In der Hamburger HafenCity ist für das Null-Emissionshaus Richtfest gefeiert worden. Der künftige Bürostandort setzt auf Holz, Geothermie und eine begrünte Fassade und soll über seinen gesamten Lebenszyklus CO₂-neutral bilanziert werden.

Blick auf die Baustelle des Null-Emissionshauses mit Holzbauteilen.

Wo heute noch gebaut wird, sollen künftig rund 100 Beschäftigte der HafenCity Hamburg GmbH arbeiten. / © Foto: Miguel Ferraz

© Titelbild: heinlewischer

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In der Hamburger HafenCity ist für das sogenannte Null-Emissionshaus Richtfest gefeiert worden. Der Neubau an der Kreuzung von San-Francisco-Straße und Am Dalmannkai soll künftig rund 6.300 Quadratmeter Bürofläche bieten. Besonderheit des Projekts ist die geplante CO₂-Neutralität über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes.

Seit dem Abschluss des Rohbaus Ende 2025 sind die weiteren Geschosse aus Holz entstanden. Inzwischen ist die Gebäudehülle über dem Erdgeschoss und den fünf Obergeschossen nahezu fertiggestellt. Parallel wird die Holzfassade montiert. Das Gebäude schließt eine städtebauliche Lücke in der westlichen HafenCity und entsteht in unmittelbarer Nähe des Überseequartiers.

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  • Bezirk: Hamburg-Mitte
  • Standort: San-Francisco-Straße / Am Dalmannkai, HafenCity
  • Bauweise: Modularer Holzbau ab dem Erdgeschoss, ergänzt durch emissionsreduzierten Beton und Lehmdecken
  • Nutzung: Bürogebäude mit öffentlich genutztem Erdgeschoss
  • Fertigstellung: voraussichtlich 2027
Visualisierung des geplanten Null-Emissionshauses in der Hamburger HafenCity mit begrünter Fassade und Dachflächen.

So soll das Null-Emissionshaus nach seiner Fertigstellung aussehen. Der Entwurf stammt vom Berliner Büro Heinle Wischer und Partner. / © Visualisierung: heinlewischer

Geothermie und Photovoltaik: Das ist das Null-Emissionshaus

Für den Bau werden verschiedene Materialien und Techniken kombiniert. Die Konstruktion oberhalb des Erdgeschosses besteht überwiegend aus Holz, hinzu kommen emissionsreduzierter Beton und Lehmdecken. Für die Energieversorgung sind Geothermie und eine Wärmepumpe vorgesehen. Eine Photovoltaikanlage auf Dach und Südfassade soll im Jahresverlauf mehr Strom erzeugen, als das Gebäude selbst verbraucht.

Auch die Fassade soll einen Beitrag zum Klima im Quartier leisten. Rund 450 Kletterpflanzen sollen künftig große Teile der Außenwand begrünen. Sie wurden zuvor in einem Freiraumlabor in Berlin und Potsdam getestet. Die Bepflanzung soll für Verschattung sorgen und das Mikroklima verbessern. Dadurch kann nach Angaben der Projektverantwortlichen auf einen Teil eines außenliegenden beweglichen Sonnenschutzes verzichtet werden.

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Blick in einen Innenraum des Null-Emissionshauses während der Bauarbeiten.

Noch Baustelle, später Büro: Die Räume des Null-Emissionshauses werden derzeit für den künftigen Betrieb ausgebaut. / © Foto: Miguel Ferraz

Bei der Planung wurde nicht nur die spätere Nutzung berücksichtigt. Auch die Herstellung der Baustoffe sowie ein möglicher Rückbau und die Weiterverwendung der Materialien fließen in das Konzept des zirkulären Bauens ein. Ziel ist es, die CO₂-Bilanz des Gebäudes über alle Phasen seines Lebenszyklus hinweg auszugleichen. Das Null-Emissionshaus wird zudem ohne Pkw-Stellplätze auskommen. Stattdessen sind bis zu 150 Fahrradstellplätze vorgesehen.

Hamburger Modellprojekt: Büroflächen sollen 2027 fertig werden

Die flexibel teilbaren Büroflächen sollen unterschiedliche Arbeitsplatzkonzepte ermöglichen. Hinzu kommt eine rund 360 Quadratmeter große Dachterrasse.

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Die HafenCity Hamburg GmbH errichtet das Gebäude selbst und prüft derzeit, welchen Teil der Flächen sie für den eigenen Bürobedarf nutzen könnte. Die Vermarktung der übrigen Büroflächen hat bereits begonnen. Mit dem Richtfest ist nun ein weiterer wichtiger Bauabschnitt erreicht.

Null-Emissionshaus

Quellen: HafenCity, heinlewischer, NDR

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