Im Frankfurter Ostend steht ein neues Büroensemble, das moderne Arbeitswelten mit viel Grün kombinieren möchte. Das Atreeum soll städtebaulich auffallen und ökologische Aspekte mit flexibler Nutzung verbinden.

Ein Foto des Atreeums in Frankfurt

Das Bürogebäude „Atreeum“ im Frankfurter Ostend wurde bereits letztes Jahr fertiggestellt und ist mittlerweile fast vollständig vermietet. Der Fokus des Projekts lag auf dem ökologischen Konzept und dem biophilen Design. © Foto: Meixner Schlüter Wendt / OFB

© Visualisierung: swissinteractive / OFB

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Zwischen historischen Industriegebäuden und neuen Wohn- und Büroflächen im Frankfurter Ostend nimmt das Neubauprojekt Atreeum die Rolle einer grünen Oase ein. Die OFB Projektentwicklung errichtet das Ensemble auf einem 5.000 Quadratmeter großen Grundstück des ehemaligen Unternehmens Glasbau Hahn.

Die Ziele waren groß: auf etwa 17.200 Quadratmetern Bruttogrundfläche sollten 8.448 Quadratmeter Nutzfläche für rund 570 Arbeitsplätze entstehen. Das Büroensemble liegt zwischen Hanauer Landstraße und Containerumschlagplatz im Ostend, nahe der Europäischen Zentralbank. Mit einer Bauzeit von rund drei Jahren konnte das Office-Projekt bereits 2024 fertiggestellt werden.

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Büroensemble Atreeum: Was genau entsteht im Frankfurter Ostend?

Das Büroensemble Atreeum verfügt auf sechs Obergeschossen und zwei Untergeschossen über möglichst offene und flexible Flächen für unterschiedliche Arbeitsanforderungen. Diese sind mittlerweile fast vollständig vermietet. Dachterrassen, Balkone und begrünte Innenhöfe bieten Raum für Meetings, Pausen oder konzentriertes Arbeiten. In den beiden Innenhöfen sind ebenfalls gastronomische Angebote vorgesehen. Aber nicht nur die Gestaltung dieser Atrien orientiert sich hauptsächlich an Gartenkonzepten, auch die Innenräume wurden biophil designt.

Die einzelnen Office-Nutzungseinheiten befinden sich in den sechs Stockwerken des Gebäudeensembles und sollen sich durch ein offenes Konzept variabel und vielseitig einrichten lassen. Dabei sollen Raumakustik und Luftqualität in allen Büroeinheiten durch Betonkerntemperierung, Heiz-Kühldeckensegel und CO₂-gesteuerte Teilklimatisierung reguliert werden. Zudem sind anders als in vielen anderen Bürogebäuden alle Fenster öffenbar.

Ökologie im Fokus: Office-Projekt Atreeum möchte neue Standards im Bürobau setzen

Die architektonische Planung des Projekts verantwortete das Frankfurter Architekturbüro Meixner Schlüter Wendt. Die Fassade des sechsstöckigen Hochhauses besteht aus dunklen Klinkern und schmalen Fensterschlitzen. Diese Gebäudehülle soll vor Emissionen schützen. Zu den beiden Atrien öffnet sich das Gebäude mit horizontalen Schichten, die die Höhenstaffelung der Umgebung aufnehmen.

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Innenhöfe und Dachflächen sind bepflanzt und möchten ein Mikroklima schaffen, das Schatten spendet, Temperaturen reguliert und die Luftqualität verbessert. Die Kommunikation und Interaktion zwischen Mitarbeitenden soll durch Pavillons, Lauben und Balkone gefördert werden.

DGNB-Gold Zertifizierung: Projektentwickler setzt auf Begrünung, Retentionsflächen und Photovoltaik

Die OFB Projektentwicklung setzen bei dem Office Projekt Atreeum also einen klaren Fokus auf ökologische Aspekte und verfügt über eine DGNB-Gold Zertifizierung. Dafür wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt: Photovoltaikanlagen decken den Grundstrombedarf für Heizung und Kühlung, Gaswärmepumpen liefern zusätzliche Energie.

Zudem sollen begrünte Fassaden und Dachgärten die Luftqualität verbessern, dort eingebaute Retentionsflächen halten das Regenwasser zurück und dienen der Bewässerung der Grünanlagen. Auch für alternative Mobilität ist gesorgt: Vor Ort stehen 150 Fahrradstellplätze und 114 E-Auto-Stellplätze bereit. Ein Lastmanagement-System gewährleistet die Nutzung dieser Ladestationen.

Teil eines wachsenden Quartiers: Atreeum ergänzt bestehende Blockrandbebauung im Ostend

Mit Nähe zur Europäischen Zentralbank und Lage im aktiven Ostend ist das Atreeum Teil eines wachsenden Büro- und Wohnumfeldes. Die Einbindung in die Blockrandstruktur greift die industrielle Prägung des Quartiers auf und ergänzt die bestehende Infrastruktur zwischen Hanauer Landstraße und Hafenareal.

Seit 2025 ist das Gebäude in Betrieb, auch die OFB Projektentwicklung hat hier ihren Unternehmenssitz bezogen. Damit wird das Ensemble selbst zum Praxisbeispiel für die geplanten Arbeits- und Nachhaltigkeitskonzepte. Ob sich die ambitionierten ökologischen Ansätze langfristig im Betrieb bewähren, wird sich im laufenden Alltag zeigen.

Quellen: Atreeum, OFB Projektentwicklung, Meixner Schlüter Wendt, Skyline Atlas

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