Das „Haus Cumberland“ am Ku’damm wird in Teilen umgebaut. Die Gastronomie zieht in den hinteren Gebäudeteil, vorne entstehen neue Einzelhandelsflächen.

„Haus Cumberland“

© Titelbild: Wikimedia Commons, Fridolin freundenfett, CC BY-SA 3.0

 

ANZEIGE

Das „Haus Cumberland“ am Kurfürstendamm steht vor einer neuen Etappe. Nach der Schließung des Ristorante Cumberland lässt der Eigentümer Teile des Erdgeschosses umbauen. Künftig soll die Gastronomie kleiner werden und in den hinteren Gebäudebereich rücken. Direkt am Ku’damm sind neue Einzelhandelsflächen geplant.

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Adresse: Kurfürstendamm 193–194, 10707 Berlin
  • Projektstatus: Teilumbau des Erdgeschosses läuft
  • Fertigstellung: nicht vor 2027

Das „Haus Cumberland“ am Ku’damm wird im Erdgeschoss neu geordnet. Nach Angaben der Berliner Morgenpost betrifft der Umbau vor allem die Flächen des früheren Restaurants. Die bisherige Gastronomie soll künftig nicht mehr die große Fläche bis zur Straßenfront nutzen. Stattdessen konzentriert sie sich auf den hinteren Teil des Gebäudes. Dort soll ein kompakter Restaurantbetrieb mit rund 65 Plätzen entstehen. Zusätzlich sind Sitzplätze im Innenhof vorgesehen.

Umbau im „Haus Cumberland“: Gastronomie zieht in den Innenhof

Der neue Zugang zur Gastronomie soll über den ersten Innenhof erfolgen. Damit reagiert der Eigentümer auf ein betriebliches Problem des früheren Ristorante Cumberland. Der Weg zwischen Küche und Eingang am Kurfürstendamm war laut Bericht rund 50 Meter lang. Diese Distanz hatte den Service aufwendig und teuer gemacht. Die Küche selbst sei demnach nicht das Problem gewesen.

ANZEIGE

Vorne am Ku’damm soll künftig Einzelhandel einziehen. Dafür plant der Eigentümer zusätzliche Schaufenster. Die bisherige Lobby an der Straßenseite wird damit Teil der neuen Ladenflächen. Auch die kleine Diptyque-Filiale neben dem früheren Restaurantzugang hat im Zuge der Bauarbeiten bereits geschlossen. Welche Mieter dort künftig einziehen, steht noch nicht fest.

Das Bild zeigt die Außengastronomie des „Haus Cumberland“ am Ku’damm. Nach dem Umbau soll die Gastronomie über den Innenhof erschlossen werden und dort zusätzliche Sitzplätze erhalten.

Der Innenhof des „Haus Cumberland“ soll künftig eine zentrale Rolle für die Gastronomie spielen. Geplant sind Sitzplätze im Freien sowie ein neuer Zugang zum Restaurantbereich. / © Foto: Wikimedia Commons, Fridolin freundenfett, CC BY-SA 3.0

Historisches Ambiente im „Haus Cumberland“ soll bleiben

Trotz der neuen Aufteilung soll der historische Charakter der Restaurantflächen erhalten bleiben. Der hintere Bereich soll laut Bericht weitgehend unverändert bleiben. Die Fläche wird jedoch deutlich verkleinert.

ANZEIGE

Das „Haus Cumberland“ gehört zu den markanten historischen Gebäuden am Kurfürstendamm. Der frühere Boarding-Palast entstand 1911/12 nach Plänen von Robert Leibnitz und erstreckt sich zwischen Kurfürstendamm und Lietzenburger Straße. Später nutzten Behörden das Gebäude. Seit der Sanierung ab 2011 dient es wieder als Wohn-, Geschäfts- und Bürohaus.

Die Gastronomiegeschichte der Räume blieb wechselhaft. 2012 eröffnete dort das Grosz von Roland Mary, das nach sieben Jahren schloss. 2021 folgte ein französisches Restaurantkonzept von Dennis Melzer. Anfang 2023 startete das Ristorante Cumberland. Nun sucht der Eigentümer erneut einen Betreiber. Welche Küche künftig im „Haus Cumberland“ angeboten wird, entscheidet sich erst später. Zunächst soll der Umbau im vorderen Bereich abgeschlossen werden.

 

ANZEIGE

Quellen: Berliner Morgenpost, Denkmaldatenbank Berlin

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.