Ein ehemaliges Parkhaus in Hamburgs Neuer Gröningerstraße wird derzeit zu einem Wohnhaus mit geförderten Wohnungen sowie Kultur- und Gewerbeflächen umgebaut. Hinter Bauzäunen läuft ein ungewöhnliches Umbauprojekt, das zeigt, wie innerstädtische Bestandsbauten für neue Nutzungen genutzt werden können.

Visualisierung Umbau Gröninger Hof, Hamburg

© Visualisierung: Genossenschaft Gröninger Hof eG Architektur: Duplex Architekten, Landschaftsarchitektur: Rabe Landschaften, Visualisierung: Jonas Bloch. Mit freundlicher Unterstützung von PRIMUS Developments

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Wer an der Neuen Gröningerstraße  im Zentrum Hamburgs vorbeigeht, sieht ein Parkhaus, das durch Bauzäune abgesperrt ist – auf den ersten Blick lässt sich nur wenig Bautätigkeit erkennen. Doch was beinahe unscheinbar wirkt, ist Teil eines größeren Vorhabens: Aus dem Bestandsbau soll der „Gröninger Hof“ werden, ein Wohnhaus mit öffentlich geförderten Wohnungen sowie Flächen für Kultur und Gewerbe.

Das Projekt in der Neuen Gröningerstraße 12 war mehrere Jahre in Planung. Es ist Teil der Diskussion um neue Wege, innerstädtische Flächen zu nutzen und Wohnraum in verdichteten Innenstadtlagen zu schaffen.

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Parkhaus in der Neuen Gröningerstraße wird genossenschaftliches Wohnprojekt

Die Idee: Ein ehemals funktionales Parkhaus in ein sozial orientiertes Wohngebäude umzuwandeln. Träger ist die Genossenschaft Gröninger Hof eG, die aus einer zivilgesellschaftlichen Initiative hervorgegangen ist. Geplant sind rund 90 geförderte Wohneinheiten, ein Drittel davon vorgesehen für soziale Träger und Gruppen, ergänzt durch Nutzungen im Erdgeschoss für Gewerbe, Kultur und Bildung.

Die Besonderheit: Das Grundstück bleibt im Eigentum der Stadt Hamburg und wurde der Genossenschaft im Wege des Erbbaurechts für 75 Jahre – mit Option auf 25 weitere Jahre – überlassen. Die Finanzierung stützt sich aus öffentlichen Mitteln, städtischen Fonds und Genossenschaftsanteilen. Auch eine autoarme Mobilitätslösung ist Teil des Konzepts.

Wandel im Bestand: Chancen und Herausforderungen in Hamburger Altstadt

Gröninger Hof, Parkhaus in HamburgVisualisierung Gröninger Hof

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT // © Visualisierung: Genossenschaft Gröninger Hof eG Architektur: Duplex Architekten, Landschaftsarchitektur: Rabe Landschaften, Visualisierung: Jonas Bloch. Mit freundlicher Unterstützung von PRIMUS Developments

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Technisch gesehen erfordert der Umbau weit mehr als nur eine Umnutzung. Teile des ursprünglichen Betonbaus sind aufgrund statischer Mängel nicht erhaltbar und werden abgebrochen, während andere Bauteile wie Fundamente und einzelne Wände in den neuen Bau integriert werden sollen. Durch diesen Bestandserhalt will man Ressourcen schonen und vermeidbare Neubauenergie vermeiden.

Architektonisch zeichnet sich ein klassisch ruhiger Entwurf ab, bei dem hellere Innenhöfe und gemeinschaftlich nutzbare Bereiche geplant sind. Teilweise entstehen sogenannte Clusterwohnungen mit geteilten Küchen oder Gemeinschaftsräumen, was auf ein stärkeres nachbarschaftliches Leben abzielt.

Gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung: „Gröninger Hof“ soll 2027 fertig werden

Politisch hat das Projekt Zuspruch von Stadtentwicklungsbehörden bekommen, die es als Beispiel für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung darstellen. Für 2027 ist die Fertigstellung des Hamburger Baus vorgesehen – bis dahin bleibt das Gelände ein sichtbarer Zwischenzustand zwischen parkender Vergangenheit und wohnender Zukunft.

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Gröninger Hof, Parkhaus in Hamburg, Baustelle

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Gröninger Hof, Parkhaus in Hamburg

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Quellen: hamburg.de, Finanzbehörde, Genossenschaft Gröninger Hof eG, KAP Forum

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