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Mit dem „Roots“ hat Hamburgs HafenCity seit 2024 ein markantes neues Wahrzeichen. Das Holzhochhaus zeigt, wie moderne Stadtentwicklung, Wohnnutzung und Ressourcenschonung miteinander verbunden werden können.
Nahaufnahme der Holzfassade des Hochhauses "ROOTS" in Hamburg

Die Fassade des „Roots“ kombiniert eine schützende Glashülle mit horizontaler Lärchenschalung, wodurch das Holz dauerhaft vor Witterungseinflüssen geschützt und der natürliche Charakter des Gebäudes sichtbar bleiben soll. / © Foto: Franz KALDEWEI GmbH & Co. KG

© Fotos: Franz KALDEWEI GmbH & Co. KG

 

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Im Elbbrückenquartier der Hamburger HafenCity ist seit September 2024 ein besonderes Bauwerk zu sehen. Das „Roots“ ist mit einer Höhe von rund 65 Metern derzeit das höchste Holzhochhaus Hamburgs. Entwickelt wurde das Projekt von Garbe Immobilien-Projekte in Zusammenarbeit mit der Deutschen Wildtier Stiftung. Entworfen wurde es vom Architekturbüro Störmer Murphy and Partners, das sich bewusst für eine ressourcenschonende Holz-Hybridbauweise entschied.

Das Hochhaus besteht aus 20 Geschossen, von denen 16 in Holzbauweise realisiert wurden. Ergänzt wird der Turm durch einen siebengeschossigen Riegelbau mit weiteren Wohnungen. Auf einer Bruttogeschossfläche von insgesamt rund 20.600 Quadratmetern entstanden 181 Wohnungen, davon 128 Eigentumswohnungen und 53 öffentlich geförderte. Zusätzlich nutzt die Deutsche Wildtier Stiftung die unteren Geschosse als Büro- und Ausstellungsfläche.

Holzhochhaus „Roots“ in der HafenCity: Nachhaltigkeit als Leitgedanke

Ein zentrales Ziel des Projekts war die Reduktion des CO₂-Fußabdrucks. Durch den Einsatz von mehr als 5.500 Kubikmetern Nadelholz wird nicht nur CO₂ langfristig gebunden, auch der Bauprozess verursachte weniger Lärmemissionen als herkömmliche Betonbauten. Die vorgefertigten Holzbauelemente wurden per Lkw angeliefert und mit einem 80-Meter-Kran montiert, sodass ein Geschoss innerhalb von etwa drei Wochen errichtet werden konnte.

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Die Fassade ist mit einer schützenden Glashülle versehen, die das Holz vor Witterungseinflüssen bewahrt. Im Innenbereich kamen gezielt kreislauffähige Materialien zum Einsatz, etwa 126 emaillierte Stahl-Email-Badewannen von Kaldewei, die vollständig recycelt werden können. Laut den Architekten war die Materialwahl entscheidend, um eine hohe Lebensdauer und eine spätere sortenreine Demontage zu ermöglichen.

Hamburgs höchstes Holzhochhaus steht im Elbbrückenquartier: Architektur mit Symbolcharakter

Neben der technischen Umsetzung hat das Projekt auch eine städtebauliche Dimension. Das „Roots“ will nicht nur Wohnort, sondern auch Lernort sein. Die Ausstellung „Botschaft der Wildtiere“ richtet sich an Besucherinnen und Besucher jeden Alters und widmet sich dem Thema Naturschutz. So wird das Gebäude zu einem Ort, der über sein nachhaltiges Konzept hinaus eine Botschaft in die Stadtgesellschaft sendet.

Die HafenCity ist damit um ein architektonisches Wahrzeichen reicher, das weit über Hamburg hinaus Aufmerksamkeit erfährt. Das „Roots“ will sinnbildlich für einen Wandel in der Baukultur stehen, der ökologische Verantwortung und ästhetische Qualität miteinander verbindet. In Hamburg ist es aktuell das höchste Holzhochhaus und zugleich ein Experimentierfeld für nachhaltige Stadtentwicklung.

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Quellen: Roots Hamburg, Franz KALDEWEI GmbH & Co. KG, Deutsche Wildtier Stiftung, Dach Live, Wikipedia

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