Mit dem Projekt „Ohlsdorf 2026“ startet die HOCHBAHN die bislang umfangreichste Bauphase an der U1. Neben der Erneuerung eines historischen Bahnsteigs und einer zentralen U-Bahn-Brücke werden auch die Voraussetzungen für die künftige Verknüpfung von U1 und U5 geschaffen.

Das Projekt „Ohlsdorf 2026“ bündelt die Maßnahmen zur umfassenden Modernisierung der bestehenden Infrastruktur und zur Vorbereitung künftiger Netzerweiterungen. / © Foto Wikimedia Commons, Oxfordian Kissuth, CC BY-SA 3.0
© Titelbild: Wikimedia Commons, Christian Liebscher (Platte), CC BY-SA 3.0
Zwischen Bahndamm und Brückenträgern beginnt in diesem Sommer ein Umbau, der den Hamburger Norden über Jahre prägen wird. Mit dem Projekt „Ohlsdorf 2026“ startet die HOCHBAHN die bislang umfangreichste Bauphase an der U1: Ein historischer Bahnsteig wird neu aufgebaut, eine zentrale Brücke ersetzt und gleichzeitig der Grundstein für die künftige Anbindung der U5 gelegt.
Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen die vollständige Erneuerung des mehr als 100 Jahre alten U1-Bahnsteigs in Ohlsdorf sowie der Neubau der unmittelbar angrenzenden U-Bahn-Brücke über die Alsterdorfer Straße. Darüber hinaus werden weitere Bauwerke entlang des Streckenabschnitts saniert, Gleise erneuert und technische Anlagen modernisiert.
Drei Monate Sperrung auf der U1 zwischen Fuhlsbüttel Nord und Lattenkamp
Für die Umsetzung der Maßnahmen wird die U1 von Montag, 13. Juli, bis Mittwoch, 14. Oktober, zwischen Fuhlsbüttel Nord und Lattenkamp gesperrt. Die HOCHBAHN richtet während dieser Zeit einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Ergänzend sollen Direktbusse ohne Zwischenhalt zwischen Langenhorn Markt und Lattenkamp verkehren. Je nach Verkehrslage müssen Fahrgäste mit längeren Reisezeiten rechnen.
Die Bauphase nutzt das Verkehrsunternehmen bewusst, um mehrere Projekte gleichzeitig umzusetzen. So wird neben dem Neubau der rund 45 Meter langen Brücke an der Alsterdorfer Straße auch die U-Bahn-Brücke über die Alster instand gesetzt. Zudem stehen Arbeiten an Gleisen, Schwellen und weiterer technischer Infrastruktur auf dem Programm.
Sengelmannstraße: Voraussetzungen für den Umstieg zur U5
Eine zentrale Rolle spielt während der Sperrung die Haltestelle Sengelmannstraße. Dort werden die Voraussetzungen für den künftig geplanten bahnsteiggleichen Umstieg zwischen U1 und U5 geschaffen. Dafür müssen die Gleise der U1 neu angeordnet werden. Nach Wiederaufnahme des Betriebs im Oktober werden die Züge der U1 an den Außengleisen halten. Die künftigen U5-Gleise sollen später in Mittellage entstehen und einen direkten Umstieg ohne Ebenenwechsel ermöglichen.
Nach Angaben der HOCHBAHN ist das Projekt ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Infrastrukturstrategie. Ziel sei es, bestehende Anlagen rechtzeitig zu modernisieren und gleichzeitig die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau des Hamburger U-Bahn-Netzes zu schaffen.
„Ohlsdorf 2026“: Vorbereitende Maßnahmen laufen bereits
Die ersten Arbeiten für „Ohlsdorf 2026“ hatten bereits zu Jahresbeginn begonnen. Im Umfeld der Alsterdorfer Straße wurden insgesamt 25 Bäume gefällt, um Flächen für den Bau neuer Stützwände, Logistikbereiche und den Brückenneubau bereitzustellen. Nach Abschluss der Arbeiten sind Ersatzpflanzungen vorgesehen.
Bereits vor Beginn der Hauptsperrung wird es vom 10. bis 12. Juli eine weitere Unterbrechung zwischen Ochsenzoll und Ohlsdorf geben. Diese dient vorbereitenden Maßnahmen für die anschließende Bauphase. Auch in diesem Zeitraum wird ein Ersatzverkehr eingerichtet.
Nach Ende der Streckensperrung bleibt die Haltestelle Ohlsdorf zunächst eingeschränkt nutzbar. Vom 15. bis 28. Oktober werden U-Bahnen in Richtung Innenstadt die Station ohne Halt durchfahren. Fahrgäste müssen in diesem Zeitraum über Alsterdorf beziehungsweise Klein Borstel umsteigen.
Von den Bauarbeiten unberührt bleibt die S-Bahn-Station Ohlsdorf. Auch die Anbindung des Hamburg Airport wird während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten.
Quellen: HOCHBAHN
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