Am Werner-Voß-Damm soll bis 2030 das neue „Haus der Jugend Südkreuz“ entstehen. Nach dem Architekturwettbewerb wird der Siegerentwurf Ende August direkt auf dem Grundstück vorgestellt.

Der Entwurf von büro hacke setzt auf einen kompakten Baukörper mit überdachtem Innenhof, der als sozialer und funktionaler Mittelpunkt des Gebäudes dient. / © Foto: H. – J. Wuthenow
© Titelbild: büro hacke, Berlin
Am Werner-Voß-Damm 47 in Tempelhof-Schöneberg soll ein neues Jugendzentrum entstehen. Das geplante „Haus der Jugend Südkreuz“ soll künftig den selbstverwalteten Jugendkollektiven Potse und Drugstore sowie einem Träger der Jugendsozialarbeit Raum bieten.
Für Potse und Drugstore ist der Neubau eine wichtige Perspektive. Die beiden Kollektive sind seit ihrer Verdrängung aus der Potsdamer Straße im Jahr 2019 auf Übergangslösungen angewiesen. Auf dem rund 1.188 Quadratmeter großen Grundstück nahe dem Bahnhof Südkreuz soll nun ein dauerhafter Standort entstehen.
Haus der Jugend: Siegerentwurf setzt auf zentralen Innenhof
Im Mai 2026 entschied sich das Preisgericht einstimmig für den Entwurf von Max Hacke vom Berliner Büro büro hacke. Unter dem Titel „The MidDoors“ sieht er einen kompakten Baukörper mit überdachtem Innenhof vor. Dieser soll als Treffpunkt, Werkhof und Veranstaltungsfläche dienen.
Rund 800 Quadratmeter Nutzfläche verteilen sich auf die drei künftigen Nutzergruppen. Offene Gemeinschaftsbereiche werden mit geschützten Rückzugsräumen kombiniert. Eine sogenannte „MidDoors“-Zone schafft Übergänge zwischen Innen- und Außenraum.

Der überdachte Innenhof bildet das Herzstück des Entwurfs. Als sogenannter „MidDoors“-Bereich verbindet er Innen und Außen, dient als Treffpunkt für Veranstaltungen und soll gleichzeitig den Lärmschutz für die Nachbarschaft verbessern. / © büro hacke, Berlin
Neue Jugendeinrichtung am Südkreuz soll 2030 fertig werden
Auch beim nachhaltigen Bauen setzt der Entwurf auf einen reduzierten technischen Ansatz. Ein PV-Sheddach soll Energie erzeugen und Tageslicht ins Gebäude bringen. Gründach, Fassadenbegrünung sowie ein Garten mit Hochbeeten und Gewächshaus ergänzen das Konzept.
Vorgesehen sind zudem recycelte Klinker und wiederverwendete Fensterkonstruktionen. Der Kostenrahmen liegt bei rund 7,17 Millionen Euro. 75 Prozent werden über das Förderprogramm „Nachhaltige Erneuerung“ finanziert, den Rest trägt der Bezirk. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.
Werner-Voß-Damm 47: Siegerentwurf wird vor Ort gezeigt
Am 28. August können sich Anwohnende und Interessierte erstmals direkt auf dem Grundstück über die Pläne informieren. Bei einer Open-Air-Ausstellung von 16 bis 19 Uhr wird der Siegerentwurf vorgestellt. Der Gebäudegrundriss wird in Originalgröße markiert, Ballons machen die geplante Höhe sichtbar.
Zusätzlich werden die weiteren prämierten Wettbewerbsentwürfe gezeigt. Vertreter des Bezirksamts, des Siegerbüros sowie von Potse und Drugstore stehen für Gespräche zur Verfügung.
Werner-Voß-Damm 47
Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, berlin.de
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