Die „Helle Mitte“ in Hellersdorf steht vor einer möglichen Weiterentwicklung mit neuen Wohnangeboten und ergänzenden Nutzungen. Mehrere genehmigte Projekte zeigen vorhandene Potenziale, doch vielerorts hat die Umsetzung bislang noch nicht begonnen. Gleichzeitig soll das Quartier als Gesundheits- und Stadtteilzentrum gestärkt werden.

Alice Salomon Hochschule

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf plant weiterhin die Umgestaltung des Alice-Salomon-Platzes, dem zentralen Kern der „Hellen Mitte“. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und den Platz zugleich klimafest weiterzuentwickeln. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Visualisierung Titelbild: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen / Bruun & Möllers GmbH & Co.

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Im Quartier „Helle Mitte“ in Hellersdorf bestehen mehrere Möglichkeiten für zusätzlichen Wohnungsbau. Nach Angaben des Bezirks wurden für verschiedene Vorhaben bereits Baugenehmigungen erteilt, doch die Realisierung steht vielfach noch aus. Damit bleibt ein Teil der Flächen weiterhin ungenutzt oder wird nur temporär genutzt.

So sind unter anderem Boardinghäuser sowie kleinere Wohnprojekte geplant. Trotz vorhandener Genehmigungen wurde mit dem Bau bislang nicht begonnen. Damit zeigt sich ein Spannungsfeld zwischen vorhandenen Planungen und tatsächlicher Umsetzung im Quartier.

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Boardinghäuser und Wohnprojekte mit über 250 Einheiten in der „Hellen Mitte“ bislang nicht umgesetzt

Konkrete Planungen betreffen unter anderem Boardinghäuser mit 98 und 169 Nutzungseinheiten an der Janusz-Korczak-Straße. Auch an anderen Standorten wurden Projekte genehmigt, darunter ein Wohnvorhaben mit rund 30 Einheiten. Diese Projekte könnten mittelfristig zusätzlichen Wohnraum schaffen, sofern die Umsetzung erfolgt.

Darüber hinaus wurden bereits 2018 erste Genehmigungen für Boardinghäuser auf bislang brachliegenden Flächen erteilt, die später verlängert wurden. Die Flächen werden derzeit teilweise weiterhin als Parkplätze genutzt.

„Helle Mitte“: Bebauungsplan ermöglicht Wohnungsbau, setzt aber klare Grenzen für Nutzungen

Das bestehende Planungsrecht eröffnet grundsätzlich weitere Möglichkeiten für Wohnnutzungen im Quartier. Auf mehreren Grundstücken sind Wohnungen entweder allgemein oder zumindest ausnahmsweise zulässig. Allerdings hängt das tatsächliche Potenzial stark von konkreten Planungen, Wohnungsgrößen und der Nutzung durch Eigentümer ab.

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Zudem ist im Gebiet überwiegend ein Kerngebiet festgesetzt, in dem Wohnen nicht überall vorrangig vorgesehen ist. Dadurch konkurriert der Wohnungsbau mit anderen Nutzungen wie Gewerbe oder Dienstleistungen.

Quartier „Helle Mitte“: Neue Impulse für Gesundheit, Infrastruktur und öffentliche Räume geplant

Parallel verfolgt das Land Berlin das Ziel, die „Helle Mitte“ als Stadtteilzentrum weiterzuentwickeln. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Themen Gesundheit und Bewegung, die bereits heute das Profil des Quartiers prägen. Einrichtungen wie die Alice-Salomon-Hochschule und medizinische Angebote tragen dazu bei.

Zugleich sollen Leerstände reduziert und die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Programme wie „Lebendige Zentren“ sollen ab 2026 gezielt Maßnahmen zur Aufwertung des Quartiers fördern.

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Wohnungsbaupotenziale in der „Hellen Mitte“ vorhanden, Umsetzung hängt von Planung und Investitionen ab

Ob die vorhandenen Potenziale tatsächlich genutzt werden, ist derzeit offen. Neben wirtschaftlichen Faktoren spielen auch planungsrechtliche Vorgaben und Abstimmungen zwischen Eigentümern, Bezirk und Land eine entscheidende Rolle.

Gleichzeitig zeigt das Beispiel eines aktuellen Neubauprojekts mit 167 Wohnungen am nahegelegenen Theaterplatz, dass neue Wohnangebote im Umfeld realisiert werden können. Die Helle Mitte verfügt damit weiterhin über Entwicklungsmöglichkeiten, deren Umsetzung jedoch Zeit benötigt.

Quellen: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Abgeordnetenhaus Berlin

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