Die neue Sternbrücke fährt auf 1.088 Rädern durch Hamburg. Bilder zeigen den aufwendigen Transport des 3.700 Tonnen schweren Bauwerks.

Vertreter der Deutschen Bahn stehen bei einem Pressetermin vor der neuen Sternbrücke in Hamburg, deren rote Stahlstreben hinter ihnen aufragen.

Vor der neuen Sternbrücke informiert die Deutsche Bahn über den laufenden Transport. Im Hintergrund ist die markante Stahlkonstruktion mit ihren roten Bauteilen zu sehen. / © Foto: Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch

© Titelbild: Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch

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Ein komplettes Brückenbauwerk bewegt sich durch Hamburg-Altona. Nach 14 Monaten Montage hat die neue Sternbrücke ihren Bauplatz verlassen. Spezialfahrzeuge haben die 3.700 Tonnen schwere Stahlkonstruktion durch die Max-Brauer-Allee zur Stresemannstraße getragen. Die Bilder vom Transport zeigen, welche Dimensionen der Brückentausch inzwischen erreicht hat.

  • Bezirk: Altona
  • Standort: Stresemannstraße / Max-Brauer-Allee
  • Projektstatus: Transport und Einhub der neuen Sternbrücke
  • Fertigstellung des Gesamtprojekts: erstes Quartal 2027
  • Bauwerk:700 Tonnen schwer, rund 108 Meter lang
  • Besonderheit: Transport auf einer Konstruktion mit insgesamt 1.088 Rädern

Nach einer spektakulären Fahrt durch Altona ist die neue Sternbrücke an ihrem Ziel angekommen. In der Nacht zum Freitag bewegte sich die 3.700 Tonnen schwere Stahlkonstruktion auf 1.088 Rädern durch die Max-Brauer-Allee. Am frühen Morgen des 31. Juli erreichte sie die Kreuzung mit der Stresemannstraße.

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Die neue Hamburger Sternbrücke wird auf roten Schwerlastfahrzeugen durch die Max-Brauer-Allee in Altona transportiert, während Wohn- und Geschäftshäuser unmittelbar neben dem Bauwerk stehen.

Die neue Sternbrücke passiert beim Transport die dicht bebaute Max-Brauer-Allee in Hamburg-Altona. Der 3.700 Tonnen schwere Überbau bewegt sich auf Schwerlastmodulen zum endgültigen Standort. / © Foto: Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch

Schon während der Fahrt befand sich die Konstruktion rund sechs Meter über dem Boden. Dadurch kann sie am Ziel nun auf gleicher Höhe auf die vorbereiteten Widerlager gesetzt werden.

Die Dimensionen werden vor allem aus der Nähe sichtbar. Unter dem grauen Brückenkörper stehen dicht hintereinander rote Schwerlastmodule. Insgesamt 1.088 Räder verteilen das Gewicht der Konstruktion. Mitarbeiter der Transportfirma kontrollieren die Technik direkt unter dem Bauwerk. Noch vor wenigen Wochen stand die Stahlkonstruktion auf ihrem Montageplatz; nun ist es an seinem finalen Bestimmungsort.

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Ein Mitarbeiter steht zwischen den roten Schwerlastfahrzeugen unter der neuen Sternbrücke in Hamburg, die auf insgesamt 1.088 Rädern transportiert wird.

Unter der neuen Sternbrücke arbeiten Spezialisten zwischen den zahlreichen Schwerlastmodulen. Insgesamt verteilen 1.088 Räder das Gewicht des Bauwerks während des Transports. / © Foto: Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch

Hamburger Sternbrücke: Transport durch die enge Max-Brauer-Allee

Für den Transport musste die Route umfangreich vorbereitet werden. Straßenmobiliar und andere Hindernisse verschwanden zeitweise aus der Max-Brauer-Allee, während Teile der Strecke für die enorme Last hergerichtet wurden. Die Straße ist deshalb bereits seit Ende Juni zwischen Sternbrücke und Schulterblatt gesperrt. Auch die Kreuzung Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee bleibt während der entscheidenden Bauphase für den motorisierten Verkehr geschlossen.

Der Start verlief dabei nicht ohne Unterbrechung. Nachdem die Sternbrücke am 30. Juli ihre ersten Meter zurückgelegt hatte, stoppte die Bahn den weiteren Verschub zunächst. Entlang der Route liefen noch Arbeiten am Transportweg. Hinzu kamen vorgeschriebene Pausenzeiten für die Beschäftigten, die die Schwerlastmodule steuern. Am Abend wurde der Transport fortgesetzt.

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Zwei Mitarbeiter kontrollieren rote Schwerlastmodule von Mammoet unter der neuen Sternbrücke während des Transports durch Hamburg-Altona.

Mitarbeiter der Transportfirma kontrollieren die Schwerlastmodule unter der neuen Sternbrücke. Der Transport über rund 500 Meter erfordert eine präzise Abstimmung der einzelnen Fahrzeuge. / © Foto: Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch

Neue Sternbrücke: Nach dem Einhub beginnt der Ausbau für den Bahnverkehr

Mit dem Transport begann zugleich die letzte große Etappe eines Brückentauschs. Die alte Sternbrücke war zuvor während der Sperrung der Verbindungsbahn zurückgebaut worden.

Nach dem Absetzen des Neubaus sind die Arbeiten nun allerdings noch nicht beendet. Die Bahn muss die Eisenbahninfrastruktur auf und rund um die Brücke herstellen und für den Betrieb vorbereiten. Die Sperrung der Hamburger Verbindungsbahn dauert nach derzeitiger Planung bis einschließlich 30. August 2026. Parallel bündelt DB InfraGO dort weitere Arbeiten, unter anderem an den Eisenbahnbrücken Schanzenstraße und Holstenstraße sowie für den neuen Bahnhof Altona.

Eine Detailaufnahme zeigt die roten Stahlstreben und grauen Bögen der neuen Sternbrücke in Hamburg vor dem Einhub an der Stresemannstraße.

Rote Stahlstreben prägen die Konstruktion der neuen Sternbrücke. Der Neubau ersetzt die bisherige Eisenbahnüberführung an der Stresemannstraße in Hamburg-Altona. / © Foto: Deutsche Bahn AG / Jonas Wresch

Neue Sternbrücke Hamburg
An der Kreuzung von Stresemannstraße und Max-Brauer-Allee ersetzt die Deutsche Bahn die bisherige Sternbrücke durch einen Neubau, der Ende Juli 2026 auf Schwerlasttransportern zu seinem endgültigen Standort bewegt wurde.

 

Quellen: Deutsche Bahn AG, DB InfraGO, Behörde für Verkehr und Mobilitätswende Hamburg

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