Im Frankfurter Gallus haben die Bauarbeiten für das Stadtquartier „Hellerhöfe“ im zweiten Quartal 2025 offiziell begonnen. Derzeit prägen großflächige Boden- und Tiefbauarbeiten das Gelände und schaffen die Grundlage für die künftigen Wohn- und Gewerbeflächen.

Am 15. Juli 2025 erfolgte der symbolische Spatenstich, mit dem das Bauvorhaben „Hellerhöfe“ auf der rund 60.000 Quadratmeter großen Fläche offiziell gestartet wurde. Auf dem Areal sollen bis zum Jahr 2029 ein urbanes Wohn- und Lebensquartier für etwa 1.000 Menschen sowie moderne Büro- und Einzelhandelsflächen entstehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Auf dem ehemaligen Gelände der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Frankfurter Gallus schreitet die Entwicklung des neuen Stadtquartiers „Hellerhöfe“ sichtbar voran. Nachdem im zweiten Quartal 2025 der offizielle Baubeginn erfolgt ist, haben die Arbeiten auf dem Areal inzwischen deutlich Fahrt aufgenommen.
Aktuell prägen großflächige Bodenarbeiten das Gelände, zudem haben die Tiefbauarbeiten begonnen, mit denen die baulichen Grundlagen für die künftigen Wohn- und Bürogebäude geschaffen werden.
Neues Stadtquartier „Hellerhöfe“ auf ehemaligem FAZ-Areal: 542 Mietwohnungen und Büroflächen in Planung
Das rund 60.000 Quadratmeter große Areal im Frankfurter Gallus, auf dem zuvor die Frankfurter Allgemeine Zeitung ihren Sitz hatte, wird derzeit für ein neues Stadtquartier erschlossen. Bis 2029 sollen dort etwa 1.000 Menschen in modernen Wohnungen leben.
Das Projekt realisieren die Unternehmensgruppe Bauwens in Zusammenarbeit mit dem Verlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Family Office Hopp. Geplant sind 542 neue Mietwohnungen, von denen rund 30 Prozent öffentlich gefördert werden.

So soll das Quartier „Hellerhöfe“ nach Fertigstellung aussehen. / © Visualisierung: Bauwens GmbH & Co. KG
„Hellerhöfe“ verbinden Wohnungsbau mit Bildungseinrichtungen, Büroflächen und Einzelhandel
Neben dem geplanten Wohnungsbau umfasst das städtebauliche Konzept auch umfangreiche soziale Infrastruktur. Direkt auf dem Areal sind zwei Kindertagesstätten vorgesehen, während auf einem benachbarten Grundstück der Bau einer neuen Schule geplant ist.
Ergänzt wird das Angebot durch moderne Büroflächen sowie Einzelhandels- und gastronomische Nutzungen, die das Quartier funktional erweitern und als gemischt genutzten Standort für Wohnen, Arbeiten und Versorgung im Alltag verankern sollen.
„Hellerblick“ entsteht als größtes Holz-Hybrid-Hochhaus Frankfurts mit 16 Geschossen und modernen Büroflächen
Ein zentraler Bestandteil des Quartiers ist das Bürogebäude „Hellerblick“, das größte Holz-Hybrid-Hochhaus Frankfurts. Das Gebäude entsteht an der Mainzer Landstraße und besteht aus mehreren terrassenartig aneinandergereihten Kuben.
Der geplante Büroturm umfasst 16 Geschosse und erreicht eine Höhe von rund 60 Metern. Vorgesehen sind etwa 15.000 Quadratmeter Bürofläche sowie zusätzliche 300 Quadratmeter Terrassenflächen.
Für die künftigen Nutzerinnen und Nutzer sind 85 Stellplätze für PKW sowie 237 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder eingeplant. Im Betrieb soll das Gebäude überwiegend über Geothermie beheizt und gekühlt werden, wodurch ein Großteil des Energiebedarfs abgedeckt werden kann. Die Fertigstellung des Bürogebäudes ist für das dritte Quartal 2028 vorgesehen.

Das neue Holz-Hochhaus „Hellerblick“ an der Mainzer Landstraße soll aus mehreren Kuben bestehen, die terrassenartig aneinandergereiht sind und so eine interessante Kubatur am Rand des Stadtquartiers erzeugen. / © Visualisierung: Bauwens GmbH & Co. KG
Anwohnerbedenken zu Verschattung und Mietniveau begleiten die Bauarbeiten im Quartier „Hellerhöfe“
Kritische Stimmen aus dem Stadtteil richten sich insbesondere gegen den geplanten Büroturm. Anwohnende befürchten, dass ihre Wohnungen durch den Neubau künftig verschattet werden. Zudem äußern sie Sorge, dass das Projekt das Mietniveau im Gallus weiter erhöhen und die Gentrifizierung verstärken könnte. Bereits während der Abrissarbeiten der alten FAZ– und Societätsgebäude hatte es Beschwerden über Lärmbelastung gegeben.
Trotz der geäußerten Bedenken schreiten die Bauarbeiten planmäßig voran. Derzeit stehen großflächige Bodenarbeiten und Tiefbauarbeiten im Mittelpunkt, die die Grundlage für das Quartier „Hellerhöfe“ und das Holz-Hybrid-Bürohaus „Hellerblick“ schaffen. Parallel entstehen im Gallus weitere Neubauprojekte wie „FRANKY“, „KLEYERS“ und die „Lahnwarte“, die das Viertel in den kommenden Jahren prägen werden.

Aktuell prägen großflächige Bodenarbeiten das ehemaligen Gelände der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Gallus. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Tiefbauarbeiten haben begonnen, mit denen die baulichen Grundlagen für die künftigen Wohn- und Bürogebäude geschaffen werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Bauwens GmbH & Co. KG, Hellerhöfe, Hessenschau, Frankfurter Rundschau,
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