Mit dem Abschluss der Bau- und Sanierungsarbeiten am Haus der Statistik ist ein zentraler Baustein der Quartiersentwicklung am Alexanderplatz erreicht. Nach Jahren der Planung, Entkernung und Modernisierung ist der markante DDR-Verwaltungsbau nun einzugsbereit und markiert den Übergang von der Bauphase in den laufenden Betrieb.

Eingang Haus der Statistik

Die erneuerte Fassade mit tausenden neuen Fenstern und vorgefertigten Elementen soll dem Gebäude ein zeitgemäßes Erscheinungsbild verleihen, ohne den charakteristischen Ausdruck des historischen Verwaltungsbaus zu verlieren. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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© Foto Titelbild: BIM

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Mitte Dezember hat die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) den Abschluss der Bau- und Sanierungsmaßnahmen am Haus der Statistik offiziell bekannt gegeben. Die fertiggestellten Gebäudeteile an der Otto-Braun-Straße Ecke Karl-Marx-Allee wurden an die BIM übergeben und sind nun bezugsfertig. Damit ist der erste große Meilenstein in der Entwicklung des gesamten Quartiers erreicht, das sich in den kommenden Jahren weiter verändern soll.

Für die BIM beginnt damit unmittelbar die nächste organisatorische Aufgabe. Der Umzug von rund 760 Arbeitsplätzen in das sanierte Gebäude muss vorbereitet und koordiniert werden. Ein Teil der Mitarbeitenden arbeitet bislang in angemieteten Büros in der Alexanderstraße sowie im landeseigenen Gebäude in der Keibelstraße, das auch künftig als Standort erhalten bleibt.

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Haus der Statistik am Alexanderplatz: Rückblick auf drei Jahre Bauzeit

Dem Baustart im Mai 2022 gingen lange Vorbereitungen voraus. Das Gebäude wurde vollständig entkernt und einer umfassenden Schadstoffsanierung unterzogen. Erst danach konnte die Arbeitsgemeinschaft aus Ed. Züblin AG und HOCHTIEF Infrastructure mit den eigentlichen Bauarbeiten beginnen. Zeitweise prägten mehrere Kräne und mehrere hundert Beschäftigte das Bild der Großbaustelle.

Bereits zuvor zog mit dem Finanzamt Mitte/Tiergarten der erste Nutzer in Teile des Gebäudes ein. Mit der nun erfolgten Fertigstellung weiterer Abschnitte wird das Haus der Statistik schrittweise wieder vollständig genutzt.

Technik, Dimensionen und Stadtbild: So wurde das Haus der Statistik vollständig erneuert

Die Sanierung umfasste die vollständige Erneuerung der technischen Infrastruktur. Mehrere hundert Kilometer Kabel wurden verlegt, tausende Fenster, Türen und Fassadenelemente eingebaut. Auch im Inneren wurde nahezu jede Fläche überarbeitet, von Bodenbelägen bis zu Wandoberflächen und Treppenanlagen. Das Ergebnis ist ein funktional modernisiertes Verwaltungsgebäude, das äußerlich weiterhin als prägendes Element der Nachkriegsmoderne im Berliner Stadtbild erkennbar bleiben will.

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Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der energetischen Modernisierung. Die Wärme- und Kälteversorgung nutzt unter anderem Energie aus Abwasser und senkt den CO₂-Ausstoß des Bestandsgebäudes deutlich. Ergänzt wird dies durch begrünte Dächer mit Photovoltaikanlagen sowie ein Regenwassermanagement, das an das Berliner Schwammstadtkonzept anknüpft. Die BIM sieht darin einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Entwicklung öffentlicher Immobilien.

Berlin-Mitte: Neues Quartier verbindet Verwaltung, Wohnungsbau und zivilgesellschaftliche Nutzungen

Das Haus der Statistik ist Teil eines kooperativen Entwicklungsprojekts, das Verwaltung, Wohnungsbau und zivilgesellschaftliche Nutzungen verbindet. Während im Gebäudeteil D künftig die BIM einzieht, sind in anderen Bereichen Räume für Initiativen, Kultur und Bildung vorgesehen. Ergänzt werden soll das Ensemble durch Neubauten, sozialen Wohnungsbau und das geplante „Rathaus der Zukunft“ für Berlin-Mitte.

Mit der nun erreichten Bezugsfertigkeit verschiebt sich für die BIM der Fokus vom Bauen hin zur Nutzung. „Wir freuen uns, ab Mitte 2026 aus der ersten Reihe heraus die Entwicklung des Quartiers zu beobachten und vor allem weiterhin aktiv mitzugestalten“, erklärt Birgit Möhring, Geschäftsführerin der BIM. Das Haus der Statistik wird damit vom Symbol des jahrelangen Stillstands zu einem aktiven Bestandteil der Berliner Stadtentwicklung.

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Quellen: Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), Haus der Statistik, Teleinternetcafé und Treibhaus, Bezirksamt Mitte, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Berliner Morgenpost, Finanzamt Berlin Mitte, Berliner Immobilienmanagement GmbH, AndersMachen eG

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4 Kommentare

  1. Marcel S. 30. Dezember 2025 at 11:17 - Reply

    350mio € hat der ganze Spaß gekostet. Geplant waren ursprünglich mal 70 mio. 350 mio nur für die bloße Sanierung eines architektonisch eher unästhetischen Bauwerks. Zum Vergleich, der Neubau des Estreltowers hat weniger als 300€ mio gekostet und besitzt dazu auch noch 50% mehr Fläche. Abriss und Neubau von etwas schönem wäre hier die bessere Lösung gewesen. In einem Artikel der Berliner Zeitung stand zB. 20mio € Kostensteigerungen allein wegen unerwartetem Asbest. Wie kann in einem 70er Jahre Gebäude Asbest unerwartet sein? Entweder war hier Korruption oder Inkompetenz am Werk anders kann ich mir solche Dinge nicht erklären.

  2. Liane g. 30. Dezember 2025 at 13:56 - Reply

    Na klar, alles im Osten abreißen. Alte Architektur platt machen. Warum reißt man nicht gleich alle Ostbezirke ab und baut neu?
    Asbest gibt es auch im westteil der Stadt-ICC- und das Gebäude bleibt und bleibt. Dort wäre eine Neuplanung des Messegelände sicher auch eine Überlegung gut. Geld wird sowieso oft verschwendet weil man trotz jahrelanger Überlegung falsch plant.

  3. Stefan Krauss 31. Dezember 2025 at 02:04 - Reply

    Ich komme aus dem Osten und kann nicht verstehen, wie man überhaupt auf die Idee kommen konnte, diese hässlichen Gebäude zu erhalten. Wirklich traurig.

    • L Tangel 2. Januar 2026 at 13:12 - Reply

      Wie kann man nur so blöd sein das alles aus dem Osten weg muss das ist auch Geschichte nicht unbedingt schön aber auch aus dem Westen ist nicht alles Gold denk mal nach gerade wenn mann betont auch aus dem Osten zu kommen

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