Der Senat hat die räumliche Abgrenzung für das geplante Stadtquartier Blankenburger Süden angepasst. Das Gebiet wird insgesamt kleiner, zugleich kommen Flächen in Heinersdorf hinzu. An den rund 8.600 geplanten Wohnungen ändert sich dadurch nach aktuellem Stand nichts.

Die Gebietskulisse wird verkleinert: Nicht mehr benötigte Flächen entfallen, kleinere Bereiche in Heinersdorf kommen hinzu. / © Foto STUDIO RW Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
© Titelbild: Ildar Biganiakov / Studio RW/ Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Im Berliner Nordosten wird die Planung für eines der größten neuen Wohnquartiere der Stadt weiter konkretisiert. Der Senat hat am 11. August die räumliche Abgrenzung für den Blankenburger Süden angepasst. Das sogenannte Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung wird insgesamt kleiner, zugleich werden einzelne Flächen in Heinersdorf neu einbezogen.
Die sogenannte Paragraf-9-Gebietskulisse war 2018 festgelegt worden und umfasst Flächen rund um den Blankenburger Pflasterweg, die Heinersdorfer Straße sowie angrenzende Bereiche in mehreren Ortsteilen. Innerhalb dieses Gebiets liegen die Zuständigkeiten für Bebauungs- und Landschaftspläne beim Land Berlin.
Zuständigkeitsbereich geändert: Blankenburger Süden bleibt bei 156 Hektar
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen der Gebietskulisse und dem eigentlichen neuen Stadtquartier. Die nun beschlossene Anpassung verändert vor allem den räumlichen Zuständigkeitsbereich für die übergeordnete Planung. Das geplante Quartier selbst umfasst weiterhin rund 156 Hektar und soll etwa 8.600 Wohnungen aufnehmen. Damit handelt es sich nach Angaben des Senats aktuell um die größte zusammenhängende Wohnungsbauentwicklung Berlins.
Aus der Gebietskulisse herausgenommen werden Flächen, auf denen nach dem heutigen Planungsstand keine Entwicklung mehr im Zusammenhang mit dem Blankenburger Süden vorgesehen ist. Gleichzeitig kommen kleinere Arrondierungsflächen in Heinersdorf hinzu. Sie sollen eine zusammenhängende Planung ermöglichen.
Drei Bereiche bilden das neue Quartier in Berlin-Pankow
Die konkrete Planung des Stadtquartiers wurde in den vergangenen Jahren weiter ausgearbeitet. Grundlage ist das vom Senat im April 2025 beschlossene Struktur- und Nutzungskonzept. Vorgesehen ist eine Entwicklung in drei Teilbereichen: der rund 90 Hektar großen Teilfläche Nord, der etwa 60 Hektar umfassenden Teilfläche Süd und der rund neun Hektar großen „Alten Gärtnerei“ in Heinersdorf.
Für das gesamte Quartier sind neben den Wohnungen auch rund 20 Hektar Gewerbeflächen vorgesehen. Hinzu kommen Schulen, Kitas, Grün- und Freiflächen, ein Quartierszentrum sowie ein Straßenbahnbetriebshof.
Die vorbereitenden Untersuchungen für den Blankenburger Süden laufen weiter. Nach Angaben des Landes ist für Ende 2026 eine öffentliche Veranstaltung geplant, bei der Ergebnisse der Untersuchungen, der Rahmenplan für die Teilfläche Süd und die nächsten Planungsschritte vorgestellt werden sollen. Ein konkreter Termin steht bislang nicht fest.
„Stadtquartier Blankenburger Süden“
Quellen: Senatskanzlei Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, mein.Berlin
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