Die Personenunterführung Ost am Bahnhof Griesheim wurde nach anderthalb Jahren umfassender Sanierung modernisiert, hell gestaltet und mit künstlerischen Akzenten versehen. Neue Aufzüge, Treppenanlagen und Beleuchtung verbinden Barrierefreiheit mit einem einladenden Raumgefühl.

Bahnhof Griesheim vor dem Umbau

Parallel zur Sanierung der Unterführung modernisiert die Deutsche Bahn den gesamten Bahnhof Griesheim. Bis April 2026 sollen die Bahnsteige auf 96 Zentimeter Höhe angehoben und die Bahnsteigdächer zurückgebaut und neu errichtet werden. / © Foto: Wikimedia Commons, S. Kasten, CC BY-SA 3.0 

© Foto Titelbild: Stadt Frankfurt am Main, Maik Reuß
© Foto: Wikimedia Commons, S. Kasten, CC BY-SA 3.0

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Seit Ende November 2025 können Reisende und Fußgänger wieder durch die Personenunterführung Ost am Bahnhof Griesheim gehen. Nach anderthalb Jahren umfassender Sanierung präsentiert sich der Tunnel in neuem Licht. Hell, freundlich und mit modernen Aufzügen ausgestattet verbindet er den Norden und Süden Griesheims nun barrierefrei und komfortabel.

Die Sanierung erfolgte in einem Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Bahn und der Stadt Frankfurt, vertreten durch das Amt für Straßenbau und Erschließung. Bis zu ihrer Sperrung nutzten täglich rund 13.000 Menschen die Unterführung. Die Maßnahmen dienten dazu, die bauliche Substanz zu erneuern und zugleich das Erscheinungsbild des Tunnels aufzuwerten. Rampen konnten aus Platzgründen nicht realisiert werden, daher übernehmen nun Aufzüge auf der Nord- und Südseite die barrierefreie Erschließung.

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Neue Treppenanlage und künstlerische Gestaltung machen die Unterführung heller und einladender

Besonders ins Auge fällt die neue, fächerförmige Treppenanlage auf der Nordseite. Sie lässt mehr Tageslicht in den Tunnel und wirkt einladender als die frühere Konstruktion. Die Beleuchtung wurde vollständig erneuert und harmoniert mit der künstlerischen Gestaltung, sodass der zuvor dunkle und in die Jahre gekommene Durchgang nun freundlich und offen wirkt.

Die optische Neugestaltung entstand aus einem künstlerischen Wettbewerb, den das Kultur- und Mobilitätsdezernat initiiert hatte. Den Zuschlag erhielt der Entwurf „Grüße aus Griesheim“ des Frankfurter Künstlers Anselm Baumann. Die Fliesen im Tunnel zeigen stilisierte Emojis, die sich aus der Distanz zu einem lachenden Gesicht formen und den Raum auflockern.

Sanierung stärkt Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit der Personenunterführung

Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert erklärte, dass die sanierte Unterführung nun wieder ihrem Zweck diene. Sie erleichtere den Zugang zur Bahn und fördere den Fußverkehr zwischen Nord- und Südgriesheim.

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Kulturdezernentin Ina Hartwig hob hervor, dass die Gestaltung Baumanns sich nahtlos in das neue Gesamtkonzept des Bahnhofs einfüge. Der Künstler selbst ergänzte, dass die Smileys beim Gehen sichtbar werden und sich gut für Fotos nutzen ließen.

Behelfsbrücke sichert barrierefreie Nutzung während und nach der Bauphase

Die Arbeiten stellten die Beteiligten vor große Herausforderungen. Bereits vor dem Abriss der Unterführung erschwerten der schlechte bauliche Zustand, Leitungsverläufe im Untergrund, die Aufrechterhaltung des Bahnverkehrs während der Bauzeit sowie mögliche Kampfmittel im Boden die Planungen.

Hinzu kam im Herbst 2023 der unerwartete Abriss der „Omegabrücke“, die während der Sperrung der Unterführung als Alternative vorgesehen gewesen war. Die Stadt Frankfurt reagierte darauf mit dem Bau einer Behelfsbrücke, die eine barrierefreie Querung während der Bauphase ermöglichte und auch nach Wiedereröffnung der Unterführung bestehen bleibt.

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Deutsche Bahn modernisiert Griesheimer Bahnhof für bessere Zugänglichkeit und Nutzerfreundlichkeit

Parallel zur Sanierung der Unterführung modernisiert die Deutsche Bahn den gesamten Bahnhof Griesheim. Die Bahnsteige werden auf 96 Zentimeter Höhe angehoben, die Bahnsteigdächer zurückgebaut und neu errichtet, neue Sitzbänke aufgestellt und die Beläge erneuert. Hochauflösende Monitore verbessern die Sichtbarkeit von Zuginformationen, und die Zuwegungen zu den Bahnsteigen sind mit Rampen ausgestattet.

Die Modernisierung der Unterführung und des Bahnhofs Griesheim schlägt mit voraussichtlich rund 30 Millionen Euro zu Buche. Davon trägt das Land Hessen etwa 19 Millionen Euro, die Stadt Frankfurt rund 7,5 Millionen Euro, die Deutsche Bahn etwa 2 Millionen Euro und der RMV etwa 1 Million Euro. Der Abschluss der Arbeiten ist für den 6. April 2027 vorgesehen.

Quellen: Stadt Frankfurt am Main, Deutsche Bahn

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