Das Wohnungsbauprojekt von Heimstaden in der Borsigstraße verzögert sich. Statt eines Baustarts im Jahr 2024 laufen derzeit bauvorbereitende Maßnahmen, der Rohbau soll nun 2026 beginnen. Die Fertigstellung wird aktuell für Ende 2027 beziehungsweise Anfang 2028 erwartet.
© Foto Titelbild: Heimstaden / Thomas Baecker Architekten
Im Innenhof eines Bestandsgebäudes in der Borsigstraße im Bezirk Mitte plant Heimstaden seit mehreren Jahren einen Neubau mit 19 Mietwohnungen. Bereits Anfang 2023 lag die Baugenehmigung für das Projekt vor. Damals war ein Baustart für 2024 angekündigt worden. Dieser Termin wurde jedoch nicht eingehalten.
Nach Angaben des Unternehmens ist das Projekt in der Zwischenzeit planerisch weiterentwickelt worden. Priorität hatte zuletzt ein Neubauvorhaben am Spandauer Damm. Erst nach dessen Abschluss konnte laut Projektverantwortlichen auf ENTWICKLUNGSSTADT-Nachfrage der Fokus wieder auf die Borsigstraße gelegt werden. Entsprechend wurde der Zeitplan angepasst.
Zuvor hat Heimstaden in Charlottenburg mit dem Projekt „Wohnen am Ruhwaldpark“ am Spandauer Damm ein größeres Neubauvorhaben abgeschlossen. Ende 2025 wurden dort 85 neue Mietwohnungen auf eigener Bestandsfläche fertiggestellt. Der erfolgreiche Projektabschluss bildet die Grundlage dafür, dass das Unternehmen nun weitere Neubauten in Berlin, darunter auch das Vorhaben in der Borsigstraße, vorantreibt.
Bauvorbereitung statt Rohbau: Neuer Zeitplan für das Projekt in der Borsigstraße
Aktuell befinden sich die Arbeiten in einer vorbereitenden Phase. Heimstaden hat damit begonnen, die Baustelle einzurichten. Dazu zählen erste organisatorische Maßnahmen sowie Vorbereitungen für den Kranaufbau und die Erdarbeiten. Letztere sind witterungsabhängig und konnten wegen gefrorener Böden bislang nur eingeschränkt erfolgen.
Der eigentliche Rohbau soll nun im ersten Quartal 2026 starten. Damit verschiebt sich der Beginn der sichtbaren Bauarbeiten um rund zwei Jahre gegenüber der ursprünglichen Planung. Heimstaden rechnet derzeit mit einer Bauzeit bis Ende 2027 oder Anfang 2028.
Mieterinformation und Planungskonzept: So soll sich der Neubau in den Innenhof einfügen
Anfang Februar 2026 informierte Heimstaden die Mieterinnen und Mieter der Bestandsgebäude über das Projekt und den aktualisierten Zeitablauf. Die Veranstaltung fand gemeinsam mit dem verantwortlichen Architekten statt. Nach Angaben des Unternehmens kam es dabei zu einem konstruktiven Austausch.
Das Projekt sieht einen L-förmigen Neubau vor, der sich in die bestehende Hofbebauung einfügen soll. Geplant sind 19 neue Mietwohnungen. Der Innenhof bleibt dabei zentraler Bestandteil des Konzepts. Bestehender Baumbestand soll weitgehend erhalten bleiben, zusätzliche Bepflanzungen sind vorgesehen.
Nachverdichtung im Bestand der Borsigstraße bis Ende 2027 Anfang 2028 in Mitte
Auch technisch ist der Neubau auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Vorgesehen sind eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, eine Dachbegrünung als Retentionsfläche sowie eine Wärmeversorgung über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe. Ergänzend ist eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung geplant.
Mit dem Projekt verfolgt Heimstaden das Ziel, zusätzlichen Wohnraum im Bestand zu schaffen, ohne neue Flächen zu versiegeln. Nachverdichtung gilt dabei als wichtiger Baustein der Berliner Wohnungsbaupolitik. Gleichzeitig zeigt das Beispiel Borsigstraße, wie stark Zeitpläne von internen Prioritäten und äußeren Rahmenbedingungen abhängen.
Quellen: Heimstaden
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