In Reinickendorf wurde der Grundstein für ein neues Jugend- und Stadtteilzentrum an der Auguste-Viktoria-Allee gelegt. Bis 2027 soll das neue Gebäude stehen.

Neubau Jugend- und Stadtteilzentrum (Reinickendorf)

© Titelbild: BA Reinickendorf

 

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Mit einer feierlichen Zeremonie hat der Bezirk Reinickendorf am 23. April 2026 den Grundstein für ein neues Jugend- und Stadtteilzentrum gelegt. Der Neubau entsteht an der Auguste-Viktoria-Allee und soll künftig zentrale Angebote für Jugendliche und die Nachbarschaft bündeln. Vertreter aus Politik, Verwaltung sowie die Trägerorganisationen LebensWelt und Albatros nahmen an der Veranstaltung teil. Auch Kinder und Jugendliche des bestehenden Jugendzentrums LAIV waren vor Ort.

  • Bezirk: Reinickendorf
  • Adresse: Auguste-Viktoria-Allee 16c, 13403 Berlin
  • Bauherr: Bezirksamt Reinickendorf
  • Kosten: rund 10,125 Millionen Euro
  • Fertigstellung: 2027

Mit dem Einmauern einer Zeitkapsel startete offiziell die Bauphase für das Jugendzentrum und Stadtteilzentrum. Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner und Staatssekretär Stephan Machulik richteten Grußworte an die Gäste.

Multifunktionaler Bau für Jugendzentrum und Stadtteilzentrum

Machulik erklärte, das Gebäude werde ein zentraler Treffpunkt für den Kiez und binde auch das künftige „Schumacher Quartier“ ein. Zudem betonte er, dass die Finanzierung über mehrere Förderprogramme gesichert sei und das Projekt bis 2027 umgesetzt werde.

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Das geplante Gebäude vereint ein Jugendzentrum und ein Stadtteilzentrum unter einem Dach. Beide Bereiche erhalten eigene, klar getrennte Flächen. Gleichzeitig entstehen gemeinsam nutzbare Räume wie ein Veranstaltungssaal und Bewegungsflächen. Das Konzept sieht außerdem Angebote für Beratung und nachbarschaftliches Engagement vor.

Reinickendorfer Jugendzentrum LAIV gilt als marode

Die Bezirksbürgermeisterin machte deutlich, dass der Neubau eine zentrale Lücke schließt. Bislang fehle im Kiez eine wetterunabhängige Jugendeinrichtung. Das neue Jugendzentrum soll Räume bieten, die stärker an den Bedürfnissen junger Menschen ausgerichtet sind. Gleichzeitig entsteht ein offener Treffpunkt für die gesamte Nachbarschaft.

Der Bedarf ergibt sich auch aus der aktuellen Situation des bestehenden Jugendzentrums LAIV. Die Einrichtung befindet sich derzeit in ehemaligen Lager- und Personalräumen mit begrenztem Platz und baulichen Mängeln. Ein Neubau ist notwendig, um langfristig tragfähige Angebote zu sichern.

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Nachhaltigkeit prägt den Neubau an der Auguste-Viktoria-Allee

Das Bauprojekt setzt gezielt auf nachhaltige und kreislaufgerechte Bauweise. Die Planung sieht eine Holz-Massivkonstruktion vor, die später einen Rückbau und die Wiederverwendung von Materialien ermöglicht. Ergänzend kommen recycelte Baustoffe zum Einsatz.

Für die Energieversorgung nutzt das Gebäude eine Kombination aus Erdwärmepumpe und Photovoltaikanlage. Dadurch soll der CO2-Ausstoß deutlich sinken. Ein Gründach sowie sogenannte Rigolen sorgen dafür, dass Regenwasser gespeichert und vor Ort genutzt wird.

Jugendzentrum in Reinickendorf: Wettbewerbssieger und Kunst am Bau

Die Grundlage für den Neubau bildet ein Architekturwettbewerb aus dem Jahr 2021. Der Entwurf von Jan Hübener setzte sich dabei durch. Bereits 2019 hatten Verwaltung, Fachakteure und Öffentlichkeit im Rahmen des Quartiersmanagements ein Nutzungskonzept entwickelt.

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Nach der Fertigstellung wird das bestehende Jugendzentrum LAIV abgerissen. Anschließend gestaltet der Bezirk die Außenanlagen neu. Parallel zum Bau entsteht ein künstlerisches Gestaltungselement. Der Entwurf von Anne Boissel sieht farbige Fenster im Treppenhaus vor, die durch wechselnde Beleuchtung ergänzt werden. Die Gestaltung greift Bezüge zur benachbarten Kirche auf und soll das Gebäude auch visuell im Stadtraum verankern.

Quellen: Bezirksamt Reinickendorf, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

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