Die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH erhält grünes Licht für Investitionen von mehr als 1 Milliarde Euro am Heizkraftwerk Klingenberg in Lichtenberg. Der Standort soll im laufenden Betrieb zu einem Energiepark umgebaut werden.

Der Haupteingang des Heizkraftwerks Klingenberg in Lichtenberg: Der traditionsreiche Standort wird im laufenden Betrieb zu einem modernen Energiepark weiterentwickelt. / © Foto: Wikimedia Commons, Angela Monika Arnold, CC BY-SA 3.0
© Titelbild: Wikimedia Commons, Avda, CC BY-SA 3.0
Der Aufsichtsrat der BEW Berliner Energie und Wärme GmbH hat einen Investitionsrahmen von mehr als 1 Milliarde Euro für das Heizkraftwerk Klingenberg in Lichtenberg freigegeben. Das Unternehmen will den Standort im laufenden Betrieb weiterentwickeln. Geplant ist ein Energiepark mit mehreren Technologien für eine langfristig klimaneutrale Fernwärmeversorgung.
- Bezirk: Lichtenberg
- Adresse: Köpenicker Chaussee 42, Berlin-Lichtenberg
- Investitionsrahmen: mehr als 1 Milliarde Euro
- Ziel: Beitrag zur klimaneutralen Fernwärmeversorgung bis 2045
- Kohleausstieg: bis 2030 geplant
Der Standort Klingenberg gehört zu den wichtigsten Erzeugungsanlagen im Berliner Fernwärmesystem. Nach Angaben der BEW versorgt er vor allem den Osten der Stadt mit Wärme. Mit der Entscheidung des Aufsichtsrats kann das Landesunternehmen die nächsten Planungsschritte für die „Transformation des Standorts Klingenberg“ verbindlicher vorbereiten.
Heizkraftwerk Klingenberg soll Energiepark werden
Das Heizkraftwerk Klingenberg wird 2026 einhundert Jahre alt. Die BEW will das Areal an der Köpenicker Chaussee nicht stilllegen, sondern während des Betriebs zu einem Energiepark umbauen. Das Unternehmen setzt dabei auf ein Anlagenkonzept, das Versorgungssicherheit, Effizienz, CO2-freie Wärme und Wirtschaftlichkeit verbinden soll.
Zum geplanten Technologiemix gehört eine neue Kraft-Wärme-Kopplungsanlage auf Basis von Ersatzbrennstoffen. Ergänzend plant die BEW Power-to-Heat-Anlagen, wasserstofffähige Gas-Heißwassererzeuger und perspektivisch Großwärmepumpen. Diese könnten künftig Abwärme aus einem Rechenzentrum nutzbar machen.
Damit will die BEW den Standort Klingenberg breiter aufstellen. Das Unternehmen reagiert damit auf die Anforderungen der Berliner Wärmewende und auf die Entwicklung des Energiesystems. Der Umbau bleibt jedoch ein Projekt mit offenen Details: Einen konkreten Baubeginn, eine Fertigstellung und eine genaue Bauzeit nennt die BEW bislang nicht.

Eine Luftaufnahme zeigt das Heizkraftwerk Klingenberg in Berlin-Lichtenberg, das im Rahmen der „Transformation des Standorts Klingenberg“ mit Investitionen von mehr als 1 Milliarde Euro zu einem Energiepark weiterentwickelt werden soll. / © Foto: Wikimedia Commons, Toniklemm, CC BY-SA 4.0
Heizkraftwerk Klingenberg als des Klimaschutzplans
Die „Transformation des Standorts Klingenberg“ gehört zum aktualisierten Dekarbonisierungsfahrplan der BEW. Diesen hat das Unternehmen im Mai vorgestellt. Der Fahrplan sieht vor, dass die BEW bis 2030 vollständig aus der Kohlenutzung aussteigt. Bis 2045 soll die Berliner Fernwärmeerzeugung klimaneutral sein.
Die BEW versorgt nach eigenen Angaben rund 700.000 Wohnungen mit Fernwärme für Heizung und Warmwasser. Das entspricht mehr als einem Drittel der rund zwei Millionen Wohnungen in Berlin. Neben Fernwärme liefert das Unternehmen lokal erzeugte Fernkälte und bietet dezentrale Energielösungen an.
Heizkraftwerk Lichtenberg
Quelle: BEW Berliner Energie und Wärme GmbH
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2 Kommentare
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Der Kohleausstieg in Klingenberg hat bereits 2018 stattgefunden.
“ Investition“ ist eine nette Umschreibung dafür, dass eine Milliarde dafür verbrannt wird, ein modernes und effizientes Kraftwerk , das noch relativ bezahlbare Energie liefert , in einen Klimaideologie-Park zu verwandeln.
Berliner Luftschlösser werden zudem erfahrungsgemäß teuer und teurer, als erwartet !
Zahlen müssen werden den Spaß die Verbraucher, die schon jetzt meist am finanziellen Limit sind.
CO2 Neutralität muss man sich leisten können.
Deutschland ist im Niedergang und Berlin ist pleite .
Es ist beängstigend Realitätsferne nicht zu realisieren das dieses Projekt einen weitereren Sargnagel darstellt.