Autofahrerinnen und Autofahrer im Berliner Norden müssen sich ab Dienstag auf Einschränkungen einstellen. Die Nordhafenbrücke wird grundlegend instand gesetzt, mit halbseitiger Sperrung und Bauzeit bis 2027.
© Titelbild: SenMVKU
Ab heute wird es enger auf der Bundesstraße 96 zwischen Müllerstraße/Sellerstraße und Heidestraße. Die Nordhafenbrücke, die den Verkehr über den Nordhafen im Zuge des Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal führt, wird umfassend instand gesetzt. Die Bauarbeiten beginnen am 3. März 2026 und sollen bis ins zweite Quartal 2027 andauern.
Notwendig ist die Maßnahme aufgrund zahlreicher Schäden am Bauwerk. Diese beeinträchtigen nach Angaben der zuständigen Stellen sowohl die Standsicherheit als auch die Dauerhaftigkeit der Brücke. Bereits im Vorfeld wurde eine Lastbeschränkung angeordnet. Um die Verkehrssicherheit langfristig zu gewährleisten, erfolgt nun eine Grundinstandsetzung in zwei Bauabschnitten.
Nordhafenbrücke wird umfassend saniert – Verkehr wird neu geführt
Während der Bauzeit bleibt die Brücke halbseitig gesperrt. In Fahrtrichtung Heidestraße steht nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung, zudem werden die Fahrspuren im Baustellenbereich verschwenkt. Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer müssen sich auf veränderte Abläufe einstellen.
Auch für den Fuß- und Radverkehr ergeben sich Änderungen. Je nach Bauphase werden beide auf einem Gehweg gebündelt und im Gegenverkehr an der Baustelle vorbeigeführt. Auf der nordöstlichen Seite wird eine mobile Lichtsignalanlage installiert, um die Querung der Sellerstraße zu ermöglichen. Die Einrichtung der Verkehrsführung begann bereits in den Morgenstunden des 3. März. Ortskundige werden gebeten, den Bereich möglichst weiträumig zu umfahren.
Brücke zwischen Müllerstraße und Heidestraße aus den späten 1960er-Jahren: Baukosten liegen bei 2,5 Mio. Euro
Die Nordhafenbrücke entstand zwischen 1968 und 1970. Es handelt sich um eine Stahl-Hohlkastenbrücke mit orthotroper Fahrbahnplatte, die als Drei-Feld-Bauwerk den Nordhafen überspannt. Der Überbau misst rund 138 Meter zwischen den Endauflagern, die Brückenbreite beträgt knapp 20 Meter.
Im Zuge der Sanierung werden unter anderem die Übergangskonstruktionen erneuert, der komplette Fahrbahnbelag ersetzt und Teile der Abdichtung ausgetauscht. Auch Geländer und Lichtmasten werden neu installiert. Hinzu kommen Korrosionsschutzarbeiten am Stahlüberbau sowie Betoninstandsetzungen an den Widerlagern, wo Risse und Abplatzungen festgestellt wurden. Die veranschlagten Baukosten liegen bei rund 2,5 Millionen Euro.
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
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