Seit über zehn Jahren wird über den Sports-Dome in der Hamburger HafenCity gesprochen. Doch auf dem Grundstück am Baakenhafen ist bis heute kein Bau entstanden. Nun zeichnet sich erstmals wieder ein möglicher Zeitplan für das Großprojekt ab.
© Titelbild: HASCHER JEHLE Architektur in Zusammenarbeit mit bloomimages/Care-Energy Sports-Dome
Vor mehr als zehn Jahren wurde der Sports-Dome erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die geplante Indoor-Sportanlage im Quartier Baakenhafen sollte auf rund 12.000 Quadratmetern mehr als 25 Trendsportarten unter einem Dach vereinen. Ein Architekturwettbewerb entschied sich damals für den Entwurf des Berliner Büros Hascher Jehle Architektur.
Das Konzept sah ein siebenstöckiges Gebäude mit vielfältigen Sport- und Freizeitangeboten vor. Neben Indoor-Skydiving, einer stehenden Surfwelle sowie Ski- und Golfsimulatoren war auch ein rund 25 Meter hoher Tauchturm geplant, der sich über mehrere Ebenen durch das Gebäude ziehen sollte. Ergänzt werden sollte das Angebot durch Gastronomie-, Wellness- und Familienbereiche.
Verzögerungen über Jahre: Grundstück am Baakenhafen unbebaut
Die ursprüngliche Eröffnung war für das Ende der 2010er Jahre vorgesehen. Nach der Insolvenz des damaligen Sponsors Care-Energy verzögerte sich das Projekt jedoch erheblich. Weitere Rückschläge folgten durch die Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs.
Bis heute ist das Baufeld 83a unbebaut. Zwischen den Neubauten gegenüber dem Baakenpark wird die Fläche derzeit unter anderem als provisorischer Parkplatz genutzt.
Neuer Zeitplan für Sports-Dome im Gespräch: Baustart könnte ab Jahresende erfolgen
Nach Informationen der Hamburger Morgenpost (MOPO) befindet sich das Projekt inzwischen erneut in einem Anhandgabe-Verfahren mit der Stadt. Wie die MOPO berichtet, rechnet Geschäftsführer Leif Bachorz derzeit mit einem Spatenstich im Dezember 2026 und dem Beginn der Tiefbauarbeiten Anfang 2027. Eine Eröffnung wäre demnach frühestens ab 2028 realistisch.
Gleichzeitig werde das Konzept teilweise überarbeitet. Laut MOPO steht insbesondere der ursprünglich geplante Tauchturm zur Diskussion, da die Stadt eine langfristig flexibler nutzbare Immobilie bevorzugt. Andere Angebote wie der Windtunnel oder Surf- und Sportsimulationen sollen dagegen weiterhin Teil des Projekts bleiben.
Ob der Sports-Dome damit tatsächlich in absehbarer Zeit realisiert wird, bleibt vorerst offen. Nach mehr als einem Jahrzehnt wechselnder Zeitpläne dürften viele das Projekt erst dann als gesichert betrachten, wenn auf dem Grundstück tatsächlich Bauarbeiten beginnen.
Quellen: HafenCity Hamburg GmbH, MOPO, Hascher Jehle Architektur, neueroeffnung.info, Hamburger Abendblatt, NDR
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