In Barmbek-Nord rückt der Bau einer neuen U3-Haltestelle näher. Noch bevor Anfang 2027 die eigentlichen Arbeiten beginnen sollen, verändert sich das Gelände entlang des Bahndamms. Dabei geht es nicht nur um die künftige Station, sondern auch um Bäume, neue Grünflächen und spätere Sperrungen der U3.

Für den Bau der neuen U3-Haltestelle Fuhlsbüttler Straße sind in den kommenden Jahren auch Eingriffe in den laufenden U-Bahn-Betrieb vorgesehen. / © Foto: HOCHBAHN
© Titelbild: HOCHBAHN
In Hamburg-Nord beginnt die nächste Phase für die geplante U3-Haltestelle Fuhlsbüttler Straße. Nachdem das Vorhaben bereits im Frühjahr genehmigt worden war, stehen nun die ersten Arbeiten vor Ort an. Sie bereiten den eigentlichen Bau vor, der Anfang 2027 beginnen soll. Dabei wird auch sichtbar, wie stark sich das Umfeld der bestehenden U3-Trasse in den kommenden Jahren verändern wird.
- Bezirk: Hamburg-Nord
- Lage: U3-Strecke unmittelbar westlich der Fuhlsbüttler Straße, zwischen Barmbek und Habichtstraße
- Beginn der Vorbereitungen: Oktober 2026
- Baubeginn: Anfang 2027 geplant
- Inbetriebnahme: Sommer 2029 geplant
- Investition: rund 38,5 Millionen Euro
Die neue Station entsteht auf der oberirdisch verlaufenden U3 zwischen Barmbek und Habichtstraße. Heute liegen zwischen diesen beiden Stationen rund 1,8 Kilometer. Durch den zusätzlichen Halt verkürzen sich die Abstände auf rund 1.150 Meter bis Barmbek und etwa 650 Meter bis Habichtstraße. Die vorhandenen Gleise sollen dabei weitgehend in ihrer heutigen Lage bleiben. Auch die 2003 erneuerte U-Bahn-Brücke über die Fuhlsbüttler Straße bleibt erhalten. Bereits im April hatte die Stadt den Neubau der U3-Haltestelle Fuhlsbüttler Straße genehmigt.
Vor dem Baustart an der Fuhlsbüttler Straße müssen 72 Bäume weichen
Die nun angekündigten Vorbereitungen beginnen im Oktober 2026. Besonders sichtbar wird zunächst der Eingriff in den Baumbestand. Nach Angaben der HOCHBAHN müssen insgesamt 72 Bäume weichen. 61 davon stehen im Bereich des Bahndamms und sind unmittelbar vom Bau betroffen. Weitere elf Bäume gelten bereits als stark geschädigt oder nicht mehr entwicklungsfähig. Gleichzeitig sollen 19 vorhandene Bäume während der Bauzeit besonders geschützt werden.
Nach Abschluss der Arbeiten soll ein Teil des Grüns zurückkehren. Vorgesehen sind 62 neue Bäume sowie Sträucher, Stauden und weitere Grünflächen. Auch die Dächer und die Fassade der Bahnsteighalle sollen begrünt werden. Hinzu kommen Nist- und Fledermauskästen. Außerdem erhält die Station eine Photovoltaikanlage. Regenwasser soll nach den bisherigen Planungen aufgefangen werden und vor Ort versickern können.
Die Station selbst entsteht in Dammlage und erhält Seitenbahnsteige. Der Hauptzugang liegt am östlichen Ende zur Fuhlsbüttler Straße. Dort sind auch die Aufzüge für den barrierefreien Zugang vorgesehen. Ein weiterer Zugang entsteht am westlichen Ende. Dafür ist eine Unterführung durch den Bahndamm geplant, die zugleich eine neue Fußverbindung in Richtung Genslerstraße schafft.

So soll sich die neue U3-Haltestelle Fuhlsbüttler Straße in das Umfeld einfügen. Der Entwurf sieht einen direkten Zugang von der Straße sowie Flächen für den Radverkehr vor. / © Visualisierung: HOCHBAHN
Fuhlsbüttler Straße: 2.600 Menschen erhalten erstmals einen Schnellbahnanschluss
Nach Angaben der HOCHBAHN werden durch die neue Station rund 10.000 Menschen direkt an das U-Bahn-Netz angebunden. Rund 2.600 Menschen erhalten dadurch erstmals einen Schnellbahnanschluss. Neben den Wohngebieten nördlich der Genslerstraße und südlich des Hardorffswegs sollen auch Gewerbebetriebe und neu entstandene Wohnquartiere im mittleren Bereich der Fuhlsbüttler Straße besser erreichbar werden.
Auch das Umfeld soll sich verändern. Geplant sind rund 200 Bike+Ride-Stellplätze, eine StadtRAD-Station und ein hvv-switch-Punkt. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll der Hardorffsweg bis zum Vollmersweg zur Einbahnstraße werden. Die Maßnahmen ergänzen weitere Investitionen entlang der U3. So soll auch die benachbarte U3-Haltestelle Habichtstraße einen zweiten Zugang erhalten.
U3 muss für Bauarbeiten unterbrochen werden
Während der Bauzeit lässt sich der U3-Betrieb allerdings nicht vollständig aufrechterhalten. Die HOCHBAHN kündigt zeitweise Unterbrechungen an. Bereits bekannt ist, dass Arbeiten an der Habichtstraße, an der neuen Station Fuhlsbüttler Straße und am Viadukt Barmbek zeitlich gebündelt werden sollen.
Die Verkehrsbehörde rechnet deshalb in der zweiten Jahreshälfte 2027 mit Einschränkungen zwischen Barmbek und Wandsbek-Gartenstadt. Welche Sperrungen konkret notwendig werden, steht nach Angaben der HOCHBAHN noch nicht fest. Dazu sollen erst nach Abschluss der Detailplanung weitere Informationen folgen.
Neue U3-Haltestelle Fuhlsbüttler Straße
Quellen: HOCHBAHN
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