Hamburg weitet das Alkoholverbot am Hauptbahnhof aus. Die neue Zone umfasst Teile von St. Georg, Hansaplatz, Steindamm und ZOB.

Kartenansicht der neuen Alkoholverbotszone am Hamburger Hauptbahnhof. Die rot markierte Zone umfasst den Hachmannplatz, den Hansaplatz, den oberen Steindamm, den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) sowie weitere Bereiche in St. Georg.

Die Karte zeigt den Verlauf der erweiterten Alkoholverbotszone rund um den Hamburger Hauptbahnhof. / © Foto: Sozialbehörde : Behörde für Inneres und Sport

© Titelbild: Wikimedia Commons, Alchemist-hp, CC BY-SA 3.0

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Hamburg verschärft die Regeln rund um den Hauptbahnhof. Ab voraussichtlich 1. August 2026 soll die bestehende Alkoholkonsumverbotszone deutlich größer werden. Betroffen sind künftig auch angrenzende Bereiche in St. Georg. Dazu zählen nach Behördenangaben unter anderem der Hansaplatz, der obere Steindamm und der Zentrale Omnibusbahnhof. Ziel ist es, Belastungen durch öffentlichen Alkoholkonsum im Umfeld des Hauptbahnhofs zu reduzieren.

  • Adresse: Bereich Hamburg Hauptbahnhof
  • Bezirk: Hamburg-Mitte
  • Projekt: Erweiterung Alkoholkonsumverbotszone
  • Inkrafttreten: 1. August 2026

Die neue Zone bedeutet nicht, dass Alkohol in dem Gebiet grundsätzlich verboten ist. Untersagt wird der Konsum alkoholischer Getränke auf öffentlichen Flächen. Auch das Mitführen von Alkohol kann untersagt sein, wenn er erkennbar für den Konsum in der Verbotszone bestimmt ist. Wer das Gebiet nur mit alkoholischen Getränken durchquert, darf das weiterhin tun. Erlaubt bleibt auch das Mitführen von Alkohol, wenn er in privaten Räumen oder nicht öffentlichen Bereichen konsumiert werden soll.

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Hamburg Hauptbahnhof: Was in der neuen Alkoholverbotszone gilt

Bei Verstößen gegen das Alkoholkonsumverbot rund um den Hamburger Hauptbahnhof drohen Bußgelder. Die Polizei Hamburg nennt für einen Erstverstoß 40 Euro. Bei wiederholten Verstößen können bis zu 200 Euro fällig werden. Die Zone soll durch Beschilderung erkennbar sein. Eine interaktive Karte der Polizei zeigt das betroffene Gebiet.

Der Senat begründet die Ausweitung mit der Lage rund um den Hauptbahnhof und in St. Georg. Die bisherigen Maßnahmen aus der „Allianz sicherer Hauptbahnhof“ hätten die Situation direkt am Bahnhof nach Behördenangaben beruhigt. Dazu gehören stärkere Polizeipräsenz, Quattro-Streifen, Videoüberwachung, ein Waffenverbot und das bestehende Alkoholkonsumverbot am Hachmannplatz.

Hamburg Hauptbahnhof: St. Georg soll durch die größere Zone entlastet werden

Gleichzeitig beschreibt die Stadt weiter hohe Belastungen in den angrenzenden Wohnquartieren. In den vergangenen Monaten habe die Polizei ihre Präsenz in St. Georg bereits ausgeweitet. Am Hansaplatz und am Hachmannplatz nutzt Hamburg zudem KI-gestützte Videoüberwachung. Ende Juni 2026 wurde die Zahl der Kameras nach Senatsangaben von 16 auf 28 erhöht.

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Allein im ersten Halbjahr 2026 kontrollierte die Polizei im Umfeld mehr als 33.000 Personen. Zudem wurden tausende Platzverweise und Aufenthaltsverbote ausgesprochen. Für St. Georg meldet der Senat für das vergangene Jahr einen Rückgang der Straftaten um mehr als 1.800 Fälle. Die Aufklärungsquote lag demnach bei knapp 74 Prozent.

Innenansicht der Bahnsteighalle des Hamburger Hauptbahnhofs mit mehreren Gleisen, wartenden Zügen und zahlreichen Reisenden. Der Hauptbahnhof ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Deutschlands und Mittelpunkt der erweiterten Alkoholverbotszone.

Der Hamburger Hauptbahnhof zählt täglich mehrere Hunderttausend Reisende. Die neue Alkoholverbotszone soll auch das direkte Umfeld des Bahnhofs entlasten. / © Foto: Wikimedia Commons, Tobiasi0, CC BY-SA 4.0

Alkoholverbot in Hamburg bleibt zunächst befristet

Die Erweiterung der Zone ist zunächst auf ein Jahr angelegt. Begleitend sollen Anwohnende, Gewerbetreibende, Einrichtungen und Institutionen befragt werden. Das bestehende Alkoholverbot direkt am Hauptbahnhof hatte der Senat zuvor nach einer Erprobung um drei Jahre verlängert.

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Neben Kontrolle setzt Hamburg auch auf Hilfsangebote. Dazu zählen der Social HUB, Sozialraumläufer, Angebote in der Repsoldstraße, das Drob Inn, zusätzliche Toiletten und verstärkte Reinigung. Die Innenbehörde arbeitet außerdem an möglichen Alkoholverkaufsverboten. Diese könnten später besonders belastete Bereiche wie St. Georg betreffen.

Quellen: Hamburg.de, Polizei Hamburg, NDR

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