Drei Konzerte von Harry Styles sollen im Juli 2027 Zehntausende Menschen zum Flughafen Tempelhof bringen. Noch offen ist allerdings, wie die riesige Open-Air-Spielstätte aussehen wird. Eine Darstellung beim Ticketverkauf sorgt nun für Spekulationen.

Das Vorfeld des Flughafens Tempelhof wird bereits für große Open-Air-Veranstaltungen genutzt. Im Juli 2027 soll Harry Styles hier drei Konzerte spielen; wie die Arena dafür aufgebaut wird, ist noch offen. / © Foto: Tempelhof Projekt GmbH / Claudius Pflug
© Titelbild: Tempelhof Projekt GmbH / Euroluftbild
Harry Styles kommt im Sommer 2027 für drei große Konzerte nach Berlin. Austragungsort ist der Flughafen Tempelhof, dessen weitläufiges Vorfeld schon mehrfach für große Musikveranstaltungen genutzt wurde. Doch diesmal sorgt nicht nur die Zahl der erwarteten Gäste für Aufmerksamkeit: Beim Ticketverkauf taucht eine Darstellung auf, die eher an ein Stadion als an ein klassisches Festivalgelände erinnert.
- Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
- Adresse: Platz der Luftbrücke 5, 12101 Berlin
- Veranstalter: Live Nation GmbH
- Termine:, 3. und 9. Juli 2027
- Künstler: Harry Styles
Für Berlin sind zunächst zwei Auftritte am 2. und 3. Juli 2027 angekündigt worden. Wegen der hohen Nachfrage kam inzwischen ein dritter Termin am 9. Juli hinzu. Damit wird der ehemalige Flughafen zur einzigen deutschen Station der „Together, Together“-Tour. Die Konzerte beginnen nach Angaben der Ticketplattformen jeweils um 19 Uhr.
Harry Styles in Tempelhof: Ticketmaster zeigt eine stadionähnliche Anordnung
Interessant ist vor allem die Darstellung des Geländes bei Ticketmaster. Dort gibt es für Harry Styles einen eigenen „Seating chart“, also einen Plan der Spielstätte. Genau daraus entstand die Vermutung, dass auf dem Vorfeld eine temporäre Arena mit Tribünen oder anderen Stadionbauten entstehen könnte. Bestätigt ist das bislang jedoch nicht. Ticketmaster weist selbst darauf hin, dass der Plan lediglich der Orientierung dient und nicht die tatsächliche Ticketverfügbarkeit abbildet.
Auch die Tempelhof Projekt GmbH hat bislang keinen Bau eines temporären Stadions angekündigt. Offiziell bestätigt sind derzeit lediglich die drei Konzerte. Deshalb lässt sich aus der Ticketgrafik weder die spätere Form der Arena noch die Zahl oder Anordnung möglicher Tribünen verlässlich ableiten.
Flughafen Tempelhof bietet 220.000 Quadratmeter freies Vorfeld
Platz für eine ungewöhnlich große Konzertproduktion wäre vorhanden. Die Tempelhof Projekt GmbH gibt die Fläche des freien Vorfelds mit 220.000 Quadratmetern an. Hinzu kommen 9.065 Quadratmeter überdachtes Vorfeld. Das Unternehmen vermarktet die Fläche ausdrücklich für Festivals, Open-Air-Konzerte, Sportveranstaltungen und großflächige Installationen.
Dass Veranstaltungen dieser Größenordnung dort grundsätzlich möglich sind, zeigte sich bereits 2025. Bei einem Open-Air-Auftritt des Berliner Labels Keinemusik kamen nach Angaben der Tempelhof Projekt GmbH 60.000 Besucherinnen und Besucher auf das Gelände. Auch Lollapalooza und Die Ärzte nutzten das Vorfeld in früheren Jahren für große Musikveranstaltungen.
Flughafen Tempelhof wird zunehmend als Veranstaltungsort genutzt
Die Konzerte passen damit in eine Entwicklung, die am ehemaligen Flughafen bereits seit Jahren zu beobachten ist. Teile des riesigen Areals werden immer wieder temporär bespielt. Rund ein Drittel der insgesamt etwa 300.000 Quadratmeter Gebäudefläche ist nach Angaben der Betreibergesellschaft zeitweise für Großveranstaltungen gebucht.
Parallel bleibt die Zukunft des historischen Komplexes eine der größten städtebaulichen Aufgaben. Berlin hat zuletzt einen neuen Fahrplan für die Sanierung des Flughafens Tempelhof vorgelegt. Dabei sollen bislang ungenutzte Bereiche verstärkt auch für temporäre Nutzungen aktiviert werden. Zugleich gibt es seit Jahren unterschiedliche Konzepte für eine langfristige Nutzung, darunter die Idee eines neuen Messestandorts am Flughafen Tempelhof und eine mögliche Randbebauung des Tempelhofer Feldes mit Wohnungen.

Das Modell der Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“ zeigt die geplante Randbebauung des Tempelhofer Feldes mit neuen Wohnquartieren und dauerhaft geschützter Freifläche. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Pop-up-Stadion in Tempelhof bleibt vorerst eine offene Frage
Für die Harry-Styles-Konzerte steht damit bislang vor allem der Rahmen fest: drei Termine, der Flughafen Tempelhof als Spielstätte und Live Nation als Veranstalter. Wie Bühne, Innenraum, Einlassbereiche und mögliche Tribünen tatsächlich angeordnet werden, haben Veranstalter und Betreibergesellschaft noch nicht veröffentlicht.
Gerade deshalb bleibt die Ticketmaster-Darstellung interessant. Die Größe des Vorfelds würde eine aufwendige temporäre Konstruktion grundsätzlich ermöglichen. Ob im Sommer 2027 tatsächlich ein Pop-up-Stadion auf dem ehemaligen Flughafenvorfeld entsteht oder eine klassische Open-Air-Arena aufgebaut wird, ist nach dem derzeit veröffentlichten Stand jedoch noch offen.
Harry Styles am Flughafen Tempelhof
Quellen: Tempelhof Projekt GmbH, Live Nation, Ticketmaster, Berliner Morgenpost, visitBerlin
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2 Kommentare
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„Pop-up-Stadion in Tempelhof bleibt vorerst eine offene Frage“…Für immer…..Jede Wette.
Wäre allerdings in diesem Fall auch nicht tragisch.
Jaaaaa, bitte !
Ein multifunktionales Stadion / Arena / Amphitheater ( zur Hälfte trägt die Stadt und der Bund die Baukosten ebenso wie ein zu 50% staatlich subventionierter Betrieb die Ticketpreise in Grenzen halten sollte.
Oder zu 100 % mit dem Vorbild des Friedrichstadtpalastes, , nur eben ohne festes Ensemble / Veranstaltung / Event für vielfältigste Open -air Aktionen im Herzen der Stadt, an diesem geschichtsträchtigen Ort.
Früher aus der Luft , heute an der Luft – Berliner Luft. ! berlin air castle – Luftschloss Berlin
Da ich blau+weißes Blut habe, sei mir verziehen wenn ich kurzfristig die alte Dame Hertha auch noch mit in die Nutzung eingeplant hatte. Eine Konstruktion wie auf Schalke und ein Fassungsvermögen von 50 -60.000 würden den Bogen wohl überspannen , auch wenn damit ein weiterer Investor am Start wäre und der berühmte „Fingerabdruck“ bei voller / höherer Auslastung deutlich geringer ausfallen würde.
MfG. Thilo Dannenmann