Die „Görlitzer Brücken“ am Görlitzer Park werden ab 1. Juli 2026 auf unbestimmte Zeit gesperrt. Deutsche Bahn, Bezirk und Senat verhandeln weiter über Sanierung, Kosten und Zuständigkeiten.

Auf den „Görlitzer Brücken“ in Treptow-Köpenick hängen Protestschilder gegen die geplante Schließung der Verbindung nach Kreuzberg.

Protestschilder an den „Görlitzer Brücken“ in Treptow-Köpenick weisen auf die drohende Schließung der wichtigen Fuß- und Radwegeverbindung hin. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Zwischen Kreuzberg und Alt-Treptow rückt eine Entscheidung näher, die viele tägliche Wege verändern wird. Die „Görlitzer Brücken“ sollen erhalten bleiben, doch offen bleiben sie vorerst nicht.

  • Bezirk: Treptow-Köpenick
  • Adresse: Bereich zwischen Elsenstraße, Lohmühlenufer, Bouchéstraße und Landwehrkanal
  • Projektstatus: Sperrung ab 1.7.2026
  • Baubeginn: noch offen

Ab dem 1. Juli 2026 werden die „Görlitzer Brücken“ auf unbestimmte Zeit gesperrt. Das berichtet rbb24 unter Berufung auf Bahnkreise. Betroffen sind vier frühere Bahnbrücken zwischen dem Görlitzer Park und der Elsenstraße in Alt-Treptow. Jogger, Spaziergänger, Hundehalter und Radfahrer nutzen den begrünten Bahndamm täglich als direkte Verbindung zwischen Kreuzberg und Treptow.

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Die „Görlitzer Brücken“ verbinden Treptow-Köpenick mit Kreuzberg und sollen wegen baulicher Schäden geschlossen werden.

Blick über den Landwehrkanal auf die „Görlitzer Brücken“ zwischen Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

„Görlitzer Brücken“: Sperrung trifft wichtige Alltagsroute

Der Streit dreht sich nicht mehr darum, ob die Bauwerke grundsätzlich verschwinden sollen. Senat, Deutsche Bahn und Bezirk Treptow-Köpenick planen nach bisherigem Stand den Erhalt. Trotzdem kommt die Sperrung, weil der Zustand der Brücken genauer untersucht werden muss. Die Schadensanalyse liegt weiterhin nicht vor. Die Deutsche Bahn muss die Brücken erst detailliert prüfen lassen.

Der Mietvertrag für drei Brücken auf der Treptower Seite endet am 30. Juni 2026. Der Bezirk war dort 33 Jahre lang Mieter. Die vierte Brücke stand die ganze Zeit unter Verwaltung der Deutschen Bahn. Die Bahn räumt ein, grundsätzlich zuständig zu sein, sieht umfangreiche Investitionen für Rad- und Gehwegverbindungen aber nicht als eigene Aufgabe.

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An den „Görlitzer Brücken“ in Treptow-Köpenick hängen Infotafeln zur geplanten Schließung und zum Zustand der Brücken.

Informationsbanner auf den „Görlitzer Brücken“ erklären technische Details und Forderungen der Protestierenden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Wie lange die Sperrung der „Görlitzer Brücken“ dauert, ist offen

Die Sperrung der „Görlitzer Brücken“ bleibt damit vorerst ohne Enddatum. Auch konkrete Kosten, ein Baubeginn und eine Fertigstellung sind weiterhin nicht bekannt. Bereits zuvor hatte der Senat erklärt, ihm lägen keine eigenen Unterlagen zum baulichen Zustand und zur Verkehrssicherheit der vier Brücken vor. Die fachliche Einschätzung liege beim Baulastträger, also bei der Deutschen Bahn.

Für den Kiez bleibt die Verbindung wichtig. Die „Görlitzer Brücken“ verbinden die Elsenstraße, das Lohmühlenufer und den Görlitzer Park. Bei Zählungen der Initiative „ZusammenBrücken“ wurden Ende Mai je nach Zeitpunkt 472 bis 591 Personen pro Stunde auf der Görli-Brücke erfasst.

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Görlitzer Brücke

 

Quellen: rbb24, Bezirksamt Treptow-Köpenick

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One Comment

  1. Wolfgang Schramm 1. Juli 2026 at 10:24 - Reply

    Nichts ist klar: kein Plan, keine Zuständigkeit, kein Geld – aber sperren!
    Und das gleich 4x – eine Brücke hätte beim Renovieren gereicht. Wenn die fertig ist, die nächste, usw. usf.
    Aber das bekommt unsere Bürokratie nicht hin – warum auch. Sperrschilder aufstellen ist ja einfacher.

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