Der Neubau des Heinrich-Hertz-Gymnasiums am Ostbahnhof nimmt Gestalt an, doch die Finanzierung der Erstausstattung blieb lange offen. Jetzt haben sich Bezirksamt und Senatsverwaltungen auf ein Verfahren verständigt, das die fehlenden Mittel sichern soll.

Frontansicht des Heinrich-Hertz-Gymnasium Neubaus mit rot-rosa Fassade.

Der Neubau des Heinrich-Hertz-Gymnasiums am Ostbahnhof soll bereits zum 31. August 2026 an den Bezirk übergeben werden, die Schülerinnen und Schüler können jedoch erst im kommenden Jahr einziehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Der Neubau des Heinrich-Hertz-Gymnasiums am Ostbahnhof steht kurz vor der Fertigstellung. Wie die Erstausstattung des Gebäudes finanziert wird, blieb bis zuletzt offen. Nun haben sich Bezirk und Senat offenbar auf eine Lösung verständigt.

Bezirksamt, Senatsverwaltung für Finanzen und Senatsverwaltung für Bildung haben laut einem Bericht der Berliner Morgenpost einen gemeinsamen Prozess zur Bereitstellung der nötigen Mittel festgelegt. Damit klärt sich eine Frage, die seit der Planung des Neubaus im Raum stand: Wer kommt für Möbel und Ausstattung der insgesamt 784 Schulplätze auf?

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Heinrich-Hertz-Gymnasium am Ostbahnhof: Der Neubau im Überblick

Das Heinrich-Hertz-Gymnasium zieht in einen Neubau auf einem ehemaligen Parkplatz zwischen Langer Straße, Müncheberger Straße und Straße der Pariser Kommune. Rund 85 Millionen Euro kostet das Projekt, das die ZECH Hochbau AG realisiert.

Die AFF Gesellschaft von Architekten zeichnet für die Planung verantwortlich. Auf der knappen Fläche von etwa 5.700 Quadratmetern entsteht ein Gebäude für 784 Schülerinnen und Schüler, das auch Dachflächen als Aufenthaltsbereich nutzt. Eine eigene Sporthalle ist am Neubau nicht vorgesehen, den Sportflächenbedarf soll stattdessen die neue Sechs-Feld-Sporthalle an der Fredersdorfer Straße decken, die künftig von mehreren Schulen sowie dem Vereinssport genutzt werden kann.

Nach dem Umzug der Schulgemeinschaft an den neuen Standort wird am bisherigen Standort in der Rigaer Straße Platz für Grundschulplätze frei. Diese werden im Bezirk dringend benötigt. Der Neubau am Ostbahnhof erfüllt damit gleich zwei Funktionen innerhalb der Berliner Schulbauoffensive.

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Ausstattung des Schulneubaus in Friedrichshain: Ursprung der offenen Frage

Für die vollständige Erstausstattung des Neubaus veranschlagt der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg einen Bedarf von etwa 2,33 Millionen Euro. Die Finanzverwaltung stellte zunächst jedoch lediglich rund 532.030 Euro in Aussicht, und zwar nur für die 166 zusätzlichen Schulplätze, die der Neubau gegenüber dem bisherigen Standort bietet. Für den bestehenden Schülerstamm war zwischenzeitlich vorgesehen, größtenteils vorhandenes Mobiliar aus der Rigaer Straße zu übernehmen.

Schulstadtrat Andy Hehmke wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ein Teil der vorhandenen Möbel bereits sehr alt sei und einen erneuten Umzug kaum überstehen dürfte. Zugleich benötigen auch die künftigen Nutzerinnen und Nutzer des Gebäudes an der Rigaer Straße eigene Ausstattung, sodass sich die Frage der Finanzierung nicht auf einen Standort allein reduzieren ließ.

Finanzierung und Sondervermögen: Die gefundene Lösung

Nach Abstimmung der beteiligten Verwaltungen meldet das Bezirksamt nun 1,8 Millionen Euro als Investitionsmaßnahme aus dem Sondervermögen des Bundes an. Zusammen mit den bereits vom Land Berlin zugesagten rund 530.000 Euro ergibt sich eine Summe von etwa 2,33 Millionen Euro. Diese entspricht dem errechneten Gesamtbedarf für die Erstausstattung des Neubaus.

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Hehmke bezeichnete die Klärung als einen Weg, der eine zeitnahe und vollumfängliche Finanzierung ermögliche, ohne den Bezirkshaushalt zusätzlich zu belasten. Er dankte den Senatsverwaltungen für Finanzen sowie für Bildung, Jugend und Familie für den gemeinsamen Arbeitsprozess. Endgültig abgeschlossen ist das Verfahren damit allerdings noch nicht.

Zeitplan für die Schuleröffnung ab Januar 2027: Wie es weitergeht

Die bauliche Fertigstellung des Neubaus und die Übergabe an den Bezirk sind für den 31. August 2026 vorgesehen. Anschließend beginnt die Ausstattung der Räume. Zuvor muss das Bezirksamt einen entsprechenden Beschluss fassen, den danach die Senatsverwaltung für Finanzen prüft, bevor der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses am 2. September 2026 final darüber entscheidet.

Verläuft dieser Prozess wie geplant, kann der Umzug 2027 stattfinden und spätestens in den Winterferien abgeschlossen sein. Die Schulleitung hat das Bezirksamt bereits über den aktuellen Stand informiert.

Heinrich-Hertz-Gymnasium
Sporthalle Fredersdorfer Straße

Quellen: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, HOWOGE, 

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