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Ende Januar startet die Sanierung der Kaimauer im Gutleuthafen auf einem 765 Meter langen Abschnitt. Die Arbeiten erfolgen vom Wasser aus und werden so organisiert, dass der Umschlag von Gütern und der laufende Hafenbetrieb weitgehend aufrechterhalten bleiben, wodurch die langfristige Funktionsfähigkeit des Standorts gesichert werden soll.

Gutleuthafen Frankfurt

Die Kaimauer des Gutleuthafens steht seit fast sechs Jahrzehnten und weist altersbedingte Abnutzungen auf. Für den Ersatzneubau errichtet die HFM eine Stahlspundwand rund einen Meter vor der alten Mauer, die dem Verlauf des bestehenden Ufers folgt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Ende Januar startet die HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mbH mit der Sanierung der Kaimauer im Gutleuthafen. Auf einem 765 Meter langen Abschnitt wird die bestehende Spundwand durch eine neue Stahlkonstruktion ersetzt, während der Hafenbetrieb weitgehend aufrechterhalten bleiben soll.

Die Kaimauer des Gutleuthafens steht seit fast sechs Jahrzehnten und weist altersbedingte Abnutzungen auf. Für den Ersatzneubau errichtet die HFM eine Stahlspundwand rund einen Meter vor der alten Mauer, die dem Verlauf des bestehenden Ufers folgt.

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Die Konstruktion wird einfach verankert, ihr oberer Abschluss besteht aus einem Stahlbetonholm, in den die Verankerungen integriert sind. Auf diese Weise entsteht eine dauerhaft tragfähige Ersatzkonstruktion, ohne dass der Querschnitt des Hafens wesentlich verändert wird.

Provisorische Umschlagstellen ermöglichen Fortführung des Hafenbetriebs während der Kaimauersanierung

Die Arbeiten erfolgen vollständig vom Wasser aus. Auf speziell ausgerüsteten Arbeitspontons bearbeiten die Teams abschnittsweise den Uferbereich, während Schubboote die Pontons im Verlauf des Baufortschritts verlagern.

Um zentrale Umschlagprozesse nicht zu unterbrechen, werden provisorische Umschlagstellen eingerichtet. Dazu werden Spundbohlen mit Nischenpollern, also Stahlplatten, an denen Schiffe oder Pontons sicher befestigt werden können, temporär an der bestehenden Uferwand montiert, sodass der Güterumschlag auch während der Bauarbeiten weitgehend gewährleistet bleibt.

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Stephanie Wüst, Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Stadtmarketing, betont die Bedeutung der Sanierung für die Stadtlogistik. Sie sichere die Funktionsfähigkeit des Gutleuthafens und ermögliche den ansässigen Unternehmen, über die Bauzeit hinweg weitgehend uneingeschränkt zu arbeiten.

Gutleuthafen Frankfurt als zentraler Logistikstandort mit Anbindung an Wasser, Schiene und Straße

Mit seinen Standorten Gutleuthafen, Osthafen 1 und Osthafen 2 zählt der Frankfurter Hafen zu den zentralen Logistikstandorten der Rhein-Main-Region. Rund 110 Unternehmen nutzen die dreifache Anbindung an Wasserstraße, Schiene und Straße.

Jährlich werden etwa vier Millionen Tonnen Güter per Schiff und Bahn umgeschlagen, wodurch der Hafen einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Frankfurts leistet.

Gutleuthafen verbindet langfristige Hafenfunktion mit geplanter Entwicklung zu Gewerbe und Wohnen

Der Gutleuthafen ist der kleinste der drei Standorte des Frankfurter Hafens, spielt aber aufgrund seiner Lage im Westen der Stadt eine wichtige logistische Rolle. Insbesondere bei der Ver- und Entsorgung von innerstädtischen Baustellen übernimmt er zentrale Aufgaben und trägt damit zur Funktionsfähigkeit der städtischen Infrastruktur bei. Die aktuelle Kaimauersanierung konzentriert sich auf den Bereich des Gutleuthafens, der langfristig für den Güterumschlag vorgesehen ist und soll bis August 2027 abgeschlossen sein.

Gleichzeitig sieht der 2011 von den Frankfurter Stadtverordneten beschlossene „Rahmenplan Sommerhoffpark“ eine neue städtebauliche Nutzung für den östlichen Teil des Hafenareals vor. Dort ist geplant, eine Mischbebauung aus Gewerbe- und Wohnnutzung zu realisieren, die den Standort langfristig aufwerten und städtebaulich entwickeln soll.

Gutleuthafen Frankfurt

Mit seinen Standorten Gutleuthafen, Osthafen 1 und Osthafen 2 zählt der Frankfurter Hafen zu den zentralen Logistikstandorten der Rhein-Main-Region. Rund 110 Unternehmen nutzen die dreifache Anbindung an Wasserstraße, Schiene und Straße. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Gutleuthafen Frankfurt

Im westlichen Teil des Frankfurter Gutleutviertels stehen in den kommenden Jahren grundlegende Veränderungen an. Die Stadt Frankfurt plant hier die Entwicklung des sogenannten „Produktiven Quartiers Gutleut-West“. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Stadt Frankfurt am Main, HFM Frankfurt, 

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