An der Warschauer Straße in Friedrichshain nimmt das „HAINWERK“ Gestalt an: Während das Wohngebäude an der Revaler Straße kurz vor der Fertigstellung steht, wächst der Büro- und Einzelhandelstrakt noch in die Höhe.

Visualisierung des geplanten Gebäudeensembles HAINWERK an der Ecke Warschauer Straße/Revaler Straße

Bis 2027 soll hier ein siebengeschossiger Neubau mit rund 29.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche entstehen, der Büro-, Wohn- und Einzelhandelsnutzungen in einer Holzhybridbauweise vereint und die Blockrandstruktur schließt. / © Visualisierung: MIR

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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An der Warschauer Straße, Ecke Revaler Straße in Berlin-Friedrichshain, entsteht mit dem „HAINWERK“ ein siebengeschossiges Gebäudeensemble mit rund 29.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Das Projekt entwickelt HAMBURG TEAM als Service Developer für das Fondshaus Henderson Park, den Entwurf liefert das Büro GRÜNTUCH ERNST ARCHITEKTEN. Ursprünglich sollte das Ensemble 2026 fertiggestellt werden, doch inzwischen rechnet der Projektentwickler mit einer Fertigstellung im Jahr 2027.

Das Ensemble greift die historische Blockrandstruktur auf und schließt damit den Stadtraum nach außen, während im Inneren terrassierte Freiflächen entstehen. Ein massiver Sockel aus Sichtbeton bildet die Basis, darüber erhebt sich eine Holzhybridkonstruktion mit umlaufenden Balkonen.

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Projektabschluss 2026 kann nicht erreicht werden: Wohngebäude kurz vor Fertigstellung, Bürobau folgt

Eingerüsteter Baukörper entlang der Revaler Straße.

Blick auf das Wohngebäude an der Revaler Straße, das sich bereits im fortgeschrittenen Ausbau befindet, die Fassade ist weitgehend fertiggestellt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Auf der Baustelle zeigt sich derzeit ein deutlicher Fortschritt, der je nach Gebäudeteil unterschiedlich weit vorangeschritten ist. Besonders das Wohngebäude entlang der Revaler Straße steht kurz vor der Fertigstellung: Die Fassade ist weitgehend fertig, die geplanten Wohnungen in diesem Bauabschnitt könnten daher noch im laufenden Jahr übergeben werden.

Der Gebäudeteil zur Warschauer Straße ist noch nicht ganz so weit fortgeschritten. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf die Fertigstellung der vertikalen Erschließung, wobei Treppenhäuser und Gebäudekerne zunächst in Betonbauweise gegossen werden mussten.

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Das nimmt entsprechend Zeit in Anspruch, ist bei komplexen Sonderbauten jedoch insbesondere aus brandschutztechnischen Gründen notwendig. Sobald dieser Schritt abgeschlossen ist, kann mit dem Holzbau begonnen werden. Dieser gilt als besonders effizient, da die Bauteile bereits vorgefertigt werden und auf der Baustelle nur noch montiert werden müssen. Dementsprechend könnte der Bau in den kommenden Monaten noch einmal deutlich an Fahrt aufnehmen, auch wenn mit einer Fertigstellung nicht vor 2027 zu rechnen ist.

Nutzungskonzept des „HAINWERK“ an der Warschauer Straße: Mikroapartments, Büros und Rückkehr des „Party-REWE“

Rohbauarbeiten am Gebäudeteil zur Warschauer Straße, aktuell entsteht die vertikale Erschließung in Betonbauweise.

Rohbauarbeiten am Gebäudeteil zur Warschauer Straße, aktuell entsteht die vertikale Erschließung in Betonbauweise. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Das Nutzungskonzept setzt auf eine klare Durchmischung: Rund 65 Prozent der Flächen entfallen auf Büros, etwa 20 Prozent auf Wohnen und rund 15 Prozent auf Einzelhandel. Neben den 125 Mikroapartments ergänzen kleinteiliger Handel im Erdgeschoss sowie großzügige Büroflächen das Angebot, sodass ein lebendiges Quartier mit vielfältiger Nutzung entsteht.

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Ein besonderer Bestandteil ist dabei die Rückkehr eines REWE-Markts, der 2023 abgerissen worden war und seinerzeit als „Party-REWE“ galt. Mit rund 2.300 Quadratmetern im Untergeschoss soll er künftig sowohl die Nachbarschaft als auch Besucherinnen und Besucher des RAW-Geländes versorgen.

Klimaneutraler Betrieb des Neubaus: Holzhybridbau, Geothermie und begrünte Terrassen

Eingerüsteter Baukörper entlang der Revaler Straße.

Eingerüsteter Baukörper entlang der Revaler Straße. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Das Projekt setzt konsequent auf Nachhaltigkeit und verbindet dafür eine CO₂-reduzierte Holzhybridbauweise mit einem weitgehend autarken Energiekonzept. Dieses kombiniert 140 Geothermie-Sonden mit Photovoltaikanlagen und Luftwärmepumpen, um eine nahezu unabhängige Wärmeversorgung zu gewährleisten und einen klimaneutralen Betrieb zu ermöglichen.

Darüber hinaus prägen begrünte Terrassen auf jeder Etage, kaskadierende Gärten sowie eine grüne Promenade das Freiraumkonzept und verbessern gleichzeitig das Mikroklima im dicht bebauten Umfeld. Eine rund 900 Quadratmeter große Dachterrasse rundet das Ensemble ab und erhöht die Biodiversität im Quartier. Für seine Nachhaltigkeitsleistung strebt das Projekt Zertifizierungen wie DGNB Platin, LEED Platin sowie den Effizienzhaus-40-Standard an.

Eingerüsteter Baukörper entlang der Revaler Straße.

Hier zeigt sich der unterschiedliche Baufortschritt besonders deutlich. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: HAMBURG TEAM Gesellschaft für Projektentwicklung GmbH, Grüntuch Ernst Architekten, Henderson Park 

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