An der Schulstraße in Berlin-Wedding nimmt der Neubau des Gymnasiums sichtbar Gestalt an. Der Rohbau ist abgeschlossen, erste Fassadenbereiche zeigen farbige Akzente, und die äußere Hülle wird derzeit fertiggestellt. Die Fertigstellung des Schulcampus ist für den Verlauf des Jahres vorgesehen.

Der Rohbau ist vollständig errichtet, während die Gebäude derzeit eingerüstet sind und die Arbeiten an der Außenfassade sichtbar voranschreiten. An mehreren Geschossen ist die Außenfassade bereits montiert und wird von horizontalen Fensterbändern mit farbig akzentuierten Lamellen geprägt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
An der Schulstraße im Berliner Ortsteil Wedding wächst ein neues Gymnasium heran, dessen Konturen inzwischen klar erkennbar sind. Der Rohbau der Schulgebäude steht, an den ersten Abschnitten ist bereits die Fassade montiert. Farbige Akzente setzen dabei erste gestalterische Marker im Straßenraum und lassen erahnen, wie sich der Neubau künftig in das Quartier einfügen wird.
Das Projekt entsteht im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive und wird von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE realisiert. Vorgesehen ist ein vierzügiges Gymnasium mit Platz für 664 Schülerinnen und Schüler. Die Bauarbeiten verlaufen planmäßig, die Fertigstellung ist weiterhin für 2026 vorgesehen.
Zwischen Gründerzeit und Nachkriegsmoderne: Gymnasiumsneubau schließt Baulücke an der Schulstraße
Das Grundstück liegt innerstädtisch in einem Wohngebiet mit offener Bebauung. Viergeschossige Gründerzeitbauten treffen hier auf bis zu siebengeschossige Nachkriegsgebäude. Der Schulneubau schließt eine langjährige Baulücke zwischen dem denkmalgeschützten Jüdisches Krankenhaus Berlin an der Iranischen Straße und einem weiteren Baudenkmal im Südwesten.
Zuvor befand sich auf dem Areal ein leerstehendes Seniorenheim. Dessen Rückbau erfolgte zwischen Oktober 2022 und März 2024. Erst danach konnte mit dem eigentlichen Hochbau begonnen werden, der nun deutlich sichtbar in die Höhe gewachsen ist.
Compartmentkonzept in Wedding: Ackermann + Raff entwerfen Gymnasium mit drei Lernhäusern
Der architektonische Entwurf stammt vom Büro Ackermann + Raff Architekten GmbH, das sich in einem Wettbewerb gegen 15 weitere Teams durchsetzte. Geplant sind drei vieleckige Baukörper, die jeweils eigenständige Lernbereiche aufnehmen und zugleich ein zusammenhängendes Ensemble bilden.
Das Gebäude folgt dem Berliner Lernhaus- beziehungsweise Compartmentkonzept. Jedes Compartment funktioniert wie eine kleine Schule innerhalb des Gesamtkomplexes. Unterrichts-, Aufenthalts- und Teamräume gruppieren sich um ein zentrales Forum, das gemeinschaftlich genutzt wird und kurze Wege ermöglicht.
Klare Wegeführung im Schulneubau: Innere Straße ordnet Gymnasium an der Schulstraße
Im Inneren verbindet eine sogenannte „Innere Straße“ alle Bereiche der Schule. Entlang dieser Achse liegen im Erdgeschoss Fachräume, Mehrzweckbereiche und die Sporthalle. In den Obergeschossen setzt sich die Struktur fort, ergänzt um zentrale Teambereiche mit Blick in die jeweiligen Foren.
Diese Organisation soll sowohl Orientierung als auch Aufenthaltsqualität schaffen. Gleichzeitig reagiert der Entwurf auf den begrenzten Grundstückszuschnitt und schirmt die Unterrichtsräume gezielt vom umliegenden Verkehrslärm ab.
Doppel-Sporthalle und Quartiersanbindung: Schulcampus in Wedding steuert auf Fertigstellung 2026 zu
Zum Schulcampus gehört eine freistehende Doppel-Sporthalle mit insgesamt sechs Hallenteilen. Sie ist nicht nur für den Schulsport vorgesehen, sondern soll auch dem Vereinssport offenstehen. Ergänzend wird die nahegelegene Hanne-Sobeck-Sportplatzanlage in das Nutzungskonzept eingebunden.
Mit dem sichtbaren Fassadenfortschritt rückt die Fertigstellung näher. Während derzeit die Außenhülle vervollständigt wird, laufen parallel die weiteren Ausbauarbeiten. Ziel bleibt es, den neuen Schulstandort im Laufe des Jahres 2026 in Betrieb zu nehmen und damit zusätzliche dringend benötigte Schulplätze im Bezirk Mitte zu schaffen.
Quellen: HOWOGE, a+r architekten, BATEG GmbH Berlin
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