Der Hochmeisterplatz in Halensee wird in den kommenden Jahren umfassend umgestaltet. Neue Grünflächen, klimaresiliente Bepflanzungen und barrierefreie Zugänge sollen den Platz fit für die Herausforderungen des Klimawandels machen.

Weitläufige Rasenfläche des Hochmeisterplatzes in Halensee mit Bäumen, Wohngebäuden und einzelnen Besucherinnen und Besuchern im Hintergrund.

Der Hochmeisterplatz in Berlin-Halensee soll bis 2028 klimaangepasst und barrierefrei umgestaltet werden. Die markante Wellentopografie der Rasenfläche bleibt dabei erhalten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

ANZEIGE

Mit einem „Tag der offenen Baustelle“ informierte das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf am Dienstag über die laufende Umgestaltung des Hochmeisterplatzes in Halensee, ein Ortsteil im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Zahlreiche Anwohnende nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über die Planungen und den Baufortschritt zu informieren.

  • Hochmeisterplatz wird zu einer klimaangepassten und barrierefreien Grünanlage umgestaltet
  • „Tag der offenen Baustelle“ informierte Anwohnende über den aktuellen Stand der Arbeiten
  • Neue Natursteinmauer mit Sitzgelegenheiten entsteht bereits
  • Wege sollen entsiegelt und Regenwasser künftig besser auf dem Gelände gehalten werden
  • Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für 2028 vorgesehen

Das Projekt wird gemeinsam vom Fachbereich Grünflächen des Bezirksamtes und der Berliner Hochschule für Technik (BHT) umgesetzt. Ziel ist es, die Grünanlage zu einem attraktiven, barrierearmen und klimaangepassten Aufenthaltsort für Menschen aller Generationen weiterzuentwickeln.

Hochmeisterplatz in Halensee: Klimahain, Staudenbeete und entsiegelte Wege

Im Mittelpunkt der Planungen stehen Maßnahmen zur Klimaanpassung. Vorgesehen sind unter anderem ein neuer Klimahain mit klimaresilienten Baumarten sowie umfangreiche Staudenpflanzungen, die speziell auf trockene und zunehmend heiße Sommer abgestimmt sind.

ANZEIGE

Darüber hinaus sollen Wegeflächen entsiegelt, Regenwasser künftig besser auf dem Gelände zurückgehalten und die Zugänglichkeit des Platzes verbessert werden. Auch die charakteristische wellenförmige Topografie der Rasenflächen bleibt erhalten. Dies war bereits im Vorfeld ein ausdrücklicher Wunsch vieler Anwohnender.

Umgestaltung in Charlottenburg-Wilmersdorf: Neue Natursteinmauer entsteht bereits

Studierende des Fachbereichs Landschaftsarchitektur der BHT waren maßgeblich an der Entwicklung der Konzepte beteiligt. Nach Angaben von Professorin Inés Rohlfing wurde das Vorhaben über einen Zeitraum von rund einem Jahr vorbereitet und eng mit dem Grünflächenamt abgestimmt.

Sichtbarster Bestandteil der aktuellen ersten Bauphase ist der Neubau einer Natursteinmauer, die künftig auch neue Sitzmöglichkeiten integrieren wird. Die bestehende, sanierungsbedürftige Mauer war der ursprüngliche Anlass für das gesamte Projekt. Finanziert wird der Ersatzbau aus Sondermitteln.

ANZEIGE

Ausgelegter Gestaltungsplan des Hochmeisterplatzes mit eingezeichneten Grünflächen, Wegen und geplanten Umbaumaßnahmen.

Ein Übersichtsplan zeigt die geplanten Maßnahmen auf dem Hochmeisterplatz, darunter neue Pflanzflächen, barrierefreie Zugänge und Maßnahmen zum Regenwassermanagement. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Neue Bewässerung und barrierefreie Zugänge für den Hochmeisterplatz

Mit dem Abriss der alten Mauer begann das Vorhaben bereits Mitte Mai. Für die neue Konstruktion musste das Gelände teilweise modelliert werden, um Regenwasser künftig stärker in die Platzmitte zu lenken. Die Verarbeitung der bis zu 500 Kilogramm schweren Natursteine stellte die Beteiligten vor besondere technische Herausforderungen.

Auch die bestehende Bewässerungsanlage wird modernisiert. Geplant ist unter anderem eine Trinkwassertrennstation, um künftig einen Rückfluss von verunreinigtem Wasser in das Trinkwassernetz zu verhindern. Gleichzeitig sollen die Regner präziser eingestellt werden, damit künftig weder Wege noch Pflanzflächen unnötig bewässert werden.

