordnetenhaus das notwendige Planungsrecht schafft, kann Hines die weitere Planung auf eine verbindliche Grundlage stellen.

Alexander Möll, Head of Northern & Central Europe bei Hines, wertet den aktuellen Stand als positives Signal für das seit vielen Jahren vorbereitete Projekt. Nach Angaben des Unternehmens will Hines die Möglichkeit, am Alexanderplatz bis zu 380 Mietwohnungen zu schaffen, zügig weiterverfolgen und dafür auch in die nächste Planungsphase investieren.

Hines-Tower könnte bis zu 380 Mietwohnungen erhalten

Deutlich konkreter wird inzwischen die mögliche Nutzung des Hochhauses. Insgesamt sieht die Planung für den Turm eine Geschossfläche von knapp 50.000 Quadratmetern vor. Der Bebauungsplan sichert zunächst nur einen Mindestwohnanteil von rund 2.400 Quadratmetern Geschossfläche. Gleichzeitig lässt er jedoch wesentlich mehr Wohnen zu.

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Oberhalb des Sockelbereichs können bis zu rund 38.000 Quadratmeter Geschossfläche für Wohnungen genutzt werden, rechnerisch ist damit ein Wohnanteil von knapp 77 Prozent möglich. Hines beziffert das mögliche Potenzial auf bis zu 380 Mietwohnungen. Damit könnte Wohnen einen erheblichen Teil des künftigen Hines-Towers ausmachen. Festgelegt ist diese Verteilung allerdings noch nicht. Nach Angaben des Senats soll die genaue Mischung aus Wohnen und Gewerbe erst im weiteren Planungsprozess bestimmt werden.

Das Geschäftshaus „die mitte“ am Alexanderplatz in Berlin-Mitte, neben dem der rund 150 Meter hohe Hines-Tower mit bis zu 380 Mietwohnungen geplant ist.

Das Geschäftshaus „die mitte“ am Alexanderplatz wurde bereits 2009 fertiggestellt. Auf der nördlich angrenzenden Fläche plant Hines den rund 150 Meter hohen Hines-Tower mit einer Mischung aus Wohnen und Gewerbe. / © Foto: Wikimedia Commons, Rainer Lück, CC BY-SA 3.0

Alexanderplatz: Fast 77 Prozent des Hochhauses für Wohnungen

Damit unterscheidet sich die aktuelle Perspektive deutlich von früheren Planungsständen. Das Projekt war über viele Jahre stärker als Gewerbe- und Bürostandort gedacht. Nun hält Berlin bewusst verschiedene Nutzungen offen. Für Hines eröffnet das die Möglichkeit, auf die Entwicklung des Immobilienmarktes zu reagieren und einen großen Wohnanteil in zentraler Lage umzusetzen.

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Der Berliner Senat verweist zudem ausdrücklich auf einen weiterentwickelten Entwurf von Kleihues + Kleihues. Damit vollzieht das Projekt architektonisch einen deutlichen Wechsel gegenüber den früher veröffentlichten Planungen. Wie das Hochhaus in seiner endgültigen Form aussehen wird, steht dennoch noch nicht abschließend fest.

Kleihues + Kleihues prägt damit gleich mehrere Hochhausprojekte am Alexanderplatz. Das Büro verantwortet auch den Entwurf des 146 Meter hohen „The Berlinian“. Zugleich wächst mit dem Hochhaus „030BLN“ bereits ein weiterer Turm am Platz. Der Alexanderplatz erhält damit schrittweise jene vertikale Struktur, die über Jahrzehnte geplant, aber nur teilweise umgesetzt wurde.

Hines-Tower am Alexanderplatz
Hines plant am Alexanderplatz ein rund 150 Meter hohes Hochhaus mit einer flexiblen Mischung aus Wohnen und Gewerbe sowie bis zu 380 Mietwohnungen.

 

Quellen: Senatskanzlei Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Hines Immobilien GmbH

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7 Kommentare

  1. Max 27. August 2026 at 12:56 - Reply

    Ein Gletscher gibt Gas!

    • at. 27. August 2026 at 13:48 - Reply

      …wie zur Zeiten Hannibals, als er die Alpen überquerte…

  2. at. 27. August 2026 at 13:50 - Reply

    Was sagt uns oben das Bild? ….. 50m nochmal oben drauf tun dem Boxberg-Schornstein mit Kugel gar nichts.

  3. Minimalist 27. August 2026 at 16:18 - Reply

    Gibt’s auch sachliche Kommentare?

  4. Torsten Behrend 7. September 2026 at 16:48 - Reply

    Mehr Tempo und mehr Höhe wären schön, nicht nur am Alex!

  5. Torsten Behrend 7. September 2026 at 17:00 - Reply

    Mehr Tempo und mehr Höhe wären schön, nicht nur am Alex!
    Und der Saturn Sockel sollte dringend ins Gesamtkonzept einbezogen und neu gestaltet werden.
    Ich hoffe auf einen spannenden Entwurf.

  6. Löwe 12. September 2026 at 08:31 - Reply

    Das Skyline Bild des Artikels sieht soweit gut aus, die beiden Hochbauten ganz links erinnern daran, wie man es nicht macht, zu kantig und langweilig.

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