Die Rückkehr der Grundschule am Weißen See in ihr saniertes Gebäude verzögert sich erneut. Der geplante Umzug zu den Osterferien 2026 ist nach aktueller Einschätzung nicht mehr realisierbar. Grund sind unter anderem Frostschäden und notwendige Arbeiten an Fluchtwegen.

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, A.Savin, CC BY-SA 3.0 

 

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Die denkmalgeschützte Grundschule am Weißen See in der Amalienstraße wird nicht wie geplant zu den Osterferien 2026 in ihr saniertes Gebäude zurückkehren. Das Bezirksamt Pankow teilte mit, dass der angestrebte Termin nach Auswertung der aktuellen Baustellensituation nicht gehalten werden könne.

Zwar ist die Finanzierung der Gesamtmaßnahme inzwischen gesichert. Eine Finanzierungslücke von rund 13,74 Millionen Euro wurde nach Abstimmung mit der Senatsverwaltung geschlossen. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf etwa 36,7 Millionen Euro. Damit können die denkmalgerechte Restaurierung und Sanierung grundsätzlich abgeschlossen werden, der Zeitplan gerät jedoch erneut ins Wanken.

Grundschule am Weißen See: Frostperiode und Wasserschäden verzögern Sanierung in der Amalienstraße

Ursächlich für die Verzögerung ist nach Angaben des Bezirksamts eine ungewöhnlich lange Frostperiode. Dadurch konnten Wasserschäden im Treppenhaus — einem zentralen Flucht- und Rettungsweg — nicht beseitigt werden. Die Arbeiten seien nur bei dauerhaft mindestens fünf Grad Celsius möglich gewesen, was in den vergangenen Monaten nicht gegeben war.

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Zudem müsse weiterhin die Undichtigkeit des Dachs zwischen Schulgebäude und Sporthalle behoben werden. Auch das betroffene Mauerwerk werde überprüft. Diese Maßnahmen könnten nicht im laufenden Schulbetrieb erfolgen, da ein Fluchtweg gesperrt werden müsse. Die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler habe Vorrang, erklärte das Bezirksamt.

Grundschule am Weißen See: Ausbauarbeiten laufen — Umzugstermin Winterferien 2026 weiterhin unsicher

Parallel dazu befinden sich die Bauarbeiten in einer fortgeschrittenen Ausbauphase. Mehrere Gewerke arbeiten gleichzeitig, darunter Trockenbau, Maler-, Elektro- und Tischlerarbeiten sowie Maßnahmen im Bereich der Außenanlagen. Für einen Umzug in den Winterferien 2026 müssten neben den Ausbauleistungen auch alle Restarbeiten abgeschlossen und technische sowie baurechtliche Abnahmen durchgeführt werden.

Der Bezirk nennt auf ENTWICKLUNGSSTADT-Nachfrage mehrere Risikofaktoren, die auch diesen früheren Termin gefährden könnten. Dazu zählen anhaltende Lieferengpässe, Verzögerungen einzelner Fachfirmen, winterliche Witterungsbedingungen sowie mögliche Verschiebungen bei Abnahmen. Das Bezirksamt kündigte weitere Gespräche mit der Schulgemeinschaft an, um zu prüfen, ob ein Umzug noch vor den Sommerferien 2026 organisiert werden kann. Bis dahin bleibt die Schule weiterhin am Ausweichstandort.

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Quellen: Bezirksamt Pankow

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