In Halstenbek entsteht mit dem „Quartier an der Grünen Mitte“ ein neues Wohngebiet, das in den kommenden Jahren rund 450 Wohnungen schaffen soll. Die Gemeinde arbeitet dafür eng mit der Adlershorst Baugenossenschaft und Urbainity zusammen. Das Vorhaben verbindet eine nachhaltige Planung mit einer gemeinwohlorientierten Ausrichtung und soll die Wohnraumsituation spürbar entlasten.
© Visualisierung: Adlershorst Baugenossenschaft eG in Zusammenarbeit mit URBAINITY Architecture GmbH
Die Gemeinde Halstenbek hat den Startschuss für eines der größten Wohnbauprojekte im Kreis Pinneberg gegeben. Mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wird das „Quartier an der Grünen Mitte“ nun konkret entwickelt. Die Baugenossenschaft Adlershorst und Urbainity setzen dabei auf eine Kombination aus städtebaulicher Qualität, sozialer Ausrichtung und langfristiger Bewirtschaftung. Bereits 2028 sollen erste Wohnungen bezugsfertig sein, weshalb nun die vertiefte Planungsphase beginnt.
Das Plangebiet befindet sich am Verbindungsweg und umfasst fast drei Hektar. Die Gemeinde hatte die zentral gelegene Baumschulfläche bereits vor neun Jahren erworben, um bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen. Durch eine Erweiterung des Areals, die auch ein Vereinsgelände und eine Gewerbefläche einschließt, entsteht genügend Raum für ein großmaßstäbliches Konzept, das sowohl Wohnnutzung als auch Freiraumgestaltung verbindet.
Wohnungsangebot und soziale Ausrichtung in Halstenbek: Neue Angebote für verschiedene Zielgruppen
In den kommenden acht bis zehn Jahren entstehen rund 450 Wohnungen, von denen die Hälfte öffentlich gefördert werden soll. Dadurch wird Wohnraum für diverse Haushalte geschaffen, etwa für Auszubildende, Familien und Seniorinnen. Die Baugenossenschaft verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, langfristig stabile Mietbedingungen anzubieten und die Bewirtschaftung gemeinwohlorientiert auszurichten.
Die Gemeinde weist darauf hin, dass nach aktuellen Bevölkerungsanalysen bis 2030 rund 1.000 neue Wohnungen benötigt werden. Bürgermeister Jan Krohn erklärte, die Gemeinde habe mit der Adlershorst Baugenossenschaft eG einen verlässlichen Partner gefunden, der die Anforderungen erfüllt und zugleich auf Zukunftsfähigkeit setzt. Er betonte in einer Mitteilung, dass Neubauprojekte notwendig seien, um demografische Veränderungen auszugleichen und einen Rückgang der Bevölkerung zu verhindern.
Grünflächen und ökologische Planung im „Quartier an der Grünen Mitte“: Freiräume für Menschen und Natur
Zentrales Element des neuen Quartiers ist die großzügige Grünanlage, die als grüne Mitte gestaltet wird. Sie übernimmt eine technische Funktion als Regenrückhaltefläche und bildet zugleich einen öffentlich zugänglichen Freiraum mit Gemeinschaftsgärten, Streuobstwiesen und Spielbereichen. Dadurch entsteht ein Ort, der soziale Begegnungen fördert und naturnahe Flächen in das Wohngebiet integriert.
Urbainity setzt darüber hinaus auf ein nachhaltiges Energiekonzept mit zentraler Nahwärmeversorgung, Photovoltaikanlagen und energieeffizienter Bauweise. Ergänzende Maßnahmen wie Regenwasserzisternen und begrünte Freiflächen sollen ein angenehmes Mikroklima schaffen und den Energieverbrauch reduzieren. So wolle man ein modernes Quartier entwickeln, das sowohl ökologisch als auch funktional durchdacht ist.
Mobilität und Anbindung im neuen Halstenbeker Wohngebiet: Fußgängerfreundliche Wege und ÖPNV-Nähe
Die Erschließung des Quartiers erfolgt über ein Mobilitätskonzept, das auf Fuß- und Radwege sowie eine reduzierte Stellplatzquote setzt. E-Ladesäulen ergänzen das Angebot, sodass eine zukunftsorientierte Nutzung verschiedener Verkehrsmittel möglich wird. Besonders vorteilhaft ist die direkte Nähe zum S-Bahnhof Krupunder, sodass viele Wege ohne Auto zurückgelegt werden können.
Eine neue Wegeverbindung soll das Quartier unmittelbar an den Bahnhof anschließen und gleichzeitig das bestehende Wegenetz verbessern. Die Gemeinde erwartet dadurch eine höhere Aufenthaltsqualität und eine bessere Anbindung an das regionale Verkehrsnetz. Daher soll das Wohngebiet nicht nur zusätzlichen Wohnraum schaffen, sondern auch eine städtebauliche Aufwertung im Umfeld des Bahndamms bewirken.
Quellen: Gemeinde Halstenbek, IZ Immobilien Zeitung
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