Hamburg plant eine umfassende Neugestaltung der Domachse zwischen Binnenalster und HafenCity. Der neue Rahmenplan sieht mehr Platz für Fuß- und Radverkehr, zusätzliche Grünflächen und eine Aufwertung zentraler Orte wie des Hammaburg-Platzes vor.

Visualisierung "Domachse" in Hamburg, Sicht der Bergstraße mit breiteren Gehwegen.

Die Bergstraße bildet den nördlichen Auftakt der Domachse. Mit der geplanten Neugestaltung soll die Verbindung zur Innenstadt klarer und attraktiver für den Fuß- und Radverkehr werden. / © Visualisierung: West8

© Visualisierungen: West8

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Zwischen Binnenalster und Elbe soll Hamburgs Innenstadt ein neues Gesicht bekommen. Die Stadt hat am 14. Juli 2026 einen Rahmenplan für die sogenannte Domachse vorgestellt, die künftig als durchgängige Verbindung zwischen Altstadt, Neustadt und HafenCity stärker wahrgenommen werden soll. Heute ist die Strecke zwar eine wichtige Wegeverbindung, wird aber durch Straßenräume, Verkehrsflächen und bauliche Barrieren bislang kaum als zusammenhängender Stadtraum erlebt.

Mit dem Konzept wollen die Behörden für Stadtentwicklung und Wohnen sowie für Verkehr und Mobilitätswende die Voraussetzungen für eine langfristige Umgestaltung schaffen. Vorgesehen sind mehr Platz für Fuß- und Radverkehr, zusätzliche Grünflächen und eine höhere Aufenthaltsqualität entlang der rund vom Jungfernstieg bis zum Übergang zur Speicherstadt führenden Achse.

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An der Willy-Brandt-Straße soll die Verbindung zwischen Innenstadt und HafenCity weiterentwickelt und für unterschiedliche Verkehrsteilnehmende besser nutzbar werden.

Die geplanten Maßnahmen an der Willy-Brandt-Straße sollen dazu beitragen, Verkehrsbereiche neu zu ordnen und die Verbindung entlang der Domachse attraktiver zu gestalten. / © Visualisierung: West8

„Domachse“: Weniger Fahrbahn, mehr Raum für Aufenthalt

Ein zentraler Bestandteil des Plans ist ein neues Verkehrskonzept. Die Fahrbahnen sollen an mehreren Stellen reduziert werden, wodurch nach Angaben der Stadt bis zu 6.500 Quadratmeter zusätzliche Fläche entstehen können. Der motorisierte Durchgangsverkehr soll zurückgehen, während die Erreichbarkeit der Innenstadt für den öffentlichen Nahverkehr, Lieferverkehre und den Autoverkehr erhalten bleiben soll.

Die frei werdenden Flächen sollen unter anderem für breitere Wege, Radverbindungen, Bäume und Aufenthaltsbereiche genutzt werden. Besonders der Übergang zwischen Innenstadt und Speicherstadt soll dadurch übersichtlicher und sicherer werden.

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Visualisiernug "Domachse" mit begrüntem Hammaburg-Platz.

Der Hammaburg-Platz soll künftig als grüne Mitte der Innenstadt stärker in Erscheinung treten. Die Planung sieht eine Vergrößerung der Fläche sowie neue Aufenthalts- und Bewegungsangebote vor. / © Visualisierung: West8

Eine wichtige Rolle spielt dabei der Hammaburg-Platz, der deutlich vergrößert werden soll. Durch den Wegfall einer Fahrspur am Speersort könnte sich die Fläche um bis zu 40 Prozent erweitern und bis zum Vorplatz der Hauptkirche St. Petri reichen.

Der historisch bedeutende Ort, der als Keimzelle Hamburgs gilt, soll künftig stärker als grüne Mitte der Innenstadt genutzt werden.

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Rahmenplan als Grundlage für weitere Schritte

Auch weitere Orte entlang der Verbindung, darunter der Alte Fischmarkt und der Vorplatz von St. Petri, sollen aufgewertet werden. Ziel ist ein zusammenhängender Stadtraum, der nicht nur als Verkehrsweg dient, sondern auch zum Verweilen, Begegnen und Entdecken einlädt.

Visualisierung des Alten Fischmarkts in Hamburg, mit neuen Aufenthaltsflächen und Begrünung.

Auch der Alte Fischmarkt soll im Zuge der Neugestaltung der Domachse aufgewertet werden und stärker als Teil eines zusammenhängenden Stadtraums erlebbar werden. / © Visualisierung: West8

Die Entwicklung des Rahmenplans erfolgte über mehrere Jahre. Erste Ideen wurden 2023 in einem Werkstattverfahren mit verschiedenen Planungsteams erarbeitet. Von Juli 2025 bis Juli 2026 entstand darauf aufbauend das Gesamtkonzept, das städtebauliche, verkehrliche und freiraumplanerische Anforderungen zusammenführt.

Bürgerinnen und Bürger sowie Fachakteure konnten sich über Veranstaltungen und eine digitale Beteiligungsplattform einbringen. Der nun vorgestellte Rahmenplan ist zunächst kein konkretes Bauprogramm, sondern ein strategischer Leitfaden für kommende Planungs- und Umsetzungsschritte. Eine Ausstellung zum Konzept ist in der Innenstadtkoordination in der Rathausstraße zugänglich.

Mit der Neugestaltung des Kirchplatzes soll ein zusammenhängender Stadtraum rund um St. Petri entstehen, der historische Bezüge und neue Aufenthaltsqualitäten verbindet.

Der Vorplatz der Hauptkirche St. Petri soll stärker als öffentlicher Aufenthaltsort in der Innenstadt wahrgenommen werden und künftig besser in die Domachse eingebunden sein. / © Visualisierung: West8

Willy-Brandt-Straße
Hammaburg-Platz
Alter Fischmarkt
Hauptkirche St. Petri

Quellen: Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Behörde für Verkehr und Mobilitätswende

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