In Hamburg werden Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht umfassend saniert. Die Arbeiten starten im Juli 2026 und sollen Ende 2027 abgeschlossen sein.

Arbeitsgericht Hamburg

© Titelbild: Landesarbeitsgericht Hamburg

 

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Noch laufen Verhandlungen und Gerichtsbetrieb am gewohnten Standort. Doch schon bald verändert sich hinter den Kulissen einiges. Die Arbeitsgerichte in Hamburg stehen vor einer umfassenden Sanierung, die den denkmalgeschützten Gebäudekomplex technisch und funktional auf einen neuen Stand bringen soll.

  • Bezirk: Hamburg-Nord
  • Adresse: Osterbekstraße 96, 22083 Hamburg
  • Ausweichstandort: Weidestraße
  • Baubeginn: Mitte Juli 2026
  • Fertigstellung: Ende 2027

Die Modernisierung umfasst sowohl die technische Infrastruktur als auch die Organisation des Gebäudes. Neben einer neuen Gebäudetechnik werden Eingangsbereiche, Sicherheitszonen und die Besucherführung neu gestaltet.

Moderne Leitsysteme, Videoverhandlungen: Was geplant ist

Hamburg ordnet den gesamten Gerichtsstandort neu. Künftig sollen öffentliche, halböffentliche und interne Bereiche klar getrennt sein. Ein zentraler Empfang, gesicherte Zugänge für Mitarbeitende und ein modernes Leitsystem sollen den Betrieb übersichtlicher machen.

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Auch die Gerichtssäle erhalten neue Technik. Hamburg plant Hardware und Software für Videoverhandlungen sowie die Arbeit mit der E-Akte. Dazu kommen eine zentrale Lüftungsanlage, bessere Akustik und komfortablere Wartebereiche vor den Sälen.

Arbeitsgerichte Hamburg: Mehr Sicherheit und Barrierefreiheit

Die Büros werden ebenfalls neu organisiert. Die Arbeitsgerichte setzen künftig auf flächendeckendes Desk-Sharing und zusätzliche Flächen für Zusammenarbeit. Damit will Hamburg die vorhandene Fläche effizienter nutzen.

Beim Klimaschutz sieht die Sanierung mehrere Schritte vor. Das Gebäude wird an das Fernwärmenetz angeschlossen. Außerdem bekommt es energetisch erneuerte Fensterverglasung und LED-Beleuchtung. Eine Photovoltaikanlage auf den Dächern sowie Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge auf dem Parkplatz befinden sich in Planung.

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Der Standort bleibt langfristig erhalten. Hamburg schloss im Februar 2026 einen neuen Mietvertrag über 20 Jahre. Der Vermieter investiert rund 6,7 Millionen Euro in die Modernisierung.

Arbeitsgerichte Hamburg: Vorübergehender Umzug an die Weidestraße

Während der Bauphase weichen Verhandlungen in ein Gebäude an der nahe gelegenen Weidestraße aus. Vom 13. bis 17. Juli 2026 pausiert der Verhandlungsbetrieb zur Vorbereitung. Ab dem 20. Juli 2026 sollen Verhandlungen voraussichtlich für sechs bis maximal neun Monate größtenteils dort stattfinden.

Nach Abschluss der Baumaßnahmen steigt die monatliche Nettokaltmiete von rund 62.000 Euro auf etwa 115.000 Euro. Zusätzlich stellt die Stadt einmalig 1,5 Millionen Euro für IT, Sicherheit, Möblierung und Umzüge bereit.

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Quellen: Behörde für Justiz und Verbraucherschutz Hamburg

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