Nach fast 100 Jahren verschwindet die alte Sternbrücke in Hamburg-Altona aus dem Stadtbild. Der Rückbau des historischen Bauwerks hat begonnen, damit die neue, deutlich größere Brücke an ihren Platz gebracht werden kann.

Das Foto zeigt die bestehende Sternbrücke über der Stresemannstraße in Hamburg vor dem Rückbau. Wegen der Bauarbeiten wird die Elbchaussee wieder frei und dient als Ausweichstrecke.

Die bestehende Sternbrücke über die Stresemannstraße wird nun zurückgebaut. Für die Arbeiten wird die Kreuzung mehrere Wochen vollständig gesperrt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: DB InfraGO AG / Jan Philip Schütze

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Nach fast einem Jahrhundert endet die Geschichte der alten Sternbrücke in Hamburg-Altona. Seit Freitag wird das Bauwerk an der Kreuzung von Stresemannstraße und Max-Brauer-Allee schrittweise zurückgebaut. Die Stahlkonstruktion aus dem Jahr 1926 muss weichen, bevor die neue Sternbrücke an ihren künftigen Standort transportiert und eingesetzt werden kann.

Der Austausch der Brücke ist eines der aufwendigsten Infrastrukturprojekte der Deutschen Bahn in Hamburg. Während die alte Konstruktion vor Ort zerlegt wird, wartet wenige hundert Meter entfernt bereits der Ersatz: eine rund 108 Meter lange und etwa 4.500 Tonnen schwere Stahlbrücke, die Ende Juli mit Spezialfahrzeugen bewegt werden soll.

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Sternbrücke: Rückbau mitten im Hamburger Stadtgebiet

Die alte Brücke wird nicht als Ganzes entfernt, sondern in einzelne Stahlteile zerlegt und anschließend abtransportiert. Die Arbeiten sind Teil einer mehrwöchigen Sperrphase, die den Bahn- und Straßenverkehr im Umfeld der Sternbrücke erheblich einschränkt.

Die bestehende Sternbrücke überspannt seit den 1920er-Jahren die wichtige Verkehrsachse zwischen Altona und der Hamburger Innenstadt. Aufgrund ihres Zustands und der Anforderungen an den modernen Bahnverkehr entschied sich die Deutsche Bahn für einen Neubau. Die neue Konstruktion soll künftig mehr Platz im Straßenraum schaffen und die Leistungsfähigkeit der Bahnverbindung erhöhen.

Die geplante neue Sternbrücke in Hamburg überspannt als große graue Stabbogenbrücke ohne Straßenstützen die Kreuzung an der Stresemannstraße.

Die Visualisierung zeigt die neue Sternbrücke in Hamburg als stützenfreie Stabbogenbrücke über der Stresemannstraße. Die nach innen geneigten Stahlbögen tragen künftig vier Bahngleise. / © Visualisierung : Ney & Partners / rendertaxi architecture.visualisation

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Neue Brücke wird auf Spezialfahrzeugen bewegt

Nach dem Abbau der alten Brücke beginnt der nächste spektakuläre Abschnitt des Projekts: Der Neubau wird vom Vormontageplatz an der Max-Brauer-Allee über eine Strecke von rund 500 Metern zum Einbauort transportiert. Dafür kommen sogenannte Tausendfüßler zum Einsatz – hydraulische Schwerlastfahrzeuge mit zahlreichen einzeln steuerbaren Rädern.

Der Einhub der neuen Sternbrücke ist für Ende Juli geplant. Anschließend folgen weitere Arbeiten an der Infrastruktur, bevor der Bahnverkehr Ende August wieder aufgenommen werden soll. Auch nach dem Einsetzen der neuen Brücke bleiben im Umfeld noch Restarbeiten bestehen, unter anderem an den angrenzenden Verkehrsflächen.

Mit dem Brückentausch verschwindet ein prägendes Bauwerk aus dem Hamburger Stadtbild. Die neue Sternbrücke markiert zugleich einen weiteren Schritt beim Ausbau und der Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur der Hansestadt.

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Sternbrücke

Quellen: DB Eisenbahnbrücken für Hamburg, DB InfraGO AG, NDR

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