Auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Hamburg-Moorburg ist im Dezember der Grundstein für einen 100-Megawatt-Elektrolyseur gelegt worden. Damit startet offiziell das Wasserstoffprojekt „Hamburg Green Hydrogen Hub“.

Auf dem Gelände des früheren Kraftwerks Moorburg entsteht seit Dezember 2025 ein 100-Megawatt-Elektrolyseur für grünen Wasserstoff. / © Foto: Wikimedia Commons, Ajepbah, CC BY-SA 3.0 de
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Auf dem Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg ist der nächste Schritt für die energetische Neuausrichtung des Standorts vollzogen worden. Mit der Grundsteinlegung für einen 100-Megawatt-Wasserstoff-Elektrolyseur hat Anfang Dezember offiziell der Bau des „Hamburg Green Hydrogen Hub begonnen“.
Der Standort steht exemplarisch für den Strukturwandel in der Energieversorgung. Wo bis vor wenigen Jahren noch Strom aus Kohle erzeugt wurde, soll künftig grüner Wasserstoff produziert werden. Der geplante Betriebsstart ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen.
„Hamburg Green Hydrogen Hub“: Wasserstoffprojekt in Moorburg
Realisiert wird das Projekt von einem Konsortium aus dem Investor Luxcara und den Hamburger Energiewerken. Der Elektrolyseur soll jährlich rund 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen. Dieser ist vor allem für industrielle Anwendungen, den Hafenbetrieb und perspektivisch auch für den Verkehrssektor vorgesehen.
Das Vorhaben wird als Projekt von gemeinsamem europäischem Interesse gefördert und erhält Unterstützung von Bund und Stadt. Dadurch soll frühzeitig die notwendige Infrastruktur für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft bereitgestellt und industrielle Prozesse klimaneutraler gestalten werden können.
Bau des 100-Megawatt-Elektrolyseurs in Moorburg gestartet
Bereits im Herbst 2023 hatten die Rückbauarbeiten des ehemaligen Kraftwerks begonnen, um Platz für den Neubau zu schaffen. Nach dem Förderbescheid im Sommer 2024 konnten die zentralen Bauverträge abgeschlossen und der Elektrolyseur bestellt werden. Inzwischen ist die Bodenplatte fertiggestellt, die Hochbauarbeiten laufen.
Zum Einsatz kommt die sogenannte Proton Exchange Membrane-Technologie. Dabei wird Wasser mithilfe von Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Die flexible Fahrweise der Anlage gilt als besonders geeignet für die schwankende Einspeisung von Wind und Solarstrom.
Wasserstoff aus Hamburg-Moorburg für Industrie und Verkehr
Der produzierte Wasserstoff soll künftig über das Hamburger Wasserstoffnetz HH WIN sowie über eine geplante Trailer-Verladestation verteilt werden. Damit richtet sich das Projekt vor allem an Abnehmer, deren Prozesse sich nicht oder nur schwer elektrifizieren lassen.
Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Perspektive Teil der Debatte. Zwar gilt Wasserstoff als Schlüsseltechnologie der Energiewende, doch Verträge mit Abnehmern befinden sich noch im Aufbau. Der Standort Moorburg wird damit auch zu einem Testfeld dafür, wie schnell sich ein Markt für grünen Wasserstoff entwickeln kann.
Quellen: Hamburger Energiewerke, Erneuerbare Energien Hamburg, NDR, Logistik-Heute
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