An der Oberlandstraße zwischen Tempelhof und Neukölln entsteht derzeit ein neuer, mehrstöckiger Produktionskomplex für die Herstellung pharmazeutischer Arzneimittel. Bis 2027 soll hier ein vollständig ausgebauter Standort für flüssige und halbfeste Arzneiformen fertiggestellt werden.

In Neukölln plant die Paul W. Beyvers GmbH den Ausbau eines pharmazeutischen Produktionsstandorts mit neuen Gebäuden für die Herstellung flüssiger und halbfester Arzneimittel sowie einem Hochregallager zur deutlichen Erweiterung der Kapazitäten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Wer derzeit die Oberlandstraße durch das Gewerbegebiet zwischen Tempelhof und Neukölln befährt, hat in der Nähe der „Atelier Gardens“ zuletzt möglicherweise einen Kran wahrgenommen. Ebenfalls sichtbar ist dort inzwischen eine freistehende Wand aus Beton und Stahl, die erkennen lässt, welchem Bauvorhaben der Kran zugeordnet ist.
Doch kaum etwas deutet auf den ersten Blick darauf hin, was hier künftig entstehen soll. Tatsächlich handelt es sich um den Ausbau eines pharmazeutischen Produktionsstandorts, der den Standort Berlin langfristig stärken soll.
Erweiterung der Produktionskapazitäten: Das entsteht jetzt an der Oberlandstraße
Hinter dem Vorhaben steht die Paul W. Beyvers GmbH, ein pharmazeutischer Lohnhersteller mit Sitz in der Hauptstadt. Das Unternehmen investiert rund 40 Millionen Euro in den Ausbau seiner Produktions- und Lagerkapazitäten. Ziel ist es, insbesondere die Herstellung flüssiger sowie halbfester Arzneimittel deutlich auszuweiten und bestehende Prozesse zu modernisieren. Auch die Zugehörigkeit zur InfectoPharm GmbH spielt dabei eine strategische Rolle im Hintergrund.
Geplant ist ein mehrstöckiges Produktionsgebäude an der Ecke Schaffhausener Straße mit rund 3.000 Quadratmetern Fläche sowie ein 22 Meter hohes Hochregallager. Dieses soll künftig etwa 3.000 zusätzliche Palettenplätze bieten. Durch die direkte Verbindung zwischen Produktion und Lager werden interne Transportwege verkürzt und Abläufe effizienter gestaltet. Herzstück der Anlage wird eine neue Prozessanlage, die Chargengrößen von bis zu 2.500 Kilogramm ermöglicht.

Entlang der Oberlandstraße an der Ecke Schaffhausener Straße, zwischen Tempelhof und Neukölln, sind erste Baufortschritte inzwischen deutlich sichtbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Perspektive bis 2027 und Blick auf Versorgungssicherheit
Die Fertigstellung des Neubaus ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Neben der baulichen Erweiterung setzt das Projekt auf weitgehend automatisierte Abfülllinien und zusätzliche Kapazitäten für flüssige Arzneiformen. Auch Erweiterungsflächen innerhalb des Gebäudes bleiben bewusst reserviert, um künftiges Wachstum zu ermöglichen.
Mit dem Ausbau verknüpfen die Beteiligten auch den Anspruch, die Arzneimittelproduktion in Deutschland und Europa langfristig stabiler aufzustellen. Der Standort Berlin bleibt damit Teil einer industriellen Entwicklung, die sich zunehmend auf Versorgungssicherheit und Produktionskapazitäten im europäischen Kontext konzentriert.
Paul W. Beyvers GmbH
Quellen: Paul W. Beyvers GmbH
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