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Hamburg stärkt seine Rolle als Hockeyhauptstadt mit einem neuen Bundesstützpunkt. Die Anlage am Hemmingstedter Weg bietet nachhaltige Infrastruktur für Spitzensport und Nachwuchsförderung.

Hockey-Bundesstützpunkt, Hamburg-Altona

Das neue Leistungszentrum für Hockey in Hamburg-Altona bietet ein überdachtes Kleinfeld sowie ein Großspielfeld mit Flutlichtanlage. / © Foto: GMH Gebäudemanagement Hamburg

© Visualisierung Titelbild: MRO Architekten Hamburg
© Foto: GMH Gebäudemanagement Hamburg

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Hamburg gilt seit Jahren als Hochburg des deutschen Hockeysports. Rund ein Fünftel aller Nationalspielerinnen und -spieler stammt aus der Hansestadt. Mit der Eröffnung des neuen Bundes- und Landesstützpunkts am Hemmingstedter Weg erhält diese Tradition nun einen Neubau. Auf dem Gelände im Stadtteil Altona-Bahrenfeld ist in den vergangenen zwei Jahren ein Trainingszentrum entstanden, das sowohl Athletinnen und Athleten aus dem Bundes- als auch aus dem Landeskader optimale Trainingsbedingungen bieten soll.

Bis zu 200 Spielerinnen und Spieler werden hier künftig trainieren, darunter etwa 50 Mitglieder der Bundesauswahl. Die Einweihung fand im Beisein zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Sport statt, darunter Hamburgs Sportsenator Andy Grote, Präsident des Deutschen Hockey-Bundes e.V. (DHB) Henning Fastrich und Jens Kerkhoff, Geschäftsführer der Gebäudemanagement Hamburg GmbH.

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Hockeyanlage am Hemmingstedter Weg: Nachhaltig und energieeffizient

Die neue Anlage umfasst ein Kunstrasen-Großspielfeld mit Flutlicht, ein überdachtes Kleinfeld mit Sprintbahn sowie ein Funktionsgebäude mit Trainings-, Kraft- und Büroräumen. Auch Seminarräume und Umkleiden gehören zur Ausstattung. Ein zentrales Ziel des Projekts war es, die sportliche Infrastruktur mit einem nachhaltigen Energiekonzept zu verbinden. Das Gebäude verfügt über eine Photovoltaikanlage, begrünte Fassaden und ein Gründach.

Für die Bewässerung der Kunstrasenfelder wird das Wasser aus einem vorhandenen Brunnen entnommen, in einer unterirdischen Zisterne gespeichert und nach Nutzung gereinigt in den nahegelegenen Ziegeleiteich zurückgeführt. Damit wird die Anlage weitgehend CO₂-neutral betrieben. Der gesamte Energiebedarf des Gebäudes kann zudem ohne fossile Quellen gedeckt werden.

Stadt Hamburg investiert 12,8 Millionen Euro in Hockey-Infrastruktur

Rund 12,8 Millionen Euro flossen in das Projekt. Finanziert wurde der Neubau durch Mittel der Stadt Hamburg sowie durch eine Förderung des Bundesministeriums des Innern und für Heimat in Höhe von 2,73 Millionen Euro. Sportsenator Andy Grote bezeichnete den neuen Stützpunkt als Meilenstein für den Ausbau der Sportinfrastruktur und als wichtigen Impuls für den Leistungssport in Deutschland.

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Der Bau hatte sich leicht verzögert, nachdem der erste Spatenstich im Mai 2023 erfolgt war. Ursprünglich war die Fertigstellung für Anfang 2025 vorgesehen, doch kleinere Verzögerungen führten dazu, dass die offizielle Eröffnung nun im November stattfand. Trotz der späteren Fertigstellung blieb das Projekt unter dem kalkulierten Kostenrahmen.

Bundesstützpunkt Hockey: Perspektive für künftige Sportereignisse wie Olympia

DHB-Präsident Henning Fastrich erklärte, mit dem neuen Bundesstützpunkt werde ein starkes Zeichen für die Zukunft des deutschen Hockeys gesetzt. Die modernen Trainingsbedingungen fügten sich nahtlos in die „Active City“-Strategie der Hansestadt ein, die darauf abzielt, Bewegung und Sport in allen Lebensbereichen zu fördern.

Neben seiner sportlichen Funktion wird der Stützpunkt auch als Baustein in der langfristigen Sportstrategie Hamburgs gesehen. Nach Einschätzung Fastrichs füge sich das Projekt zudem in die Ambitionen der Stadt im Rahmen einer möglichen Olympiabewerbung ein. Mit den neuen Trainingsmöglichkeiten sollen nicht nur die aktuellen Spitzenspielerinnen und -spieler, sondern auch der Nachwuchs langfristig gefördert werden.

Altona-Bahrenfeld: Letzte Arbeiten an der neuen Hockeyanlage

Bundesstützpunktleiter Markus Weise, der bereits mehrere Olympiasiege als Trainer feiern konnte, wird gemeinsam mit einem kleinen Trainerteam die sportliche Entwicklung am Standort leiten. Er betonte, dass die neue Anlage in Deutschland einzigartig sei und einen wichtigen Schritt für die Professionalisierung des Hockeysports darstelle.

Obwohl einige technische Arbeiten, darunter der Anschluss an das Stromnetz, noch ausstehen, wurde das neue Zentrum bereits in Betrieb genommen. Nach mehr als zehn Jahren Planung und Vorbereitung steht dem Hockeysport in Hamburg nun eine Anlage zur Verfügung, die moderne Trainingsbedingungen mit einem nachhaltigen Baukonzept kombiniert.

Quellen: Behörde für Inneres und Sport Hamburg, Hamburger Abendblatt, Magazin Hockey, Hamburg Active City

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