ANZEIGE

Neuer Hochmeisterplatz bis 2028: Positive Resonanz, aber auch offene Fragen

Zusätzliche Treppenanlagen sowie der Abbau von Zäunen an mehreren Stellen sollen den Zugang zur Grünanlage erleichtern und die Barrierefreiheit verbessern. In der anschließenden Diskussion bewerteten viele Anwohnende die Planungen grundsätzlich positiv.

Gleichzeitig wurden Fragen zur künftigen Nutzung des Platzes gestellt. Dabei ging es unter anderem um nächtliche Lärmbelastungen, die Nutzung durch Jugendliche sowie Probleme mit Drogenhandel im Umfeld der Anlage.

Während die bauliche Umgestaltung bis 2028 abgeschlossen werden soll, werden Fragen der sozialen Betreuung, Pflege und dauerhaften Unterhaltung des Platzes auch künftig eine wichtige Rolle für das Bezirksamt spielen.

Besucherinnen und Besucher stehen auf der Baustelle des Hochmeisterplatzes und informieren sich über die laufende Umgestaltung.

Zahlreiche Anwohnende nutzten den „Tag der offenen Baustelle“, um sich über die Planungen und den aktuellen Stand der Arbeiten zu informieren. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Neu errichtete Natursteinmauer mit angrenzendem Staudenbeet auf dem Hochmeisterplatz während der laufenden Umgestaltungsarbeiten.

Die neue Natursteinmauer bildet den sichtbarsten Teil der ersten Bauphase. Künftig sollen die massiven Steinblöcke auch als Sitzgelegenheiten genutzt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Berliner Hochschule für Technik

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

2 Kommentare

  1. M.Hillen 19. Juni 2026 at 08:13 - Reply

    Zahlreiche „Anwohnende“ …. Klingt in meinen Ohren irre!
    Vielleicht sollten Sie mal verinnerlichen, dass über 90% der Bevölkerung den ideologiefreien und korrekten Gebrauch der deutschen Sprache bevorzugt.

  2. Stefan 5. Juli 2026 at 23:34 - Reply

    Finde ich alles super. Was mich wundert, ist, dass niemand an mehr Hundeauslaufflächen denkt. Das liegt sicher am Auftraggeber, dem Bezirk. Aber:
    Ich selbst habe gar keinen und stehe der Hundehaltung in der Großstadt auch skeptisch gegenüber.

    Umso mehr sollte sollte der Bezirk mehr Hundesauslaufplätze ausweisen bzw. einrichten.
    Gründe:
    1. Es gibt keine(?) oder kaum innerstädtische Plätze. Das freue Laufenlassen ist überall verboten.
    2. Hunde brauchen für eine artgerechte Haltung aber Auslauf und Begegnungszonen mit anderen Hunden. Auch den Halter_innen tun Auslaufflächen gut. (Positives Beispiel ist hier etwa die Fläche am S-Bahnhof Schöneberg).
    3. Das größte Auslaufareal Berlins liegt mit dem Grunewald zwar im Bezirk, aber ist nicht für alle (Menschen ohne Auto, anderen Mobilitätseinschränkungen oder für Ältere) barrierefrei erreichbar. Die Wege dorthin erzeugen unnötigen und vermeidbaren innerstädtischen Verkehr.
    4. Das übliche freie Laufenlassen von Hunden erzeugt Nutzungskonflikte in bezirklichen Parks und wird durch das Ordnungsamt mit Gebühren geahndet. Das führt zwar zu Einnahmen des OA, aber auch zu Kothaufen auf Liegewiesen und zu Verärgerung von Hundehalter_innen und anderen Nutzenden gleichermaßen. Statt Konflikte zu schüren, lässt sich das Hundeauslaufverbot umso eher durchsetzen, indem man auf Ausweichplöätze verweisen kann.
    5. Die Halter_innen zahlen an den Bezirk Hundesteuer ohne Gegenleistung.
    6. Viele Parks haben genug Fläche, deren Einzäunung preiswert zu errichten wäre, u.a. Hochmeisterplatz (südliche Seite), wen er sowieso gerade umgestaltet wird.

    Frage: Ist das in der Planung einmal mitgedacht oder erwogen worden? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, inwiefern und mit welchem Ergebnis?

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.