An der Gnadenkirche in Alt-Biesdorf steht ein Gerüst am Glockenturm. Der Grund sind Sicherungsarbeiten am Dach, nachdem Schieferziegel herabgefallen waren.

Die Gnadenkirche in Alt-Biesdorf ist neben der B1/B5 zu sehen. Der Glockenturm der Kirche steht wegen Sicherungsarbeiten am Dach in einem hohen Gerüst.

Die Gnadenkirche in Alt-Biesdorf steht direkt an der B1/B5. Am Glockenturm ist derzeit ein Gerüst für Sicherungsarbeiten am Dach aufgebaut. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Die Gnadenkirche in Alt-Biesdorf fällt derzeit vielen Verkehrsteilnehmern auf. Direkt an der B1/B5 ragt ihr Glockenturm hinter einem hohen Gerüst empor. Wer auf der viel befahrenen Straße Alt-Biesdorf unterwegs ist, sieht die grüne Schutzverkleidung schon aus einiger Entfernung. Der Grund für das Gerüst sind Sicherungsarbeiten am Dach des Turms. Nach Angaben aus dem Umfeld der Gemeinde waren zuvor Schieferziegel herabgefallen. Ein Dachdecker-Unternehmen soll die Ziegel stabilisieren und die Verkehrssicherung herstellen.

  • Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
  • Adresse: Alt-Biesdorf 59, 12683 Berlin
  • Denkmalstatus: Baudenkmal und Teil des Ensembles Alt-Biesdorf
  • Aktueller Bau: Sicherungsarbeiten am Dach

Die Kirche gehört zu den ältesten Gebäuden in Biesdorf. Ihre Ursprünge reichen nach Angaben der Gemeinde in die Zeit um 1230 bis 1250 zurück. Fundamente und Umfassungsmauern stammen aus dieser frühen Bauphase. Schriftliche Quellen aus dieser Zeit gibt es nicht. Erstmals erwähnt wurde Biesdorf 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV.

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Kirche an der B1/B5: Ein historischer Standort in Alt-Biesdorf

Die heutige Lage wirkt ungewöhnlich. Der alte Dorfanger liegt heute zwischen Fahrbahnen der B1/B5. Die Gemeinde nennt die Verbreiterung der Straße Alt-Biesdorf als Grund dafür, dass Kirche und früheres Gemeindehaus in eine Art Insellage gerieten. Auch der kirchliche Kindergarten zog 1986 in den geschützteren Pfarrgarten um.

Die Gnadenkirche veränderte ihr Aussehen mehrfach. Nach einem Brand im Jahr 1754 baute die Gemeinde sie bis 1756 wieder auf. In den Jahren 1897/98 ließ sie die Dorfkirche nach Plänen von Ludwig von Tiedemann stark umbauen. Dabei erhielt das Gebäude unter anderem eine Apsis und einen neuen Turm. Der erste Turm stürzte 1897 wegen Baumängeln ein und musste neu errichtet werden.

Die Gnadenkirche in Alt-Biesdorf steht direkt an der B1/B5. Der historische Glockenturm ist vollständig eingerüstet, während an der Kirche Sicherungsarbeiten am Dach durchgeführt werden.

Die Gnadenkirche in Alt-Biesdorf mit ihrem eingerüsteten Glockenturm prägt derzeit das Ortsbild entlang der B1/B5. Die Arbeiten erfolgen nach Schäden am Schieferdach des Turms. © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Kirche in Alt-Biesdorf: Gerüst dient Sicherung

Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Kirche schwere Schäden. Am 20. Januar 1944 brannte sie nach einem Bombenangriff aus. Auch die letzte Glocke wurde zerstört. Nur die Grundmauern blieben stehen. Der Wiederaufbau begann 1950 und endete 1951. Am 28. Oktober 1951 erhielt die Kirche den Namen Gnadenkirche.

Auch später wurde weiter gebaut. Zwischen 1994 und 2000 renovierte die Gemeinde den Innenraum. Das Kirchenschiff erhielt Biberschwanzziegel, die Apsis Schiefer. 2012 kamen zwei kleine Anbauten seitlich des Turms hinzu, darunter Räume für eine neue Sakristei.

Wann das Gerüst wieder verschwindet, ist derzeit nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass es sich nicht um einen Umbau oder eine Erweiterung der Gnadenkirche handelt. Vielmehr dienen die Arbeiten dazu, den historischen Glockenturm zu sichern und weitere Schäden zu verhindern.

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Gnadenkirche Alt-Biesdorf

 

Quellen: Evangelische Kirche Biesdorf, Pascal Grothe, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

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