Im Frankfurter Ostend wird derzeit an einem der größten Neubauprojekte der Stadt gearbeitet: Mit dem Büroensemble „ANQR“ soll bis zum Jahr 2028 ein markantes Highlight am Rande des Hafenparkquartiers entstehen.

Im Hochhausensemble „ANQR“, dem nördlichsten Neubau im Hafenparkquartier soll zukünftig auch die Hauptzentrale der ING-Bank einziehen. Die Bauarbeiten befinden sich in vollem Gange und sollen voraussichtlich bis 2028 abgeschlossen werden. / © Foto: B&L Gruppe
© Titelbild: B&L Gruppe // Visualisierung: XOIO GmbH, Berlin
Im Frankfurter Ostend entsteht derzeit ein weiteres Großprojekt, das die Dynamik des neu entstehenden „Hafenparkquartiers“ (HPQ) unterstreicht. Der Hamburger Projektentwickler B&L Real Estate GmbH entwickelt gemeinsam mit dem Architekturbüro Meixner Schlüter Wendt ein Büroensemble, das den Namen „ANQR“ trägt und bis 2028 fertiggestellt werden soll. Der Bau liegt an der Hanauer Landstraße nahe der Europäischen Zentralbank (EZB) und wird nach seiner Fertigstellung das Quartier städtebaulich abschließen.
Der Weg zum Baustart begann bereits im Mai 2019 mit dem Erwerb des rund 12.300 Quadratmeter großen Grundstücks an der Honsellstraße. Daraufhin erteilte die Stadt Frankfurt im Juli 2024 die Baugenehmigung, und B&L Real Estate legte im Mai den symbolischen Grundstein. Bereits im Februar starteten die Verantwortlichen mit den Rohbauarbeiten und verbauten rund 300 Tonnen Bewehrungsstahl in der Bodenplatte. Im dritten Quartal dieses Jahres wollen sie den Rohbau der Tiefgarage abschließen, bevor sie mit dem Hochbau beginnen.
Gebäudeensemble „ANQR“: zwei Baukörper schaffen 100.000 qm Bruttogeschossfläche
Insgesamt umfasst das Projekt „ANQR“ zwei Gebäudeteile: einen Flachbau mit sieben Etagen sowie ein Hochhaus mit insgesamt 16 Stockwerken, das unter dem Namen „HPQ Office“ firmiert. Gemeinsam sollen die Gebäude nach Fertigstellung Platz für rund 3.800 Arbeitsplätze bieten. Insgesamt entstehen etwa 100.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche, davon rund 64.000 Quadratmeter oberirdisch und 35.400 Quadratmeter unterirdisch. Das Projekt bietet insgesamt rund 64.700 Quadratmeter vermietbare Fläche.
Bereits vor Fertigstellung ist ein Großteil der Flächen vergeben. So sicherte sich die Bank ING rund 32.000 Quadratmeter für ihre künftige Deutschlandzentrale. Damit wird „ANQR“ nicht nur ein markanter architektonischer Akzent im Ostend, sondern auch ein wichtiger Standort für die Finanzbranche.
Frankfurt Ostend, Gebäudeensemble ANQR: nachhaltige Bauweise und moderne Ausstattung
Besonderes Augenmerk legen die Entwickler auf eine nachhaltige Bauweise. Im gesamten Ensemble wird vollständig auf fossile Energien verzichtet. Zudem sind 540 Pkw-Stellplätze mit Ladestrom sowie 900 Fahrradstellplätze mit Aufzug vorgesehen. Die Nutzer erwartet ein großzügiges Foyer, das als repräsentativer Empfangsbereich dient.
Auch die Aussichtsmöglichkeiten auf die Frankfurter Skyline sollen nicht zu kurz kommen: Auf dem Flachbau entsteht eine Terrasse, ein weiteres Highlight wird die Rooftop-Lounge im 16. Stock des Wolkenkratzers sein. Aus diesem Blickwinkel wird man einen Großteil des Bankenviertels sehen können, unter anderem auch aktuellste Hochhausprojekte wie beispielsweise das „FOUR“, den „Sparda-Bank-Tower“ oder den „Central Business Tower“.
„ANQR“-Hochhaus im Ostend: Ein Abschluss für das Hafenparkquartier
Mit „ANQR“ entsteht ein städtebaulicher Schlusspunkt des Hafenparkquartiers. Direkt an der Spitze der Osthafenmole plant B&L Real Estate zwar ein weiteres Hotelprojekt, doch hierfür gibt es bislang keinen konkreten Zeitplan. Zunächst soll das Ensemble „ANQR“ die Transformation des Ostends weiter vorantreiben und dem Quartier neue Impulse geben.
Bis 2028 wird das Projekt die Skyline des Frankfurter Ostends nachhaltig verändern und gleichzeitig neue Arbeits- und Begegnungsräume schaffen. Mit der Ansiedlung der ING-Bank und neuen Flächen für weitere Unternehmen will das Hafenparkquartier seine Bedeutung als attraktiver Standort für Wirtschaft und Dienstleistungen weiterhin ausbauen.

Zunächst lag der Fokus im Hafenparkquartier auf dem westlichen Gebäudeensemble. Dieser Teil des Quartiers grenzt direkt an den Hafenpark und konnte bereits größtenteils fertiggestellt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Skyline Atlas, HPQ Frankfurt, Meixner Schlüter Wendt, B&L Real Estate GmbH
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