Mit einem neuen Campus Service Center will die HAW Hamburg ihren Standort am Berliner Tor grundlegend neu strukturieren. Der nun entschiedene Architekturwettbewerb markiert den Auftakt für ein langfristig angelegtes Entwicklungsprojekt, das den Campus bis in die 2030er Jahre prägen soll.

Der Siegerentwurf steht fest: Den ersten Preis im hochbaulichen Realisierungswettbewerb für das neue Campus Service Center der HAW Hamburg erhielt RIEHLE KOETH GmbH + Co. KG aus Stuttgart. / © Visualisierung: RIEHLE KOETH GmbH + Co. KG
© Titelbild: RIEHLE KOETH GmbH + Co. KG
Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg treibt die Neuordnung ihres Campus am Berliner Tor voran. Mit dem Abschluss des hochbaulichen Realisierungswettbewerbs für ein neues Campus Service Center ist nun ein zentraler Schritt für die zukünftige Entwicklung des Standorts erreicht. Geplant ist ein Neubau am Standort Bei der Hauptfeuerwache 1, der künftig als südlicher Haupteingang und neuer Mittelpunkt des Hochschulcampus fungieren soll.
Das Projekt ist Teil einer umfassenden Restrukturierung des Campus Berliner Tor, an dem rund die Hälfte der etwa 17.000 Studierenden der HAW Hamburg lernt und arbeitet. Viele der bestehenden Gebäude gelten inzwischen als sanierungsbedürftig. Ziel ist es, den historisch gewachsenen Hochschulstandort langfristig zu modernisieren und räumlich stärker zusammenzuführen.
Siegerentwurf aus Stuttgart: Neuordnung des HAW-Campus am Berliner Tor schreitet voran
Den ersten Preis im Wettbewerb erhielt das Büro RIEHLE KOETH GmbH + Co. KG aus Stuttgart. Auf den weiteren Plätzen folgten gmp International GmbH aus Hamburg sowie FAKT – Office for Architecture GmbH aus Berlin. Im nächsten Schritt soll mit den drei Preisträgern ein Verhandlungsverfahren durchgeführt werden. Erst danach wird das Büro ausgewählt, das die konkrete Planung übernimmt.

Einen zweiten Preis erhielt das Hamburger Büro gmp International GmbH. / © Visualisierung: gmp International GmbH

Den dritten Preis erhielt FAKT – Office for Architecture GmbH aus Berlin. / © Visualisierung: FAKT – Office for Architecture GmbH
Für die Umsetzung und Gesamtkoordination der Neustrukturierung ist die GMH Gebäudemanagement Hamburg verantwortlich. Bevor der Neubau beginnen kann, müssen zunächst Bestandsgebäude einer ehemaligen berufsbildenden Schule auf dem Baufeld abgerissen werden. Der Baustart wird derzeit für das Jahr 2031 erwartet.
Nach Einschätzung der Jury überzeugt der Siegerentwurf insbesondere durch seine städtebauliche Einbindung sowie die geplante Holzhybridbauweise. Vorgesehen sind flexible Raumstrukturen, offene Lernbereiche und eine weitgehende Tageslichtnutzung. Auch die Integration von Solartechnik an der Fassade wird geprüft.
Baustart ab 2031: Neuer Zentraler Anlaufpunkt für Studierende der HAW
Künftig sollen im Campus Service Center mehrere bislang verteilte Einrichtungen zusammengeführt werden. Geplant sind unter anderem das Studierendenzentrum mit Beratungs- und Serviceangeboten, ein Weiterbildungszentrum sowie verschiedene Fachbibliotheken, die in einem gemeinsamen Lernzentrum gebündelt werden.
Ergänzt wird das Angebot durch gastronomische Flächen des Studierendenwerks. Damit soll das Gebäude nicht nur Verwaltungs- und Lernort sein, sondern auch ein alltäglicher Treffpunkt für Studierende, Beschäftigte und Gäste des Campus.
Grundlage der Entwicklung ist ein städtebaulicher Rahmenplan, der unter anderem von Behnisch Architekten, ROBERTNEUN Architekten und Vogt Landschaft erarbeitet wurde. Gemeinsam mit benachbarten denkmalgeschützten Gebäuden soll das neue Campus Service Center künftig ein prägendes Ensemble am Lohmühlenpark bilden und die weitere Entwicklung des Hochschulstandorts langfristig strukturieren.
HAW Campus
Quellen: Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, HAW Hamburg
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.


